
Clinton und seine Affären
zum Erntedank: Unser tägliches Brot gib uns heute
Freikirchen in Deutschland
Von Theodor Herzl bis David Ben Gurion
Monatslied Oktober (Ps.23A)
Clinton und seine Affären
Über den Umgang mit Bloßgestellten
Erbarmungslos kam es ans Tageslicht, was der
amerikanische Präsident hinter zugezogenen Gardinen des Weißen
Hauses trieb. Er war es nicht allein, eine gewisse Monica Lewinsky
(und die eine oder andere mehr?) zog mit - und sich aus. Es ist kein
Seltenheitsfall, vielmehr offensichtliche Normalität. Ehebruch
als Kavaliersdelikt, wer sich aufregt, ist prüde und von
gestern. Wen wundert es? Ein machtgewöhnter und -verwöhnter
Präsident kann sich nehmen, was er will. Und Monica hofft auf
eine schnelle Karriere. Jeder hat in diesem Schummerlicht seine
eigenen Interessen. Wie verlogen, wenn sich jemand als Opfer
darstellt. Hier gibt es nur Täter!
Die Gier nach Befriedigung ist mal wieder stärker
als der Respekt gegenüber dem Ehepartner. Für Tugenden wie
Treue, Verläßlichkeit und Verzicht ist in unserer
Konsumgesellschaft immer weniger Platz. Clinton und Lewinsky sind
typische und scheinbar alltägliche Erscheinungsformen der
abendländischen Kultur. Das Christentum und der christliche
Hintergrund haben in Fragen von Potenz, Macht und Geld nur noch
beschränkten Gestaltungseinfluß.
Ich will mich an dieser Stelle nicht über den
Ehebruch des einen oder die naiven Karriereträume der anderen
auslassen. Es geht mir jetzt vielmehr um die jüngsten
Reaktionen in Washington. Der Präsident ist überführt,
die Lügen vergangener Unschuldsbeteuerungen sind aufgedeckt und
die Einzelheiten der schlüpfrigen Tatsachen stellen die Frage,
wie es um den mächtigsten Mann der Welt bestellt
ist.
Mußte es aber so weit kommen, daß der
Bericht des Ermittlers Starr im Internet nachzulesen ist? Geht man
so mit Menschen um, die trotz aller Entgleisungen noch den Rest
einer Würde in Anspruch nehmen dürfen? Auch an die
sogenannten Saubermänner stelle ich die Frage nach
der Gestaltungskraft des Glaubens. Ist es Recht, Ertappte in dieser
Weise bloß zu stellen?
Noahs Blöße
Ich erinnere an eine Begebenheit aus 1.Mose 9.
Noah hatte nach der Sintflut einen Weinberg angebaut, erntete die
Trauben, kelterte daraus den Wein und (offensichtlich nach so langer
Enthaltsamkeit besonders empfindlich?) betrank sich dermaßen,
daß er nackt auf dem Bett liegend seinen Rausch ausschlief.
Einer seiner Söhne, Ham, entdeckte den Vater, wie er schutzlos
dieser peinlichen Situation ausgesetzt war, und erzählte es den
beiden Brüdern. Diese gingen rückwärts in das Gemach
des Vaters, hielten zwischen sich ein Laken und deckten den
schlafenden Vater zu, ohne ihn anzusehen. Nachdem Noah ausgenüchtert
von dem Vorfall erfuhr, verfluchte er seinen Sohn Ham. Warum? Ham
hat den Vater mit seiner (hier im wahrsten Sinn des Wortes) Blöße
entdeckt und dieses Wissen öffentlich gemacht. Er verbreitete
die Einzelheiten zwar nicht im Internet, aber auch er trägt
eine für Noah peinliche Nachricht hinaus. Ham ist damit der
Urvater aller Paparazzi, jener Journalisten der Boulevardpresse, die
Jagd auf Prominente machen und deren Privatsphäre in das
allgemeine Interesse zerren. Das Schicksal der vor einem Jahr auf
der Flucht vor diesen Ungeheuern der modernen Mediengesellschaft
tödlich verunglückten Prinzessin Diana machte es deutlich,
welch einer gnadenlosen Jagd die Menschen ausgesetzt sein können,
die im Rampenlicht der Öffentlichkeit stehen.
Dem Sonderermittler Starr in Washingten würde ich
gerne jene Passage aus 1.Mose 9 vorlesen und ihn fragen, ob gerade
im christlichen Abendland nicht die Haltung der Brüder Sem und
Japhet eine angemessenere Antwort auf Clintons Ehebruch gewesen
wäre. Sie deckten die Blöße des Vaters zu.
Mit Barmherzigkeit bedecken
Damit ich nicht falsch verstanden werde: Die
Untersuchung jener Affäre mag nötig und wichtig gewesen
sein, aber dürfen die Einzelheiten jedem zugänglich
werden? Hat ein Bloßgestellter noch ein Recht darauf, sein
Gesicht zu wahren? Mit wieviel Barmherzigkeit darf jemand rechnen,
der aus dem Tritt gekommen ist?
Sem nahm das Tuch. Er ergriff die Initiative. Er nahm
Japhet mit. Gemeinsam halfen sie ihrem Vater aus der mißlichen
Lage heraus. Sem ist der Vater der Semiten, jener
Völkerfamilie, zu der Israel gehört. Japhet ist der
Vater der Griechen, des Abendlandes. Japhet lernt bei
Sem den barmherzigen Umgang mit jenen, die Blöße zeigen.
Das Abendland muß bei Israel und dem Gott Israels in die
Schule gehen, um zu lernen, daß der Bericht über Clintons
Affären nicht ins Internet gehört, daß Paparazzis
Boykott statt Auflagensteigerung nach sich ziehen, daß wir
eine Atmosphäre von Barmherzigkeit ausstrahlen und endlich eine
Gesellschaft bilden, in der ein Mensch leben darf, selbst wenn er
sich irgendwo eine Blöße gab. Denn Jesus solidarisiert
sich mit Sem, nicht mit Ham, als er sprach: Seid barmherzig,
wie auch euer Vater barmherzig ist (Lk.6,36). Es ist
überflüssig, darauf hinzuweisen, daß Barmherzigkeit
nichts mit Gleichgültigkeit zu tun hat, wohl aber mit Achtung
und Würde, auf die jeder einen Anspruch haben darf.
Fritz Baarlink, Veldhausen
Zum Erntedank
Unser täglich Brot gibt uns heute
In der Bergpredigt in Matthäus 6 lehrt Jesu seinen
Zuhörern das Unser Vater. Dieses kurze und umfassende Gebet
spiegelt viele Lebenslagen unseres Alltags wieder. So auch die Bitte
um das tägliche Brot. Nicht die Bitte um Kotelett, Nudelauflauf
oder Kuchen werden von Jesus genannt, nein die ganz einfache Bitte
um das tägliche Brot. In unserer heutigen Gesellschaft klingt
diese Bitte doch manchmal recht hohl, leben wir doch im Überfluß
und leiden keinen Hunger. Denken wir bei dieser Bitte noch wirklich
an unser tägliches Essen?
Zum Erntedankfest erhält die Bitte vielleicht
wieder mehr Bedeutung für uns, stehen doch in den
Erntedankgottesdiensten vielfach die landwirtschaftlichen Produkte
im Mittelpunkt. Durch das breite vielfältige Nahrungsangebot
ist aber heute vielen nicht mehr direkt bewußt, welch hohe
Bedeutung die Landwirtschaft in Deutschland und besonders in der
Region Weser-Ems noch hat. Gibt es doch das ganze Jahr über
Kiwis aus Neuseeland, Apfelsinen aus Spanien oder Erdbeeren aus
Israel. Zu keiner Jahreszeit muß man auf bestimmte
Nahrungsmittel verzichten, so wie es vor zwanzig oder dreißig
Jahren noch üblich war. Die ältere Generation kann sich
sicherlich an diese Zeiten noch gut errinnern. Da scheint es doch
fast so, als brauche man die Landwirte vor Ort gar nicht. Es ist
doch alles da.
Kein direkter Bezug
Vielen Menschen fehlt heute der direkte Bezug zu den
Nahrungsmitteln Kartoffeln, Fleisch, Getreide und Milch, die auf den
Bauernhöfen produziert werden. Durch die breite Palette von
veredelten Nahrungsmittelprodukten wie zum Beispiel im Käse-
und Joghurtbereich treten die Grundnahrungsmittel häufig in den
Hintergrund. Hinzu kommt, daß gleichzeitig auch immer mehr
Menschen den Kontakt zu den landwirtschaftlichen Betrieben
verlieren. Durch den fortwährenden Strukturwandel in der
Landwirtschaft haben immer weniger Menschen den direkten Kontakt zu
einem Bauernhof. Wo vor dreißig Jahren noch über 60.000
landwirtschaftliche Betriebe im Weser-Ems-Gebiet waren, sind es
heute nur noch knapp unter 35.000 Betiebe. Zwar gibt es hier und da
noch Bauernhöfe in der Umgebung. Vielleicht kommt man auch hin
und wieder auf einen Bauernhof. Aber wie heute die Tiere in den
Ställen gehalten werden oder was der Landwirt auf dem Acker
macht, weiß heute längst nicht jeder mehr aus erster
Hand.
Abhängig von Gottes Güte
Unser täglich Brot gibt uns heute
sollte uns gerade in dieser Zeit wieder bewußt machen, wie
abhängig wir von Gottes Güte sind. Es sollte uns auch
daran erinnern, daß direkt in unserer Nähe Menschen Tag
für Tag arbeiten, um zum einen ihr Einkommen aus der
Landwirtschaft zu erzielen, zum anderen aber auch bestrebt sind,
gesunde Nahrungsmittel für uns zu erzeugen. Die Landwirte
versuchen, auf ihren Flächen so zu wirtschaften, daß auch
die nachfolgende Generation die Chance hat, den landwirtschaftlichen
Betrieb fortzuführen. Die wirtschaftliche Bedeutung der
Landwirtschaft sollte trotz rückgehender Betriebe nicht
unterschätzt werden. Nach der Autoindustrie stellt die
Landwirtschaft mit dem vor- und nachgelagerten Bereich in
Niedersachsen die zweitmeisten Arbeitsplätze.
Unser täglich Brot gib uns heute hat
für Landwirte nicht nur zu Erntedank eine besondere Bedeutung
sondern das ganze Jahr über. Sie merken immer wieder, wie sie
von der Natur und letztendlich von Gottes Güte abhängig
sind. Bei den Landwirten bezieht sich Brot dabei nicht
nur auf Ackerfrüchte wie Getreide, Mais oder Kartoffeln. Die
Tierhaltung hat für viele Höfe eine noch größere
Bedeutung. Die Milchviehherde liefert frische Milch, die Ferkel von
den Sauen im Stall werden im Maststall aufgezogen und liefern
Fleisch. Diese Nahrungsmittel stehen fast jeden Tag auf unsern
Tischen und kommen nach wie vor meistens von den Landwirten aus der
Region.
Unser täglich Brot gib uns heute
sollte uns nicht nur zum Erntedankfest deutlich machen, daß
trotz moderner Technik und weltweiter Nahrungsmittelmärkte für
viele diese Bitte jeden Tag auf Neue von großer Bedeutung ist.
Die Landwirte haben eine verantwortungsvolle
Aufgabe gegenüber der Natur und den Mitmenschen. Die
Nicht-Landwirten sollten erkennen, wie gut es ist, eine intakte
Landwirtschaft in der Region zu erhalten. Verbunden damit ist nach
wie vor die Sicherheit um das tägliche Brot.
Lambert Hürink, Laar
Die Schöpfung bewahren
Schöpfer des Alls!
Mache uns zu treuen und sorgsamen
Segne uns,
Evangelisches Gesangbuch 812
Aus deiner Liebe kommt unsere Welt.
Wir bestaunen dein Werk
und loben dich.
Gut, sehr gut ist,
was du geschaffen hast.
Verwaltern deiner Erde,
daß wir aufhören, sie zu schänden
und auszubeuten.
Erhalte uns die Freude an der Natur
und die Ehrfurcht vor dem Leben.
Gib, daß wir nichts tun,
was deiner Schöpfung schadet.
Hilf uns barmherzig zu sein mit allen Kreaturen,
die mit uns auf eine Lösung warten.
Wir sind ja auch von der Erde
und danken dir jeden Atemzug.
damit auch die Kinder und Kindeskinder
mit all deinen Geschöpfen diese Erde
bewohnen können.
Mit dem Hauch deines Geistes
willst du die Welt erneuern.
Wir preisen dich dafür
und hoffen auf dich.
Freikirchen in Deutschland (2)
Bischof Klaiber am 9.Mai 1998 in Nordhorn
Nach den Ausführungen über
Geschichte, Namen und Selbstverständnis der Vereinigung
Evangelischer Freikirchen (VEF) in Deutschland ging Dr. Klaiber im
zweiten Teil auf die unterschiedlichen Akzente in den einzelnen
Freikirchen ein. Im dritten Teil kam die praktische Arbeit der
Vereinigung zur Sprache. Aus dem ausführlichen Referat folgen
hier einige Notizen.
II. Unterschiedliche Akzente
Kirchliche Strukturen
Es gibt im wesentlichen zwei Grundtypen innerhalb
dieser Kirchen, die mit den Stichworten kongregationalistisch und
konnektionalistisch umschrieben werden können.
1. Kongregationalistisch orientierte Kirchen
Im Kongregationalismus ist die Unabhängigkeit der
Einzelgemeinden die Grundlage ihrer kirchlichen Struktur. Für
einige Freikirchen in der VEF ist sie sogar ein Grundbekenntnis. Sie
meinen, im Neuen Testament sei jede einzelne Gemeinde selbständig
und unabhängig. Sie halten diese kirchliche Organisationsform
auch heute für angemessen. Dies gilt besonders für den
Bund Ev.-Freikirchlicher Gemeinden (Baptisten) und den Bund
Freier evangelischer Gemeinden. In der Einzelgemeinde hat dann
die Gemeindeversammlung entscheidende Autorität. Der Pastor ist
nicht Gemeindeleiter. Er istder Gemeindeleitung zugeordnet, dem von
der Gemeinde gewählten Ältestenkreis. Die einzelnen
Gemeinden sind in einem Bund zusammengeschlossen. Er
regelt die jeweils notwendigen Gemeinschaftsaufgaben, wie
theologische Ausbildung, Äußere Mission und juristische
Fragen. Die Organe des Bundes können keine für die
Einzelgemeinden bindenden Beschlüsse fassen. In den meisten
Bünden ist es aber üblich, daß die Empfehlungen der
Bundesleitung befolgt werden. Eine kongregationalistische
Kirchenstruktur haben auch die Arbeitsgemeinschaft Mennonitischer
Gemeinden und der Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden
Kongregationalismus, die örtl.
Versammlung (engl. congregation) gläubiger evang.
Christen, die nach Überzeugung ihrer Mitglieder allein dem
Urchristentum und dem Evangelium entspricht. In Kult und Lehre sind
die einzelnen Gemeinden selbständig und unabhängig (engl.
independency, daher auch Independenten). Ein
Staatskirchentum, der Episkopalismus und auch der Presbyterianismus
der schott. Kirche werden abgelehnt. Der K. wurzelt im Puritanismus
des reformierten Christentums. (Brockhaus
Enzyklopädie)
Kongregationalismus:
Im Gegensatz zu einer bischöflichen (episkopalen)
oder presbyterial-synodalen Verfassung oder einer Mischform aus
beiden kann der Begriff einen Verfassungstyp der Kirche bezeichnen,
bei dem die Einzelgemeinde (congregatio) alle Gewalt besitzt
(Autonomie der Ortsgemeinde), während überörtlichen
(regionalen, nationalen oder Welt-)Versammlungen lediglich beratende
Funktionen zustehen. Viele Freikirchen sind kongregationalistisch
vefaßt, wenngleich sich zeigt, daß überörtliche
Strukturen (z.B. für theol. Ausbildung und sonstige Schulung,
Jugendarbeit, Diakonie, Mission und Evangelisation) unverzichtbar
sind.
Erich Geldbach in:Ev.Lexikon für Theologie und Gemeinde II, 1993, 1152f
2. Der Konnektionalismus
Der Konnektionalismus ist die besondere
Organisationsform der methodistischen Bewegung. Einzelne kirchlichen
Ebenen sind dabei voneinander abhängig. In der
Evangelisch-methodistischen Kirche ist z.B. die grundlegende
gesetzgebende Körperschaft eine Gebietskörperschaft, die
Jährliche Konferenz, die auch für die Finanzhoheit
zuständig ist. Es gibt in Deutschland in jeweils verschiedenen
Regionen eine Jährliche Konferenz. Sie ist eine Art Synode.
Alle Pastoren und jeweils die gleiche Zahl anderer Gemeindeglieder
gehören ihr an.
Zugleich gibt es auf der Ebene der Gemeinden auch
beschließende Körperschaften, die Bezirkskonferenzen.
Sie haben eine bestimmte Eigenverantwortung, sind allerdings an die
Beschlüsse der Jährlichen Konferenz gebunden. Es besteht
ein gewisses Weisungsrecht. Aber keine Gemeinde kann gezwungen
werden, die Beschlüsse zu befolgen.
Pastoren werden nicht von den Gemeinden gewählt
sondern von der Konferenz oder dem Bischof zugewiesen. Der Bischof
ist in diesem System nicht ein Glied in einer Hierarchie, sondern
Zeichen der Verbindung, der Konnektion. Er führt die Aufsicht,
hat aber keine gesetzgebende Macht.
Konnex [lat.] der, Verbindung, Zusammenhang
Auch in der Tauffrage gibt es im wesentlichen zwei
Gruppen, Vertreter der Glaubenstaufe und der Säuglingstaufe.
1. Die Vertreter der Glaubenstaufe halten nur eine
Taufe aufgrund des abgelegten Bekenntnisses für schriftgemäß.
Es werden Kinder ab zwölf Jahre getauft. Innerhalb dieser
Gruppe gibt es mindestens drei Abstufungen.
a. Grundsätzlich wird nur die Taufe von Gläubigen
anerkannt. Wer als Säugling getauft wurde, muß beim
Eintritt in die Gemeinde noch einmal getauft werden. Diese Position
vertreten der Bund Ev.-Freikirchlicher Gemeinden (Baptisten),
der Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden und die
Gemeinschaft der Siebenten-Tages-Adventisten.
b. Daneben gibt es Kirchen, die nur in ihrem Bereich
die Gläubigentaufe üben. Kommen Christen zu ihnen, die
ihre Taufe im Säuglingsalter für ihre Taufe halten, zu der
sie sich bekennen, dann werden sie ohne weitere Taufe in die
Gemeinde aufgenommen. So handhaben es der Bund Freier
evangelischer Gemeinden, die Arbeitsgemeinschaft
Mennonitischer Gemeinden und der Christlichen
Gemeinschaftsverbund Mülheim/Ruhr.
c. Eine dritte Gruppe hat die Gläubigentaufe, aber
läßt auch die Säuglingstaufe zu, wenn klar ist, daß
die Eltern das Kind im christlichen Glauben erziehen werden.
2. Es gibt Kirchen, in denen die Säuglingstaufe
die Regel aber keine Pflicht mehr ist, wie bei der
Evangelisch-methodistischen Kirche und der Brüdergemeine. Ein
Sonderfall ist in all diesen Fragen die Heilsarmee, die überhaupt
keine Sakramente kennt.
Dr.Klaiber hält die Differenzen in der Tauffrage
für den Faktor, der die VEF am meisten belastet. Immer bestand
aber die Bereitschaft, trotz dieser Unterschiede miteinander zu
arbeiten.
Abendmahl
Das Abendmahlsverständnis der Kirchen in der VEF
entspricht wesentlich dem reformierten Bekenntnis. Unterschiede gibt
es in der Zulassung zum Abendmahl. Hier bestehen zwei Extreme.
Einmal sollen nur wiedergeborene Christen am Abendmahl teilnehmen,
die sich ihrer Vergebung gewiß sind. Bei anderen sind alle
eingeladen, die das Verlangen haben, Christus im Mahl zu begegnen.
Letzteres praktiziert die Ev.-methodistische Kirche, die früher
ein geschlossenes Abendmahl kannte.
Bekenntnis
Keine Kirche in der VEF hat eine Bekenntnisbindung wie
die der klassischen Konfessionskirchen. Das hängt damit
zusammen, daß die Freikirchen in einer Zeit entstanden sind,
in der für den Staat die Berufung auf ein bestimmtes Bekenntnis
nicht mehr nötig war. Teilweise ist das Fehlen eines festen
Bekenntnisses kennzeichnend für Selbstverständnis der
Kirchen. Das gilt für die Freien evangelischen Gemeinden aber
auch für die Baptisten. Sie sagen: Es gibt kein Bekenntnis das
binden könnte, weil allein die Heilige Schrift binden kann.
Trotzdem haben fast alle diese Kirchen in irgendeiner Form eine
bekenntnisartige Beschreibung dessen, was sie glauben und wer sie
sind.
Die Leitung der VEF hat ein Präsidium, eine Art
Mitgliederversammlung, in die jede Freikirche entsprechend ihrer
Größe bis zu drei Delegierte entsendet. Das Präsidium
berät und entscheidet über die Außenvertretungen der
VEF in anderen ökumenischen Gremien. Es reagiert auf
kirchenpolitisch relevante Vorgänge in der Ökumene und der
Gesellschaft.
Wichtig ist weiter die gemeinsame Arbeit der Kirchen in
der VEF in einer Reihe von Arbeitsgemeinschaften. Hier ist der
eigentliche Ort der Zusammenarbeit. Es gibt elf
Arbeitsgemeinschaften:
In der Zusammenarbeit vor Ort ist man sich in der VEF
nicht immer ganz so nahe, wie man erwarten könnte. Die
unterschiedlichen Akzente wirken sich hier aus. Die
Ev.-methodistische Kirche tendiert z.B. auf örtlicher Ebene
stärker zur Zusammenarbeit mit den Landeskirchen, während
die Baptisten und Freien evangelischen Gemeinden eher mit den
evangelikalen Gruppierungen in der Evangelischen Allianz
zusammenarbeiten.
Die Tatsache, so Dr. Klaiber, daß die Kirchen in
der VEF einige klare Gemeinsamkeiten haben, spielt eine wichtige
Rolle, die die Vereinigung evangelischer Freikirchen (VEF)
funktionsfähig sein lassen.
Wilhelm Vennegeerts, Bunde
Von Theodor Herzl bis David Ben Gurion
David Ben Gurion verkündete
am 14. Mai 1948 in der Sitzung des zeitweiligen Staatsrates die
Unabhängigkeit des Staates Israel.
"Im Lande Israel entstand das jüdische Volk. Hier prägte sich sein
geistiges, religiöses und politisches Wesen. Hier lebte es frei
und unabhängig. Hier schuf es eine nationale und universelle
Kultur und schenkte der Welt das Ewige Buch der Bücher. Durch
Gewalt vertrieben, blieb das jüdische Volk auch in der
Verbannung seiner Heimat in Treue verbunden. Nie wich seine
Hoffnung. Nie verstummte sein Gebet um Heimkehr und Freiheit.
Beseelt von der Kraft der Geschichte und Überlieferung, suchten
Juden aller Generationen in ihrem alten Land wieder Fuß zu
fassen."
So lauten die ersten
Sätze der Erklärung, die von den Unterzeichnern "mit
Zuversicht auf den Fels Israels" unterschrieben wurde.
Ein Land und ein Volk
"Dies ist das Land, von dem
ich Abraham, Isaak und Jakob geschworen habe: Ich will es deinen
Nachkommen geben" (5. Mose 34: 4).
"Erez Israel",
Land Israel, heißt das Land, das andere "Palästina"
oder "Heiliges Land" nannten. "Palästina"
ist ein römischer Name: "Land der Philister". Die
Philister waren ein Eroberervolk, von See in das Land eingedrungen;
sie besiedelten ab 1200 v. Chr. die Küstenregion bei Gaza.
Damals hielten die Ammoniter das Ostjordanland besetzt. Die zwölf
Stämme Israels siedelten dazwischen und reagierten auf
wachsenden Druck mit festerem Zusammenschluß. Saul, Israels
erster König, fiel im Kampf gegen die Philister. Isch-Boschet,
Sauls Sohn, regierte zwei Jahre über Israel. Es gab es einen
Bruderkrieg zwischen Israel und Juda. Juda gewann die Oberhand.
David regierte vierzig Jahre, 7 Jahre über Juda und nach
Isch-Boschets Tod 33 Jahre über ganz Israel und Juda. Der
Hirtensohn drängte die Philister zurück, besiegte die
Nachbarstaaten der Ammoniter, Moabiter und Edomiter. Er löste
die letzten kananäischen Enklaven im Lande auf und machte
Jerusalem zur Hauptstadt. Salomo, ein Mann der Kunst und
Architektur, wurde Davids Nachfolger. Er baute dem Herrn einen
Tempel, der zum Symbol der nationalen Einheit wurde. Nach Salomos
Tod zerfiel das Davidsreich.
Ein Land und fremde Landesherren
Seit der Zerstörung
Jerusalems im Jahr 587 v. Chr. herrschten Babylonier, Perser,
Griechen, Ägypter und Syrer im Land. Pompejus brachte es 63 v.
Chr. unter römische Gewalt und machte es zu einem Teil der
römischen Provinz Syrien. So war es, als von Kaiser Augustus
das Gebot der Volkszählung ausging; damals war Quirinius
Statthalter in Syrien. Juden probten den Aufstand - im Jahr 66 n.
Chr. zum Beispiel. Kaiser Vespasian schlug den Aufstand nieder, sein
Sohn Titus zerstörte den Tempel. Die sogenannte "Klagemauer"
ist der letzte Rest des Zweiten Tempels, den König Herodes, von
den Römern im Land als König eingesetzt (37 v. - 4 n.
Chr.), prächtig hatte ausbauen und erweitern lassen. In Rom
hingegen erinnert seitdem ein Triumphbogen - der Titusbogen - an den
Sieg über die Juden. Auch andere Aufstände scheiterten,
der unter Simon Bar Kochba (132 - 135 n. Chr.) zum Beispiel. Seit
395 n. Chr. gehörte das Land zum oströmischen Reich. Von
636 bis 1918 - mit Ausnahme der Kreuzfahrerzeit - stand es unter
muslimischer Herrschaft. Seit der Kreuzfahrerzeit nannte man
Palästina "Heiliges Land". Doch "heiliges Land"
gibt es nicht; heilig ist Gott allein. Allenfalls gibt es Orte der
Heiligkeit, an denen Gott sich offenbart, wie einst dem Mose in der
Wüste.
Ein Land und seine Bewohner
Im Ersten Weltkrieg - man sprach
wieder von "Palästina" - kämpften türkische
und deutsche Truppen gegen britische um das Land. Es wurde 1920
unter britische Verwaltung gestellt. Der Völkerbund erteilte
Großbritannien 1922 das Mandat, für das jüdische
Volk eine "nationale Heimstätte" in Palästina zu
schaffen und die "Wahrung der bürgerlichen und religiösen
Rechte aller Einwohner Palästinas, ohne Unterschied der Rasse
und Religion, zu sichern". Großbritannien scheiterte mit
diesem Auftrag. Die Spannungen zwischen der arabischen und jüdischen
Bevölkerung verschärften sich. Um 1840 hatte es etwa
10.000 jüdische Siedler im Land gegeben. Auf der Flucht vor den
Pogromen in Rußland waren ab 1881 größere Gruppen
gefolgt, die eine neue Heimat suchten und sich als Pioniere
verstanden. Zwischen 1904 und 1914 hatte eine zweite
Einwanderungswelle 40.000 neue Siedler ins Land gebracht, von denen
viele den zionistischen Ideen Theodor Herzls anhingen. Bis 1930
stieg die Zahl der Siedler auf 170.000. Die Einwanderer mühten
sich vor allem um die Errichtung einer eigenständigen
landwirtschaftlichen Lebensgrundlage. Die im Lande ansässigen
Araber widersetzten sich der Einwanderung der Juden und forderten
die nationale Selbständigkeit der arabischen Völker. Ein
Beispiel ist Jordanien. Nach 1923 bezog sich die Bezeichnung
"Palästina" nur noch auf das Gebiet westlich des
Jordan. Das Gebiet östlich des Jordan wurde "Transjordanien"
genannt. Hier entstand 1946 das Königreich Jordanien mit Amman
als Hauptstadt. Großbritannien gab den Auftrag, in Palästina
eine jüdische nationale Heimstätte zu sichern, 1947 an die
UNO zurück.
Ein Land als Zufluchtsstätte
Inzwischen war etwas Furchtbares
geschehen: die Schoa, zu deutsch "Verwüstung, Zerstörung,
Katastrophe", der deutsche Völkermord an den Juden.
Zwischen 1941 und 1945 wurden sechs Millionen Juden ermordet. Der
ideologisch vorbereiteten und systematisch durchgeführten
Vernichtung konnten 200.000 Juden entrinnen, indem sie nach
Palästina flohen. Im Jahr 1947 hatte das stark beschädigte
Einwandererschiff "Exodus" 4500 Schoa-Überlebende an
Bord. Die Flüchtlinge durften nicht in Haifa an Land gehen. Sie
wurden auch nicht wie andere illegale Einwanderer in britische
Internierungslager auf Zypern gebracht, sondern nach Deutschland
zurückgeführt, in das Land ihrer Peiniger. Weltweite
Proteste beschleunigten die politischen Entwicklungen. Am 29.
November 1947 beschloß die UN-Vollversammlung, mit den Stimmen
der USA und der UdSSR, Palästina aufzuteilen - in einen
jüdischen und arabischen Staat. Die Juden akzeptierten den
Teilungsplan, die Araber lehnten ihn ab und verzichteten auf die
Gründung eines arabischen Staates in Palästina.
"Unabhängige arabische
und jüdische Staaten und die besondere internationale
Verwaltung der Stadt Jerusalem, wie in diesem Plan .... vorgesehen,
sollen in Palästina zwei Monate nach der Evakuierung der
Streitkräfte der Mandatar-Macht gebildet werden ..."
(Art. 3 des Teilungsbeschlusses der UNO-Vollversammlung vom 29.11.1947).
Ein Land und ein Staat
Das britische Mandat für
Palästina endete am 15. Mai 1948. Der 15. Mai des Jahres 1948
war ein Samstag. Darum verkündete David Ben Gurion am 5. Ijar
des Jahres 5708, am 14. Mai 1948, am Vorabend des Sabbat, in Tel
Aviv die Unabhängigkeit des Staates Israel. In der
Unabhängigkeitserklärung steht u. a.:
"Der Name des Staates
lautet Israel. Der Staat Israel wird der jüdischen Einwanderung
und der Sammlung der Juden im Exil offenstehen. Er wird sich der
Entwicklung des Landes zum Wohle aller seiner Bewohner widmen. Er
wird auf Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden im Sinne der Visionen
der Propheten Israels gestützt sein. Er wird all seinen Bürgern
ohne Unterschied von Religion, Rasse und Geschlecht, soziale und
politische Gleichberechtigung verbürgen. Er wird Glaubens- und
Gewissensfreiheit, Freiheit der Sprache, Erziehung und Kultur
gewährleisten, die heiligen Stätten unter seinen Schutz
nehmen und den Grundsätzen der Charta der Vereinten Nationen
treu bleiben."
Chaim Weizmann (1874 - 1952) wurde
der erste Staatspräsident. David Ben Gurion, 1886 in Plonsk in
Polen geboren, Mitglied der zionistischen Bewegung, seit 1906 als
Landarbeiter, Gewerkschaftsführer und Politiker in Erez Israel,
dem Land Israel, lebend, seit 1944 Präsident der Zionistischen
Weltorganisation, wurde der erste Ministerpräsident des Staates
Israel - und Verteidigungsminister. "Mit Zuversicht auf den
Fels Israels" haben die Unterzeichner ihre Namen unter die
Unabhängigkeitserklärung geschrieben, die am 15. Mai 1948
in Kraft trat. Noch an demselben Tag griffen die Armeen Ägyptens,
Transjordaniens, Syriens, Libanons und des Iraks Israel an. Der
Unabhängigkeitskrieg begann, der erste israelisch-arabische
Krieg, dem noch mehrere andere folgten. Die Gründung des
Staates war die Erfüllung einer Sehnsucht und Hoffnung. Der
erzwungene Aufenthalt in der Diaspora (Zerstreuung) hat die Juden
nie ihre gemeinsamen Wurzeln vergessen lassen. Das Volk, das Land
und den Glauben Israels kann man nur im Zusammenhang sehen.
Jan Alberts nach: Monika Grübel,
"Judentum".
Monatslied Oktober 1998
Der HERR mein Hirt... Psalm 23 A
Mit Psalm 23A wurde einer von zwölf Psalmen, die
im Psalter mit A- und B-Fassungen aufgenommen sind, als Monatslied
ausgewählt. Ist die B-Fassung in den Gemeinden im allgemeinen
vertrauter, so liegt das womöglich daran, daß im EKG nur
diese Fassung abgedruckt war. Unbekannt ist die A-Fassung sicher
nicht, denn in der Gesangbuchausgabe von 1951 ist sie auch als
A-Fassung vorhanden. Dort gab es eine weitere B- und sogar eine C-
Fassung. Der Berliner Theologe Jürgen Henkys, von dem
zahlreiche Liedübertragungen aus europäischen Sprachen im
EG stammen, hat den Text überarbeitet und für eine
sprachliche Verbesserung gesorgt. Es bieten sich bestimmt
Möglichkeiten, den Psalm nicht nur zu singen sondern ihn auch
zusammenhängend zu lesen.
Melodisch gesehen müssen wir uns den Zugang
"erarbeiten". Die Melodie ist "spröde", sie
lohnt aber das Kennenlernen. Älteren Gemeindegliedern ist sie
vielleicht noch bekannt. Unwillkürlich ziehe ich beim Singen
des Psalms einen Vergleich zum Passionslied "Herzliebster Jesu,
was hast du verbrochen?" von J. Crüger. Besonders in der
ersten und der vorletzten Zeile sind Ähnlichkeiten bei den
Notenwerten und der Melodie vorhanden. Es liegt nahe, daß
Crüger sein Passionslied im Jahr 1640 nach der Genfer Melodie
von Psalm 23 A komponiert hat.
Gegenüber der Ausgabe des Gesangbuchs von 1951
sind etliche Halbtonschritte in diesem Psalm verändert und den
Originalsätzen Goudimels angepaßt. In den Begleitsätzen
muß man darauf achten, ob sie mit dem EG übereinstimmen.
Melodisch interessant ist der Übergang in der ersten Strophe:"
Hier ist seine Stelle/So grün der Hang." Im
Landeskirchlichen Liederteil steht der Psalm unverändert unter
EG 613. Ein Hinweis für Organisten: Im "Orgelbuch zum EG",
(Band II, rote Ausgabe) ist in der ersten Zeile ein Druckfehler zu
finden: Die Schlußnoten müssen "g d g g" sein.
Die in nächster Zeit erscheinende Vorspielausgabe zu Psalmen im
Anhang nimmt zu Psalm 23 A eine schöne Variation von Jan
Pieterszoon Sweelinck auf.
Unzählige Male wurde und wird der Hirtenpsalm aus
der Bibel gelesen, ausgelegt oder auswendig gesprochen. Wie heißt
der Anfang der ersten Strophe bei Henkys? "Der HERR mein Hirt!
So will ich Gott besingen." Den Text und die Melodie von Psalm
23 A bekannt zu machen, ist unsere Aufgabe. Das ist nicht nur im
Oktober 1998 lohnenswert.
Gerrit Dams, Neuenhaus
Jürgen Henkys, 1991, Psalm 23A, 1
Konnexität, Verbindung mehrerer Strafverfahren vor Gericht zu einem Verfahren
nach Brockhaus
Tauffrage
III. Die praktische Arbeit der VEF
Die Zusammenarbeit in diesen Gruppen und Gemeinschaften
ist unterschiedlich intensiv, je nachdem man einander nötig
hat. Die Jugend- und Kinderarbeit wird weitgehend in jeder Kirche
selbständig getan, abgesehen z.B. von der gemeinsamen
Herausgabe von Arbeitshilfen für den Kindergottesdienst.
Intensiv ist dagegen die Arbeitsgemeinschaft für Rundfunk und
Fernsehen tätig. Sie hat sogar "ganz unnormal für
die Arbeit der VEF" einen eigenen Etat. Sie erledigt bestimmte
Aufgaben gegenüber und mit den öffentlich rechtlichen und
den privaten Rundfunk- und Fernsehanstalten. Die Freikirchen der VEF
sind auch mit einem eigenen freikirchlichen Referenten in der
Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland vertretren.
DuMont Buchverlag Köln, 2. Auflage 1997,
und: Thomas Schweer, "Stichwort Judentum",
Heyne Verlag München, 2. Auflage 1994
Der HERR mein Hirt! So will ich Gott besingen.
Nichts wird mir fehlen, ihm kann's nicht mißlingen.
Er führt, ich finde. Hier ist seine Stelle.
So grün der Hang! So frisch die reine Quelle!
Von Mal zu Mal weiß er mich zu erquicken.
Nie wird er mich in mein Verderben schicken.
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