Der Grenzbote

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Ev.-altref. Kirche
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Nr. 25 (23. Dezember 2001):

ICH bin das Licht der Welt - Joh.8,12 (Andacht von Fritz Baarlink, Veldhausen)
Im Strom der Zeit: Die Zukunft der Evangelisch-altreformierten Kirche (III)
Jesus, der Sohn von Maryam
Weihnachtsbotschaft 2001 - von Dr. Konrad Raiser (ÖRK)
Das Weihnachtsgeheimnis
Brot für die Welt - Spenden 2000/2001
Herzlichen Glückwunsch (1): Dienstjubiläum Pastor Heikens
Herzlichen Glückwunsch (2): Albert Arends mehr als 50 Jahre Organist
Schriftleiterwechsel
Hinweise / Anzeigen


ICH bin das Licht der Welt

Joh.8,12

"Ich bin..." - dieser Satz Jesu beginnt mit "ICH". Gegenüber solchen Sätzen sind wir vorsichtig, im Laufe der Erziehung versuchen wir sie unseren Kindern abzugewöhnen. ICH - wir mögen es nicht, wenn jemand sich selbst in den Vordergrund rückt. Da halten wir es lieber mit der anderen Frage: warum ICH? Z.B. nach einem tragischen Unglück oder wenn jemand in den Kirchenrat gewählt werden soll.

Aber im Grunde genommen stellt jeder sein ICH sehr wohl in den Vordergrund. Jeder ist sich selbst der Nächste, das Hemd ist uns näher als die Hose - so oder ähnlich umschreiben wir es. Jeder schreibt sein eigenes ICH groß. Und wo wir es nicht zugeben, dann in einer manches Mal gespielten Bescheidenheit.

Jesus beginnt einige Sätze mit seinem ICH, ganz unbescheiden, ohne geheuchelten Anstand. Aber es ist nicht sein eigenes ICH, das er hier ausspricht. Es ist nicht dieses wichtigtuerische Sich-in-den-Vordergrund-stellen. Es ist ein geschenktes "ICH bin". Gott hat ihn zu dem gemacht, was er ist. Gott hat ihn mit dem ausgestattet, was Jesus nun sein darf. Hinter diesem ICH steht nicht das eigene Geltungsbedürfnis, sondern die Sendung: "Ich bin gesandt, die Sünder selig zu machen".

Bei uns Menschen klingt es dagegen schnell: Ich bin gesandt, die Sünder fertig zu machen, auszuschließen aus dem Kreis der anständigen Christen, bloßzulegen in ihren Verfehlungen. Und dabei können wir uns so gut vorkommen, als Verfechter der reinen Lehre, als Retter der Kirche, als standhafte Verteidigungsposten bewährter Kirchlichkeit. Nur, dass davon oft so wenig Liebe ausgeht. Nicht Licht und Wärme strömt dann von uns aus, sondern Kälte und Dunkelheit. Paulus würde sagen: Und wenn ich Recht hätte und alles richtig sehen würde, ohne Liebe kannst du es vergessen... (1.Kor.13).

"ICH bin das Licht der Welt" - spricht Jesus. Es ist Gottes Licht, das seit Bethlehem mit ihm leuchtet. Es ist ein Licht, das den Gestrauchelten aufrichtet, denn was ans Tageslicht kommt, soll ihn nicht fertig machen. Gott geht mit der Wahrheit über uns barmherzig um. Er begegnet uns mit Liebe, hinter der Krippe wartet das Kreuz, Gott leidet lieber an der Dunkelheit, als den "Dunkelmännern" eins auszuwischen. "Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun". Zwischen dem Halleluja-Schreien und dem "Kreuzige ihn" lagen zu allen Zeiten nur kleine Schritte. Das Licht hat sich bewährt, die Dunkelheit vom Karfreitag wurde hineintaucht in das österliche Licht der alles überwindenden Liebe Gottes.

Mache dich auf und werde licht! Trage die gute Botschaft Gottes in die Welt: "Euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr in der Stadt Davids!" Dieses Licht will dort hineingetragen werden, wo du lebst, wo Konflikte und Enttäuschungen sind, wo Schmerzen und Resignation herrschen, wo Gleichgültigkeit und Rücksichtslosigkeit Leben stören und zerstören können.

Es geht in diesen Tagen nicht um das Licht der weihnachtlich geschmückten Geschäftsstraßen und Wohnzimmer. Es geht um das Licht Gottes, das in meiner Welt willkommen sein will. "Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis", sagt später dieses Krippenkind. Kerzen entzünden ist die eine Sache der Weihnachtszeit. Aber was trägt es aus, wenn das Leben selbst dunkel bleibt und mit sich selbst beschäftigt ist?

Fritz Baarlink, Veldhausen

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Im Strom der Zeit:

Die Zukunft der Evangelisch-altreformierten Kirche (III)

Teil 1 und 2 des Vortrags, den Prof. Dr. Heinrich Baarlink am 27. Februar 2001 in einer Gemeindeversammlung in Emlichheim gehalten hat, beschäftigten sich mit der Zukunft der Kirche aus soziologischer und theologischer Sicht. Was Soziologen beobachten und vorhersagen, kann uns nicht gleichgültig sein. Zugleich gilt, dass das Wirken des Geistes Gottes nicht zu berechnen ist. Jede Kirche ist eine Spur der Wirksamkeit Gottes in der Welt. Diese Spuren ergeben sich, wo Menschen sich von der Botschaft Gottes leiten lassen und Gottes Herrschaft bekennen. Die eine christliche Kirche wird konkret in Gemeinden vor Ort, in allen Ländern der Erde. Teil 3 des Vortrags, für den Druck vom Referenten geringfügig verändert. JA

Um ein wenig konkreter auf die Lage unserer regional begrenzten Evangelisch-altreformierten Kirche einzugehen, möchte ich drei Leitsätze aufstellen.

1. Die Zukunft unserer Kirche liegt ohne jeglichen Zweifel in der Ökumene.

Wir legen bekanntlich Wert darauf, dass das Apostolische Glaubensbekenntnis lautet: Ich glaube eine heilige, allgemeine, christliche Kirche. Dafür gibt es keinerlei Alternative; da gibt es auch keinen Weg zurück in die Isolierung. Als vor ein paar Jahrzehnten die Frage aufkam, ob unsere Kirche sich der Ökumenischen Bewegung und Organisation anschließen sollte, hatten viele Angst, das würde die Konturen verwischen, alles relativieren und alle Besonderheiten einebnen. Viele sahen in ihr eine Bedrohung des Bekenntnisses und seiner Handhabung.

Heute ist es - so sehe ich es, und so sehen es wohl die meisten - eher umgekehrt. Im ökumenischen Gespräch und gerade dort werden wir des Schatzes unseres Bekenntnisses froh; gerade im ökumenischen Miteinander, wo wir lernen, die eigene Kirche etwas selbstkritischer zu betrachten, werden wir dankbar für das, was Gott uns in der Geschichte unserer Kirche geschenkt hat. Es ist ja seine Kirche; und in jeder Kirche kommen bestimmte Gnadengaben zu ihrem Recht, bestimmte, aber nicht alle.

Es gibt keinen einzigen Garten, in dem alle Blumen gedeihen. Darum wollen wir uns auch neidlos freuen, wenn wir sehen, was Gott in anderen Kirchen an Gnadengaben geschenkt und zum Aufblühen gebracht hat. Das kann die Herrnhuter Brüdergemeinde sein; das kann die reformierte oder lutherische Kirche sein; das kann in anderen Fällen die Baptistenkirche sein oder selbst irgend eine Gemeinschaft, die wir eher Sekte zu nennen gewohnt sind. Auch in der römisch-katholischen Kirche entdecken wir plötzlich Schönes und Wahres, über das wir uns freuen können. Wenn Ökumene Gleichschaltung und Einebnung der Unterschiede bedeuten würde, würden wir damit zugleich die verschiedenen Gnadengaben Gottes platt walzen.

2. Es ist für mich sehr die Frage, ob die Zukunft unserer Kirche in derselben Anbindung an die Kirchen in den Niederlanden liegen wird wie in der Vergangenheit.

Wir können für diese Anbindung, die seit 1923 ausdrücklich immer eine vorläufige gewesen ist, dankbar sein. Dort fanden wir eine vergleichbare geistliche Lage vor wie bei uns, denselben Streit um die Geltung des Bekenntnisses und dieselbe Entwicklung urreformierter Grundsätze der Kirchenordnung. Diese Anbindung hat uns vor einer Isolierung bewahrt, die bei der regionalen Kleinheit unserer Kirche leicht zu Erstarrung geführt hätte. Durch die Gemeinschaft mit den Kirchen der Niederlande haben wir an weltweiter Verantwortung und an dem Ringen um Klarheit über stets neue Fragen teilzunehmen gelernt. Auch für die theologische Ausbildung unserer Prediger und für die theologische Ausrichtung unserer Gemeinden hat sich das durchaus bezahlt gemacht.

Aber was für die Vergangenheit gegolten hat, muss damit noch nicht gleich auch für die Zukunft gelten. Inzwischen haben sich die Dinge in Holland, auch in den Gereformeerde Kerken geändert, und sie sind im Augenblick nicht mehr wie in früheren Tagen ohne weiteres als Hort und Garant des reformierten Bekenntnisses zu betrachten. Das ist bitter, aber wahr. Ich sage das nicht aus einer pessimistischen Sicht heraus. Die Kirche muss das durchstehen, und sie wird es auch durchstehen! Es muss und wird ein neues Ringen um das Bekenntnis stattfinden; und ich sage ausdrücklich, dass gute Ansätze dafür auch durchaus da sind. Das gilt für die synodale Ebene, aber auch für die theologischen Fakultäten. Man weiß inzwischen, wie viel Schaden durch bekenntniswidrige Lehre angerichtet worden ist. Übrigens möchte ich in diesem Zusammenhang auch darauf hinweisen, dass das Zusammengehen mit der Hervormde Kerk auch eine große Chance darstellt, denn ausgerechnet von ihr, die seit beinahe 200 Jahren einen freisinnigen Flügel kennt, kommt ein sehr bewusster und deutlicher Drang in Richtung der Hochschätzung des reformierten Bekenntnisses. Die meisten hervormden Gemeinden sind bewusst bekenntnistreu und haben dafür selbst eine Vereinigung (Gereformeerde Bond); andere Gemeinden, die sich ebenfalls (offiziell) konfessionell nennen, stören sich nur an der konservativen, oft sehr konservativen Haltung der erstgenannten.

Aber auch in unserem Lande haben sich die kirchlichen Verhältnisse in manch einer Hinsicht gewandelt. Ich nenne das geschwisterliche Miteinander mit der Reformierten Kirche, mit seinem ständigen Ausschuss, mit den mitarbeitenden Gastvertretern, die hin und her ernannt und entsandt werden, mit verschiedenen Ausschüssen bis hin zu dem der Kirchenvisitatoren, in denen auch Vertreter der je anderen Kirche mitarbeiten, und mit den vielfältigen örtlichen Formen der Zusammenarbeit. Die Zeit, in der übereinander und nicht miteinander gesprochen wurde, ist endgültig und längst vorbei. Und das geschwisterliche Miteinander ist weiter ausbaufähig.

Bezeichnend für dieses Miteinander ist nun aber, dass dabei nicht Verschmelzung, sondern gegenseitige Bereicherung das Nahziel ist. Wir respektieren bei dem anderen die Spuren des Wirkens des Wortes und Geistes Gottes und die konkreten Formen, die dieses Wirken angenommen und hinterlassen hat. Wir können einander mit den uns geschenkten Gaben dienen, übrigens auch mit unseren kritischen Anfragen, vielleicht sogar von Fall zu Fall mit der Antwort: Nein, so nicht. Auch das sind wir einander schuldig. Ich erinnere mich an einen Vortrag, den ich vor nunmehr 13 Jahren im Kloster Frenswegen gehalten und in dem ich kritisch nach der Lernfähigkeit und Lernwilligkeit der Kirchen gefragt habe. Im Zusammenhang mit der gegenseitigen ökumenischen Verpflichtung habe ich da wörtlich gesagt: "Wenn wir die Kirche, in der jeder von uns lebt, nicht als unsere Kirche betrachten, sondern als Kirche Jesu Christi, dürfen wir nie mehr sagen, dass sich der jeweils andere nicht in unsere inneren Angelegenheiten einzumischen habe." Wir brauchen schon keine Angst zu haben, dass wir als Raubtiere übereinander herfallen. In der Ökumene wird jeder bescheiden; aber in der Ökumene bekommt jeder auch die Freimütigkeit geschenkt, ohne Skrupel Dinge zur Sprache zu bringen, die ihm von der Bibel her wichtig sind.

3. Aus dieser dort wie hier veränderten Lage ergibt sich, dass die Altreformierte Kirche offen sein muss oder offen sein darf auf die Zukunft hin, die ja Gottes Zukunft mit uns ist.

Es wächst eine neue Generation heran, die noch weit weniger als die meinige von der Vergangenheit geprägt ist und der überkommene Strukturen als solche nicht viel bedeuten. Was unsere Verbindung zu den Kirchen in den Niederlanden in der Vergangenheit betrifft, haben nur noch wenige ein Gespür dafür. Dafür sind auch die sprachlichen Entwicklungen rapide weitergegangen. Selbst wer in der Grafschaft noch einen holländischen Pass hat, muss oft schon bei der Volkshochschule einen Kurs Niederländisch belegen, um sich ein wenig verständlich machen zu können. Wer heute selbst im dörflichen Bereich mit seinen heranwachsenden Kindern nur noch Hochdeutsch spricht, muss sich nicht wundern, dass die Jahrhunderte alte Nähe zur holländischen Sprache dadurch abgebrochen wird.

4. Was mir selbst vorschwebt?

Das ist wahrscheinlich gar nicht all zu interessant; schließlich bin ich ein 73 (inzwischen 74) Jahre alter Pensionär, auch wenn ich theologisch und kirchlich in vielerlei Hinsicht die aktive Mitarbeit noch nicht aufgegeben habe. Die historischen Verbindungen zu den durch das reformierte Bekenntnis geprägten und diesem Bekenntnis verpflichteten Kirchen in den Niederlanden sollten auf zeitgemäße Weise weiter gepflegt werden; doch sehe ich auch Dauer keinen Sinn darin, Teil einer Vereinigten Kirche in den Niederlanden zu sein. Sie sollten weiterhin als Schwesterkirchen mit besonderer durch die Geschichte bedingter Nähe und Verbindung gelten. Die reformierte Ökumene ist weder innereuropäisch noch weltweit ohne die Kirchen in den Niederlanden und die in ihr gepflegte Theologie zu denken.

Mir schwebt eine Selbständigkeit der Altreformierten Kirche in dem Sinne vor, dass sie fest verankerte Verbindungen sowohl zu den reformierten Kirchen in den Niederlanden als zu denen in Deutschland hat. Diese müsste kirchenrechtlich so abgesichert und konkretisiert werden, dass sie neben den durch die Gemeinden entsandten Mitgliedern auch kooptierte oder von anderen Kirchen entsandte Mitglieder der Synode kennt, einerseits aus den Kirchen der Niederlande, andererseits aus den Reformierten Kirchen in Deutschland, die dem Reformierten Bund angehören. Nur so könnte gewährleistet werden, dass die Entwicklung unserer Kirche nicht in die Isolierung und das heißt zugleich in die Abwanderung junger Glieder führt und dass sie zugleich den brüderlichen oder schwesterlichen Dienst der uns umringenden Kirchen des reformierten Bekenntnisses dankbar in Anspruch nimmt.

Als Körperschaft des öffentlichen Rechtes hätten wir auch die Möglichkeit, nach geltendem Recht einen eigenen theologischen Prüfungsausschuss zu bilden, in dem Hochschullehrer reformierten Bekenntnisses diesseits und jenseits der Grenze mitarbeiten, die dieses Bekenntnis für sich selbst theologisch wie kirchlich ernst nehmen und lieb haben.

5. Wie lange die Evangelisch-altreformierte Kirche als selbständige Kirche weiter existieren wird, darüber lässt sich nur spekulieren.

Entscheiden müssen darüber sowieso unsere Enkel. Wer bekenntnismäßig und zugleich ökumenisch denkt, lebt und mitarbeitet, der darf sich nicht mit der Hoffnung zufrieden geben, dass dieser Name noch am Jüngsten Tage besteht. Nicht unser Name steht im Apostolischen Glaubensbekenntnis, sondern der der heiligen, allgemeinen, christlichen Kirche. Welche weiteren Namen sie am Jüngsten Tage haben wird, soll unsere Sorge nicht sein.

Lasst mich mit einem fröhlichen Gedanken an die Kirche schließen, die aus der Missionsarbeit auch unserer Kirchen entstanden ist, ich meine die Kirche von Sumba. Sie heißt nicht Altreformierte Kirche, sie heißt auch nicht Reformierte Kirche, sie heißt nicht einmal Evangelische Kirche, sondern ganz schlicht: Gereja Kristen Sumba, Christliche Kirche auf Sumba.

Heinrich Baarlink, Nordhorn

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Jesus, der Sohn von Maryam

Zu Weihnachten gedenken alle Kirchen der Geburt Jesu. Matthäus und Lukas berichten auf je eigene Weise darüber. Dieses Geschehen ist für Christen der Anfang einer neuen Periode: es ist der Anfang des Christentums.

Im Koran, dem heiligen Buch der Muslime, hat Jesus einen besonderen Platz. Der Koran nennt Jesus mit großem Respekt. Im Arabischen heißt Jesus "Isa". Als Prophet und Gesandter Gottes hat er - lange vor Mohammed - die Barmherzigkeit, den Willen und das Gericht Gottes verkündigt. In verschiedenen Versen des Koran zeigt sich die Besonderheit Jesu: Gott hat ihn gesegnet (19,31) und Jesus ist einer von denen, die Gott nahe sind (3,45).

Tochter

Die Geburt Jesu ist im NT nur kurz beschrieben. Der Koran geht ausführlich darauf ein. Er beschreibt zwei Kapitel lang die Ankündigung der Geburt Jesu. Maria (Maryam) kommt ausführlich vor. Sie ist die einzige Frau, die mit Namen genannt wird. Schon bei ihrer Geburt ist deutlich, sie wird eine besondere Frau werden. Ihre Mutter Anna habe gelobt, wenn sie ein Kind bekomme, werde sie es Gott zurück geben. Die Überraschung war groß, als sie eine Tochter bekam. "Mein Herr, ich habe ein Mädchen bekommen". Das Kind wächst auf bei Zakarijja. Als sie erwachsen ist, empfängt sie ein Botschaft:

"Da sandten wir Unseren Geist zu ihr und er kam als ein schöner Mensch" und der Engel (?) sagt: "Ich bin der Gesandte deines Herrn, um dir einen reinen Sohn zu schenken." Sie sagt: "Wie soll ich einen reinen Sohn bekommen, wo doch kein Mensch mich berührt hat; ich bin keine Unkeusche." (19,17 und 19). Der Engel erzählt ihr, dies sei für Gott kein Problem.

In Sure (Kapitel) 3 findet sich die Geburt. Dort sagt der Engel: "O Maryam, Gott verkündet dir Sein Wort, dessen Name der Masieh, Isa, den Sohn der Maryam. Er wird in diesem und im kommenden Leben hohes Ansehen genießen und zu denen gehören, die [Gott] nahe sind."

In dieser Ankündigung bekommt das Kind verschiedene Namen. In erster Linie wird er "ein Wort Gottes" genannt. Ein muslimischer Ausleger schreibt: Es ist nicht "das Wort Gottes", damit es nicht von den Christen vereinnahmt werden kann.

Sein zweiter Name ist "Masieh". Der Koran legt diesen Namen nicht aus, aber mit der Zeit fanden sich viele Erklärungen. Im Arabischen bedeutet dieses Wort "er, der gesegnet ist" oder "Quelle des Segens". Klar ist wohl, die islamische Erklärung und Auslegung ist eine andere als die christliche.

Der dritte Name, der hier genannt wird, ist "Isa", das arabische Wort für Jesus.

Diener Gottes

Maria ist auch im Koran bei der Geburt Jesu noch Jungfrau. Familienmitglieder sprechen sie auf ihr Unverheiratetsein an, aber der Koran betont und verteidigt die "Ehrbarkeit" Marias. Er weist jeden unkeuschen Gedanken zurück. Schon als Kind in der Wiege spricht Jesus hier (eines seiner Wunder), um Maria zu beschützen und zu sagen, wer er ist: "Ich bin Gottes Diener. Er hat mir das Buch gegeben und mich zum Propheten gemacht. Er hat mir lebenslang den "Salaat" und den "Zakaat" auferlegt, damit ich meiner Mutter treu bin, und er hat mich nicht zum Gewalttäter gemacht (19,30-32). Hier sagt Jesus, wer er sein wird: Ein Diener Gottes, ein von Gott abhängiger Mensch. Jesus hat das Buch bekommen.

Andere Stellen im Koran sagen ausdrücklich, die Thora, die Psalmen, die Weisheitsbücher und die Indjiel (Evangelien) sind den Juden und den Christen gegeben. Jesus ist ein Botschafter Gottes, der auch seinen Pflichten nachkommen wird, wie z.B. das rituelle Gebet und die Gaben für die Armen. Dabei wird er seiner Mutter treu sein. Jesus wird hier in einen islamischen Rahmen gestellt. Über ihn ist im Koran noch mehr geschrieben. Die heiklen Punkte, dass er Gottes Sohn ist und am Kreuz gestorben ist, können hier jetzt nicht ausgeführt werden. Im Gespräch zwischen Muslimen und Christen ist Jesus zu oft zum Streitpunkt geworden. Es gibt Unterschiede, die man auch nennen muss, aber nicht in einem dogmatischen Ton. Jesus ist nicht Eigentum einer Religion. Er kam, um uns zu dienen und zu zeigen, wer Gott ist.

Josien Folbert in kerkinformatie, Jan. 2000
Die Autorin ist im RDC Utrecht tätig.
Übersetzung GJB

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Weihnachtsbotschaft 2001

Dr. Konrad Raiser
Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen

Wir leben in einer gnadenlosen Zeit. Immer mehr Menschen fühlen sich gefangen. Zeit und Geld haben ihre gnadenlose Herrschaft über uns aufgerichtet. Das Geheimnis ihrer Macht ist Knappheit. Zeit ist Geld - so wird gesagt. Aber die, welche eine Menge Geld besitzen, haben nie Zeit, und die Armen haben vielleicht Zeit, aber kein Geld. Weil sie jedoch Geld zum Leben brauchen, leihen sie es sich. Und dann geraten sie unter die gnadenlose Herrschaft der Verschuldung.

Es wird gesagt, in einer Welt der Knappheit sei Wettbewerb der beste Weg, um Leistung zu erbringen. Wettbewerb folgt der gnadenlosen Regel von Gewinnen und Verlieren. Weil Zeit und Geld knapp sind, gewinnen die, welche schneller sind und billiger anbieten können. Die zu Langsamen oder die, welche wenig anbieten können, scheiden aus dem Rennen aus; sie werden ausgeschlossen. In einer Welt der Knappheit gibt es wenig Schutz für sie.

Alles, was unter die Herrschaft des Geldes gerät, wird knapp. Wenn auch Macht und sogar Gerechtigkeit gekauft werden können, bleibt für die Armen wenig übrig. Auch hier gibt es nur Gewinner und Verlierer.

Unter der Herrschaft des Geldes erscheint selbst der Ruf nach Gerechtigkeit als Kostenfaktor. Um auf der Seite der Gewinner zu bleiben vermeiden die Mächtigen eine Entschuldigung für begangenes Unrecht aus Angst vor Ansprüchen auf finanzielle Entschädigung.

Und die, welche nichts mehr zu verlieren haben? Im Extremfall greifen manche unter ihnen zur Gewalt. Sie wollen auf sich aufmerksam machen und ihre Rechte bekräftigen - und sie provozieren doch nur gnadenlose Vergeltung.

Dieser Welt gilt die Botschaft: "Es ist erschienen die heilsame Gnade Gottes allen Menschen" (Titus 2,11). Diesen Gott nennt Mose "barmherzig und gnädig und geduldig und von großer Güte" (Ex. 34,6). Und der Psalmist betet: "Er handelt nicht mit uns nach unseren Sünden und vergilt uns nicht nach unserer Missetat" (Psalm 103,10). Gott kam in unsere Welt und wohnte unter uns, um uns zu befreien aus der gnadenlosen Herrschaft des Gewinnens und Verlierens, von dem Zwang der Konkurrenz und der Knappheit.

Denn dies ist die Botschaft von Weihnachten: "Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater voller Gnade und Wahrheit. Und von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade" (Joh. 1,14u.16).

Unsere Welt wird nicht gerettet werden durch verschärfte Konkurrenz unter Knappheitsbedingungen, sondern durch Gnade und Barmherzigkeit. Die Gnade Gottes, in der uns Gott selbst begegnet, hat in Jesus Christus menschliche Gestalt angenommen. Gottes Gnade durchbricht die Bedingungen der Knappheit und führt heraus aus dem gnadenlosen Zwang zur Vergeltung. Gott handelt nicht mit uns nach Leistung, Vermögen oder Macht. Gott gibt und vergibt großzügig ohne Rücksicht auf die Kosten und schenkt "Leben und volle Genüge" (Joh.10,10) besonders denen, die in unserer gnadenlosen Welt die Verlierer sind.

Auch in diesem Jahr dürfen wir zu Weihnachten aus seiner Fülle nehmen "Gnade um Gnade".

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Das Weihnachtsgeheimnis

Wenn Gott in uns ist
und wenn Er die Liebe ist,
so kann es nicht anders sein,
als dass wir die Brüder und Schwestern lieben.
Darum ist unsere Menschenliebe
das Maß unserer Gottesliebe.
Aber es ist eine andere
als die natürliche Menschenliebe.
Die natürliche Liebe gilt diesem oder jenem,
der uns durch Bande des Blutes verbunden
oder durch Verwandtschaft des Charakters
oder gemeinsame Interessen nahe steht.
Die anderen sind "Fremde", die einen "nichts angehen",
einem eventuell sogar durch ihr Wesen widerwärtig sind,
so dass man sie sich möglichst weit vom Leibe hält.
Für den Christen gibt es keine "fremden Menschen".
Der ist jeweils der "Nächste",
den wir vor uns haben
und der unser am meisten bedarf;
gleichgültig, ob er verwandt ist oder nicht,
ob wir ihn "mögen" oder nicht,
ob er der Hilfe "moralisch würdig" ist oder nicht.
Die Liebe Christi kennt keine Grenzen.

Edith Stein
aus: Schakel-Kontakt Dez. 01, S. 9
(Gemeindebrief der NL Kirche in D)

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Brot für die Welt

I. Allgemeine Spenden für die 42. Aktion 2000/2001

Eingangsdatum, Gemeinde, Spende(r),Betrag/DM

11.05.00, Nordhorn, Spende, 100,00
16.05.00, Bunde, Spende, 100,00
02.06.00, Emlichheim, Spende als Kollektennachtrag, 60,00
20.07.00, Veldhausen, Kollekten für Juni & Juli , 4.355,87
08.08.00, Nordhorn, Samml. Konfi-Gruppen 5&6für: Katastrophenhilfe, 163,92
12.10.00, Veldhausen, Kollekten für Aug. & Sept., 4.337,73
19.10.00, Nordhorn, Kollekte, 7.543,97
25.10.00, Bentheim, Spende, 20,00
15.11.00, Nordhorn, Nachtrag zur Kollekte, 1.000,00
20.11.00, Veldhausen, Kollekte, 2.632,93
06.12.00, Nordhorn, Spende, 5.000,00
19.12.00, Veldhausen, Kollekte und Spende (200,-), 3.097,47
22.12.00, Bunde, Spende, 300,00
22.12.00, Bunde, Sammlung Buß- u. Bettag, 269,56
27.12.00, Bentheim, Koll. anl. ökum. Gottesdienst, 230,01
28.12.00, Laar, Kollekte, 10.946,12
29.12.00, Bunde, Spende, 50,00
29.12.00, Campen, Weihnachtskollekte, 3.579,75
29.12.00, Bunde, Weihnachtskollekte, 7.211,84
29.12.00, Wilsum, Weihnachtskollekte, 7.303,22
02.01.01, Neermoor,, Weihnachtskollekte, 599,80
02.01.01, Neermoor, Weihnachtskollekte, Projekt 9801-003, 599,80
02.01.01, Ihrhove, Weihnachtskollekte, Projekt 9806-006, 3.280,00
02.01.01, Ihrhove, Weihnachtskollekte, 3.280,00
02.01.01, Uelsen, Weihnachtskollekte, 8.117,23
03.01.01, Campen, Weihnachtskollekte, Rest, 132,00
09.01.01, Neermoor, Spende, 100,00
11.01.01, Nordhorn, Kollekte, 21.772,54
15.01.01, Bunde, Spende, 270,00
15.01.01, Bunde, Brot statt Böller, 379,22
16.01.01, Emden, Kollekten, 2.253,62
22.01.01, Hoogstede, Kollekte, 8.273,76
23.01.01, Bentheim, Weihnachtsbaum-Sammelaktion, 5.252,95
23.01.01, Emlichheim, Weihnachtskollekte, 41.250,55
23.01.01, Bentheim, Weihnachtskollekte, 46.322,49
29.01.01, Uelsen, Kollekte Brot statt Böller , 2.070,56
01.02.01, Nordhorn, Spende, 300,00
01.02.01, Nordhorn, Nachtrag zur Weihnachtskollekte, 500,00
14.02.01, Wuppertal, Kollekte, 2.979,32
01.03.01, Laar, Sammlung, 463,92
02.03.01, Uelsen, Türkollekte, 927,07
16.03.01, Bunde, Spenden, 237,00
21.03.01, Veldhausen, Spenden, 600,00
21.03.01, Veldhausen, Kollekte Brot statt Böller, 3.903,85
27.03.01, Bentheim, Nachtrag: Weihnachtsbaumaktion , 92,00
11.04.01, Laar, Koll. Passionsgottesdienste, 1.171,57
24.04.01, Wilsum, Spende , 50,00
Zwischensumme: 213.481,64 DM

II. Katastrophenhilfe und Sondergaben

Eingangsdatum, Gemeinde, Spende(r), Betrag/DM

03.05.00, Laar, Spende: Flutkatastrophe Mosambik, 900,00
10.05.00, Laar, Kollekte: Hungersnot Äthiopien, 5.640,26
11.05.00, Nordhorn, Spende: Flutkatastrophe Mosambik, 200,00
11.05.00, Nordhorn, Hungersnot in Äthiopien, 300,00
11.05.00, Emlichheim, Samml. Goldene Hochzeit für Äthiopien, 554,62
11.05.00, Emlichheim, Spende für Äthiopien, 50,00
12.05.00, Uelsen, Samml. 40j. Ehejubiläum für Äthiopien, 245,88
17.05.00, Hoogstede, Kollekte Passionsgottesd.: Flutkatastr. Mosambik, 207,19
19.05.00, Wilsum, Spenden für: Hilfe für Äthiopien, 1.050,00
25.05.00, Uelsen, Spenden für Hochwasseropfer in Mosambik, 200,00
30.05.00, Veldhausen, 2 Gaben für Mosambik, 150,00
30.05.00, Veldhausen, Kollekte für Hungerkatastrophe Äthiopien, 5.657,61
31.05.00, Bentheim, Spende für Hunger in Afrika, 100,00
31.05.00, Bentheim, Spende für Äthiopien, 500,00
31.05.00, Bentheim, Samml. Hochzeit für Hochwasser Mosambik, 964,17
31.05.00, Bentheim, Kollekte für Hochwasser Mosambik, 3.946,71
06.06.00, Bentheim, Spende für Hochwasser Mosambik, 300,00
06.07.00, Wilsum, Spende für Hungerhilfe Äthiopien , 752,50
27.07.00, Campen, Kollekte für Hungerhilfe, 855,40
27.07.00, Campen, Kollekte für Hochwasser Mosambik, 1.058,30
08.08.00, Nordhorn, Samml. Konfi.-Gruppe 7 für Mosambik, 97,46
25.08.00, Bentheim, Kollekte für Nes Amim/Israel, 1.264,20
31.10.00, Hoogstede, Kollekte für Hungerhilfe Afrika, 2.551,85
21.11.00, Emlichheim, 1/3 Erntedenkkollekte: Not in Äthiopien, 12.250,50
22.12.00, Emlichheim, Nachtrag Erntedankkollekte Athiopien, 333,34
23.01.01, Bentheim, Klingelbeutelgelder IV/00 Hungerhilfe Afrika, 6.354,57
05.02.01, Bunde, Kollekte für Erdbeben El Salvador u. Indien , 3.000,00
23.02.01, Bentheim, Kollekte für Erdbeben El Salvador u. Indien, 2.543,70
13.02.01, Laar, Kollekte für Erdbeben Indien, 7.217,42
26.02.01, Bentheim, Kollekte für Erdbeben Indien, 9.1321,20
27.02.01, Wilsum, Kollekte für Erdbeben Indien, 4.028,01
28.02.01, Nordhorn, Kollekte für Erdbeben Indien, 8.461,28
02.03.01, Uelsen, 2 Kollekten für Erdbeben Indien, 5.194,35
05.03.01, Neermoor, Kollekte für Erdbeben Indien, 584,90
05.03.01, Uelsen, Kollekte für Erdbeben El Salvador, 3.422,04
05.03.01, Emlichheim, Kollekte für Leprahilfe, 1.604,58
05.03.01, Ihrhove, Kollekte für Erdbeben Indien, 2.547,10
08.03.01, Emlichheim, Kollekte Beerdigung für Erdbeben Indien, 977,74
08.03.01, Emlichheim, Kollekte für Erdbeben Indien, 22.981,00
13.03.01, Nordhorn, Kollekte Hochzeit für Erdbeben Indien, 1.006,00
13.03.01, Nordhorn, Nachtrag Kollekte für Erdbeben Indien, 1.200,00
08.03.01, Emlichheim, Gaben für Erdbeben El Salvador, 250,00
20.03.01, Wilsum, Gaben für Erdbeben Indien, 500,00
21.03.01, Veldhausen, Kollekte für Erdbeben Indien, 4.485,04
21.03.01, Veldhausen, Kollekte für Erdbeben Indien, 1.408,95
21.03.01, Veldhausen, Kollekte für Erdbeben El Salvador, 2.869,62
27.03.01, Emlichheim, Kollekte Hochzeit für Erdbeben Indien, 1.547,58
30.04.01, Campen, Kollekte für Erdbeben in El Salvador u. Indien, 961,20
Zwischensumme: 132.407,27 DM

Gesamtsumme o. a. Spenden I. und 11.: 345.888,91 DM

Das Gesamtaufkommen der 42. Aktion "Brot für die Welt" aller angeschlossenen Kirchen betrug im Abrechnungszeitraum vom 1.5.2000 bis 30.4.2001 DM 119.784.262,34 (Vorjahr rd. 129 Mio. DM). Daran waren unsere Gemeinden mit dem Anteil in Höhe von DM 345.888291 beteiligt (Vorjahr DM 522.530,91). Wir danken allen Spenderinnen und Spendern auch wieder für das diesjährige gute Gesamtergebnis und bitten, ebenfalls die neue laufende Spendenaktion zu unterstützen.

Bankkonto-Nr.: 2 050573 (BLZ 285 500 00) Sparkasse Leer, Zw.: Bunde.

Bunde, den 24.11.2001

i.A.: Diedrich Kolthoff

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Herzlichen Glückwunsch

Dienstjubiläum Pastor Heikens

Am 12.12.1976 führte Eko Alberts seinen Nachfolger Habbo Heikens als Pastor in die altreformierte Gemeinde Laar ein. In seiner dritten Gemeinde Emlichheim konnte Heikens jetzt am 12.12.01 sein 25-jähriges Dienstjubiläum begehen. Der Grenzbote und seine Leser freuen sich mit und wünschen für die Zukunft Gottes Gnade und Geleit.

Geboren in Emden am 27.10.1950 und aufgewachsen in Campen in Ostfriesland, besuchte Heikens 1961 bis 1970 das heutige Johannes Althusius Gymnasium in Emden. Er studierte bis 1976 Theologie in Kampen in den Niederlanden. In seiner Abschlussarbeit behandelte er die "Ziele des kirchlichen Unterrichts". 1981 wechselte er von Laar nach Bunde, 1990 nach Emlichheim. Habbo Heikens und seiner Ehefrau Renate geb. de Witt wurden drei Söhne geschenkt.

In seinem ersten Dienstjahr wurde Heikens anstelle von Eko Alberts Vorsitzender des Jugendbundes (1977-1981), im zweiten Dienstjahr übernahm er die Schriftleitung des Jugendboten (1978-1984), fünf Jahre später die des Grenzboten (1989-1995). In seinem zehnten Dienstjahr vertrat er die Altreformierten auf der Generalsynode Almere (1987/88) und wenig später in Mijdrecht (1991/92).

Von Bunde aus verrichtete er vier Jahre lang vom Sept. 1980 bis zum Mai 1985 Vakanzdienste in Ihrhove. In verschiedenen inner- und überkirchlichen Ausschüssen der altreformierten Synode brachte er sich ein: Ethischer Ausschuss (1978-88), Betreuung der Theologie Studierenden (1977-86), Kirchemusik (1980-85), Gesangbuchausschuss West (Stammteil und landeskirchlicher Liederteil EG) (1985-1995), Ökumene- und Gemeinsamer Ausschuss(1988-2000).

Heute ist Pastor Heikens tätig in den beiden Theologieausschüssen der reformierten und der altreformierten Synode und der synodalen Verfassungskommission. Er gehört zum Vorstand der ACK (Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen) Grafschaft Bentheim, war von 1994 bis 2000 Vorsitzender der Synode und ist im Herbst 2001 für die nächsten drei Jahre zum Vorsitzenden des Synodalverbandes Grafschaft Bentheim gewählt worden.

In Emlichheim wurde das Jubiläum am Mittwoch, dem 12.12.01 gefeiert mit Empfang der Gemeinde, Beitrag des Singkreises, Grußworten der Kirchenräte der Gemeinden Emlichheim, Laar und Bunde sowie der Jugendvereine und einer Andacht von Pastor Friedhelm Schrader, der seit 1996 Heikens' Kollege in Emlichheim ist.

Die Evangelisch-altreformierte Kirche in Niedersachsen hat Pastor Heikens mit seiner ruhigen und besonnen Art viel zu verdanken. Im Namen aller Grenzbotenleser sei ihm an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für alle Mühe und Arbeit ausgesprochen! Wir hoffen, dass er auch in Zukunft Zeit und Kraft findet, den Grenzboten mit seinen Beiträgen zu unterstützen. Möge Gottes Segen ihn im beruflichen und privaten Bereich begleiten und ihm viel Freude und Kraft für die Zukunft schenken.

Gerrit Jan Beuker, Hoogstede

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Albert Arends mehr als 50 Jahre Organist

Die »Laufbahn«

Mit 13 Jahren schon spielte Albert Arends 1948 in einem Gottesdienst die Orgel. Beim Zwischengesang einer Predigt begleitete er die Gemeinde zu Psalm 118. Zunächst sollten sporadische Einsätze »hinter der Orgel« in Laar folgen. Das Orgelspielen hatte Arends, wie viele in Laar, beim Orgellehrer Drees gelernt. Während seines Studiums in Osnabrück nahm er auch dort Orgelunterricht.

Als das Ehepaar Arends 1961 nach Wilsum zog, wo er eine Stelle als Lehrer angenommen hatte, diente Albert Arends der Wilsumer Gemeinde mit dem Orgelspielen. Bei Gottesdiensten zu besonderen Anlässen war er zur Stelle und dieses Engagement weitete sich stetig auf die übrigen Gottesdienste aus.

Auch die Rückkehr nach Laar 1967 tat seinem Orgeldienst keinen Abbruch. Im Gegenteil: Die Gemeinde Laar durfte seitdem auf Albert Arends als Organist bauen. Ein Organist, der das Orgelspielen als Dienst an die Gemeinde versteht.

»Orgelspielen als Dienst«

Sein Spielen hat sich ganz und gar auf das Begleiten des Gemeindegesanges konzentriert. Der Gemeindegesang soll durch das Spielen der Orgel stimuliert werden und seine ganz besondere Note im Gottesdienst erhalten.

Daher ist es Albert Arends auch wichtig, dass er während des Spielens nicht nur die Noten im Auge hat, sondern auch den Text des Liedes, das gesungen wird. So manches Mal bekommt ein Lied durch sein Spielen der Orgel eine neue Aussagekraft.

Albert Arends, ein Organist, der sich intensiv auch inhaltlich auf den Gottesdienst vorbereitet, den er begleitet, weiß um die Abhängigkeit seines Spielens vom Wort und vom Gemeindegesang. Voller Dankbarkeit blickt er auf die vielen Jahre seines Orgeldienstes zurück, die ihn aber auch immer wieder motiviert haben, selbstkritisch sein Orgelspielen zu betrachten.

So möchte sich die Ev.-altref. Kirchengemeinde Laar auch auf diesem Wege für den unermüdlichen Einsatz von Br. Arends für den Orgeldienst auch außerhalb der Gottesdienste herzlich bedanken und wünscht sich, dass sie noch lange auf diesen selbstlosen Dienst bauen darf!

Gerold Klompmaker, Laar

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Schriftleiterwechsel

Diese Grenzboten-Nummer ist die letzte Ausgabe unter der Verantwortung der bisherigen Redaktion. Sechs Jahre haben wir zu dritt die Herausforderung auf uns genommen, vierzehntägig eine Grenzboten-Nummer herauszugeben. Im Oktober 1995 habe ich die Schriftleitung übernommen, Dr. Gerrit Jan Beuker bekam diese Aufgabe im Herbst 1997 übertragen und wurde wiederum im Oktober 1999 von Jan Alberts abgelöst. Wir danken allen, die uns mit eigenen Beiträgen oder mit konstruktiver Kritik geholfen haben, dem Grenzboten ein äußeres und inhaltliches Gesicht zu geben.

Ab jetzt wird die "neue" Redaktion mit ungemindertem Elan die Arbeit fortsetzen. Die Pastoren Dr. Gerrit Jan Beuker und Jan Alberts haben sich bereit erklärt, trotz vielfältiger Aufgaben innerhalb und außerhalb der je eigenen Gemeinde diesen zeitaufwendigen Dienst weiter auszuführen. Pastor Hermann Teunis (Ihrhove) wird neu im Redaktionsteam mitarbeiten. Auch ihm wünsche ich eine spitze Feder, eine gesunde Aufmerksamkeit für das, was eine Notiz oder Betrachtung wert ist. Die nächste Nummer soll am 13 Januar 2002 erschein. Dr. Gerrit Jan Beuker übernimmt zunächst für die beiden nächsten Jahre die Schriftleitung. Seine Adresse: Bathorner Diek 3, 49846 Hoogstede, Tel. 05944-1581, Fax. 05944-990232, eMail: grenzbote@altreformiert.de.

Fritz Baarlink, Veldhausen

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Wer hat Spaß am Umgang mit Menschen?
Die Evangelisch-altreformierte Gemeinde Uelsen
sucht kontaktfreudige Bewerber für den Küsterdienst.
Küster oder Küsterin gesucht
Der bisherige langjährige Stelleninhaber geht in den
Ruhestand. Der genaue Dienstumfang ist nicht festgelegt,
sondern kann noch verhandelt werden.
Die Gemeinde freut sich auf Ihre Bewerbung.
Bitte wenden Sie sich an
Pastor Dieter Bouws, Tel. 05942 419.

Der Synodeausschuss für Kirche und Theologie
lädt alle Studentinnen und Studenten der Theologie
zu einem Treffen
am Donnerstag, dem 27. Dezember 2001
ins Gemeindehaus der ev.-altreformierten Gemeinde Laar ein.
Beginn: 15.00 Uhr
Willkommen sind auch alle, die sich für das Theologiestudium interessieren.
Für Informationen steht Pastor Gerold Klompmaker,
Hauptstr. 33, 49824 Laar zur Verfügung.
Tel.: 05947-242
e-mail: G.Klompmaker@t-online.de

Was nicht blau ist, das ist bläulich.
Was nicht grün ist, das ist grünlich.
Was nicht Christ ist, das ist christlich!
Vielen ist der oben genannte Unterschied nicht mehr deutlich. Das wirkliche Abenteuer am Glauben geht erloren. Wenn man den Kern des wirklichen Glaubens nicht mehr versteht, dann wird der Glaube langweilig!
Um zu diesem Kern durchzudringen und darüber nachzudenken, laden wir ALLE Interessierte (nicht nur Jugendliche) für
Freitag, den 11. Januar 2002
herzlich zu einem Vortragsabend mit Pastor Werner Gugler ins ev.-altref. Gemeindehaus in Emlichheim ein.
Der Kombi-Vorstand, Emlichheim

Synodalverband Grafschaft Bentheim
Die nächste Versammlung des Synodalverbandes ist für Mittwoch, den 06. März 2002, ab 19.00 Uhr in Laar vorgesehen.
Anträge und Eingaben bitte bis zum 30. Januar 2002 an den Sekretär des Synodalverbandes: Albert Arends, Bree 4, 49824 Laar, eMail: arends@bdt-net.de
i.A. des Kirchenrates der einberufenen Gemeinde Laar
Älteste Jenni Arends, Schriftführerin
Pastor Gerold Klompmaker, Vorsitzender


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