Der Grenzbote

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Ev.-altref. Kirche
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Nr. 25 (21. Dezember 2003):

Euch ist heute der Heiland geboren (Andacht von Roel Visser, Möckmühl-Ruchsen)
Im Strom der Zeit: Generalsynode
Die jüdischen Feste im Kreis des Jahres: Unserem Leben Licht geben: das Chanucca-Fest
Protestantische Kirche in den Niederlanden: Vereinigung beschlossen
Brot für die Welt (Kollekten der 44. Aktion)
Synode der Ev.-altref. Kirche: Beschlussprotokoll der Synode vom 26. November 2003
Der Grenzbote


Euch ist heute der Heiland geboren

Lukas 2,11

Sie kennen diese Worte. An jedem Weihnachtsfest werden sie gelesen. Worte des Engels. Wer wird hier angesprochen? Wer sind diese "Euch"?
"Euch", das sind an erster Stelle die Hirten, raue Leute in der damaligen jüdischen Gesellschaft; nicht sehr beliebt; vielmehr eine Randgruppe.
"Euch", das sind auch Sucher wie die Magier aus dem Osten, die in ihren Büchern lesen, den Stand der Sterne studieren und auf der Suche sind nach Antworten auf die Fragen nach dem Wie und Wo und Was.
"Euch", das sind auch die Sucher von heute, die sich sehnen nach Frieden für ihre Seele und Frieden für diese Welt.
"Euch", das sind auch die Inhaftierten. In der Justizvollzugsanstalt Weiterstadt organisierte ich eine kleine Weihnachtsfeier mit niederländischen Gefangenen. Ich las das Weihnachtsevangelium, die Gefangenen lasen mit. Gemeinsam beteten wir das Unser Vater. Wir waren zu fünft, außer mir vier Inhaftierte: zwei, verführt von dem Gedanken an Geld (und Geld verheißt Glück); einer, der behauptete, unschuldig zu sein, ganz durcheinander, weil er unerwartet und zum ersten Mal im Gefängnis war, und ein Schwerverbrecher, der buchstäblich über Leichen ging und auch im Knast gleich wieder die Fäuste ballte. "Euch ist heute der Heiland geboren."
"Euch", das sind wir, Leserinnen und Leser im Jahre 2003. Die frohe Nachricht hat mit uns zu tun. Der Engel zeigt auf die Hirten - und er zeigt auf uns. Er fragt nicht, wer wir sind. Ob wir etwas davon verstehen oder nicht. Ob wir treu in die Kirche gehen und kräftig für Kirche und gute Zwecke spenden. Ob wir uns genau an die zehn Gebote halten. Er fragt nicht, ob wir wichtig sind oder nur eine Nebenrolle erfüllen; ob wir im Geld baden oder ein Loch mit dem anderen stopfen müssen; ob wir herausragen an Intelligenz oder uns andauernd Minderwertigkeitsgefühle einreden.
Für euch, für uns - wollte Gott nicht nur Gott sein, sondern Mensch werden. Für uns wurde er klein, um uns groß und glücklich zu machen. Er brauchte das nicht für sich selbst, und dennoch tat er es - für uns.
Für euch, für uns, nicht nur für mich, sondern für alle Menschen. Der christliche Glaube befreit mich von Egoismus. Ich gehöre der Gemeinschaft an. Der christliche Glaube durchbricht Grenzen. Ich weiß, ich bin verbunden mit Menschen aus allen Rassen und Sprachen und Nationen, nicht an letzter Stelle mit den Armen, den Hungrigen und Kranken. Gemeinsam beten wir - nein, nicht "mein", sondern "Unser Vater ..."
Weihnachten ist eine Geschichte, die uns widerfährt. Uns ist heute der Heiland geboren. Gesegnete Weihnachten!

Roel Visser, Möckmühl-Ruchsen

Gott hat uns lieb! Diese einfache Wahrheit will
zu Weihnachten unsere Herzen erobern.
Mehr nicht?
Ja, gibt es denn mehr?
Und was kann ich mir dafür kaufen?
Nichts! Aber alles wird uns damit geschenkt!

Reinhard Ellsel

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Im Strom der Zeit

Generalsynode

Vom 20. - 21. November 2003 tagte in Lunteren die Generalsynode der drei "Samen-op-weg"-Kirchen. Bevor die Versammlung am 21. November mit Lied und Gebet zu Ende ging, wurde noch einmal auf den 12. Dezember hingewiesen. Dann tagen die Synoden der drei Kirchen in gesonderten Sitzungen in Utrecht, um über die Kirchenordnung der Protestantischen Kirche in den Niederlanden (PKN) und die Vereinigung der drei Kirchen abzustimmen. Wenn Sie, liebe Leserinnen und Leser, diese Ausgabe des Grenzboten in Händen halten, ist die Entscheidung schon gefallen.

Assoziationsvereinbarung

Am ersten Tag der Generalsynode im November wurde die Assoziationsvereinbarung besprochen, die zukünftig für das Verhältnis zwischen der Ev.-altreformierten Kirche in Niedersachsen (EAK) und der PKN gelten soll. Professor Dr. Leo Koffeman stellte die Vereinbarung vor und wies dabei auf das starke Band zwischen den gereformeerden Kerken und der altreformierten Kirche hin. Namen wie Bavink oder Baarlink stünden dafür Pate. Die Pastoren Fischer, Thon und Heetderks seien Synodale, die aus dieser Kirche stammten. Koffeman betonte die gute Atmosphäre, in der die Diskussion geführt worden sei, an deren Ende dieser Assoziationsvertrag stehe. Mit dem Vertrag sei nicht die Verabschiedung der Altreformierten von der zukünftigen PKN eingeläutet, vielmehr brächten die Altreformierten sich nun auf einer neuen Ebene ein. In einem sich immer näher rückenden Europa stellten sie ein Tor zu den deutschen Kirchen dar.

In der Aussprache fragte man an, inwieweit finanzielle Regelungen mit den Altreformierten geklärt seien und ob die Altreformierten in Deutschland auch mit den Lutheranern Kontakte pflegten. Koffeman wies darauf hin, dass alle Bereiche, die von der altreformierten Kirche genutzt würden, auch finanziell von ihr bedacht werden müssten. Kritisch wurde nachgefragt, warum altreformierte Synodale sich der Stimme enthalten dürften, wenn sie der Ansicht seien, eine Sache berühre die EAK nur wenig. Es sei wichtig, so der fragende Synodale, dass bei schwierigen Entscheidungen auch die Altreformierten Farbe bekennen.

Wiebe Bergsma; Emden, betonte die Verbundenheit der Altreformierten mit den Niederländern und dankte im Namen unserer Kirche für die Arbeit, die auf niederländischer Seite für das Zustandekommen dieser Vereinbarung geleistet worden sei. Nach der Aussprache wurde die Vereinbarung einstimmig angenommen.

Bericht der Visitatoren

In der Vorstellung des Berichts des Visitationsausschusses der "Samen-op-weg"-Kirchen wurde gesagt, dass zwei Grundfragen das Gremium bei seinen Besuchen in den Gemeinden umgetrieben hätten: Wie steht es mit dem geistlichen Leben der Kirchen? Was spielt sich in den Gemeinden ab - wie geht der jeweilige Kirchenrat mit den anstehenden Veränderungen um? Außerdem hätten Fragen nach dem Umgang mit der Liturgie - insbesondere bezüglich des Abendmahls -, das Leben im Pastorat und die Kirchlichkeit der zwölf- bis achtzehnjährigen Jugendlichen einen hohen Stellenwert eingenommen. Pastor Jan Stelwagen, Vorsitzender des Ausschusses, sah einen weiteren wichtigen Auftrag dieses Gremiums darin, in den Ortsgemeinden das Bewusstsein dafür zu schärfen, dass die Kirche größer als die einzelne Ortsgemeinde sei.

In der anschließenden Aussprache wurde die Aufforderung des Ausschusses kritisiert, auch im Bereich der Liturgie keine Angst vor Veränderung zu zeigen. Der Ausschuss wies auf die richtige Balance zwischen Veränderung und Vertrautheit hin. Hier zeigte sich, wie unterschiedlich die Haltungen in der zukünftigen PKN sind. Auf Anfrage wurde bestätigt, dass die Konflikte zwischen Pastoren und Gemeinden in fast allen Kirchenprovinzen zugenommen hätten. An diesem Problem müsse in Zukunft weitergearbeitet werden. Der Ausschuss wurde nach der Aussprache mit Dank entlassen.

Religiös motivierte Gewaltbereitschaft

Ein Themenschwerpunkt war die Frage nach dem Umgang mit gewaltbereiten Gruppierungen innerhalb der Religionen. Die Ansicht, dass religiöse Betätigung primär dem nichtstaatlichen, privaten Bereich zuzuordnen sei (seit der Aufklärung in westlichen Ländern üblich), wird insbesondere in der islamischen Welt zusehends in Frage gestellt. Der Referent führte weiter aus, welche gravierenden Veränderungen die islamische Revolution im Iran nach sich gezogen habe. Durch moderne Kommunikationsmittel sei die Welt immer näher zusammengerückt. Dazu kämen die wirtschaftliche und militärische Macht westlicher Staaten und die wachsende Unzufriedenheit der Bevölkerung mit der eigenen Regierung in vielen islamisch geprägten Ländern. Dies bilde eine Gemengelage, in der insbesondere junge Menschen sich von fundamentalistischen Ideen ansprechen ließen, die meist mit nationalistischen Interessen verbunden seien. In den nach dem Referat gebildeten Kleingruppen wurden eigene Erfahrungen ausgetauscht.

Bericht "Commissie Kerntaken"

Die Kommission beschrieb die Kernpunkte, an denen die PKN erkennbar sein soll. Strittig war dabei, ob das vorgelegte Papier eher ein Aufgabenplan oder eine Profilbeschreibung sein solle. Es fehle insbesondere die diakonische Ausrichtung der Kirche und die Würdigung der Jugendarbeit, so die Kritik der Synodalen. Darüber hinaus wurde moniert, dass der Bericht schwer verständlich sei. Nach längerer Aussprache wurde die Kommission gebeten, ihre Vorlage anhand der genannten Verbesserungsempfehlungen weiter auszuarbeiten.

Ökumenische Kontakte, "Dienstencentrum", Finanzen

Die SOW-Kerken pflegen vielfältige ökumenische Beziehungen. Wir hörten einen Bericht über die Konferenz der Europäischen Kirchen (KEK) in Trondheim im Juni 2003 und über das Treffen der Lutherischen Weltförderation (LWF) in Winnipeg im Juli 2003 diesen Jahres. Gewürdigt wurde der ausführliche Bericht, in dem die verschiedenen Aufgabengebiete des Verwaltungszentrums in Utrecht für alle nachvollziehbar dargestellt und der jeweilige Stand der Arbeiten aufgezeigt wurden. Den letzten Punkt dieser gemeinsamen Synode bildeten der Bericht des Finanzausschusses und die Aussprache darüber.

Dieter Bouws, Uelsen

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Die jüdischen Feste im Kreis des Jahres

Unserem Leben Licht geben: das Chanucca-Fest

Wer in diesen Tagen durch Osnabrück schlendert, wird neben all den Lichtern, die wir Advent und Weihnachten zuordnen, etwas Besonderes entdecken: Da steht neben dem Riesen-Weihnachtsbaum eine große "Chanuccia", ein achtarmiger Leuchter – Zeichen dafür, dass es in Osnabrück – Gott sei Dank! – (wieder) eine aufstrebende, wachsende jüdische Gemeinde gibt (mit inzwischen über 900 Mitgliedern – zumeist russischer Herkunft) - und dass in der Zeit, in der die Christen sich alljährlich auf das Kommen ihres Heilands vorbereiten, die jüdischen Schwestern und Brüder das "Lichterfest", Chanucca, feiern – an acht Tagen, in diesem Jahr vom 20. bis 27. Dezember.

Das Fest gilt im Judentum als "Halbfeiertag", da es nicht auf biblische Überlieferung zurückgeht, sondern ein historisches Ereignis zum Hintergrund hat.

Im Jahr 165 vor Christus unternahmen die Juden einen Aufstand gegen den aus Syrien stammenden Herrscher Antiochus IV. Epiphanes. Dieser hatte die jüdische Religion und ihre Ausübung massiv unterdrückt: Todesstrafe stand darauf, den Sabbat zu halten oder am Synagogengottesdienst teilzunehmen, die Bevölkerung wurde gezwungen, verbotene Speisen zu essen, etwa Schweinefleisch, und im Tempel war die Statue des Gottes Zeus anzubeten.

Dem Priester Mattatias, aus dem Geschlecht der Hasmonäer, mit seinen Söhnen (auch "Makkabäer" genannt) gelang es nun, die verhassten Syrer zu verjagen und neu einen eigenen jüdischen Staat zu errichten. Und sie weihten den Jerusalemer Tempel aufs Neue ein.

Licht

Dazu wird die Legende vom Chanucca-Wunder erzählt: Man wollte die Menora, den siebenarmigen Leuchter des Tempels entzünden; aber es gab kein koscheres Öl. Ein Junge fand noch ein kleines Fläschchen davon – eine Menge, die vielleicht gerade für einen Tag reichen mochte. Trotzdem goss man das Öl in den Leuchter und zündete es an. Sofort begann man auch, koscheres Öl herzustellen, eine Prozedur, die etwa acht Tage in Anspruch nahm. Wie groß war nun die Überraschung, als man feststellte, dass die kleine Menge des gefundenen Öls ausreichte, den Leuchter acht Tage brennen zu lassen!

Zentrales Symbol des daraufhin eingerichteten Freudenfestes ist der achtarmige Leuchter, die Chanuccia.

An jedem Tag wird eine weitere Kerze angezündet, bis schließlich am achten Tag alle acht Lampen brennen. Zum Anzünden benutzt man eine neunte Kerze, den "Schammas" (=Diener). Von diesem Brauch her hatte übrigens im 19. Jahrhundert Johann Hinrich Wichern die Idee für die Erfindung des Adventskranzes: Für jede Woche der Adventszeit jeweils eine Kerze mehr zu entzünden!

Freude

Da es sich um ein "Halbfest" handelt, ist nicht arbeitsfrei, die Erwachsenen müssen zur Arbeit, die Kinder zur Schule; aber an den Abenden versammelt sich die ganze Familie mit Freunden und es wird ausgelassen und fröhlich gefeiert.

Vor allem wird munter gespielt: Kartenspiele oder ein Kreiselspiel ("Dreidl"); moderner sind Bingo oder Lotto.

Weiterhin gibt es regional unterschiedliche Bräuche. In Ostfriesland etwa hatte man den Brauch, über Lichter zu springen (ähnlich wie in manchen Gegenden das Springen durch Oster- oder Erntefeuer üblich ist).

Inzwischen haben sich viele Sitten der zur gleichen Zeit stattfindenden Advents- und Weihnachtszeit auch im Judentum verbreitet: Kerzenschein, Lieder, Tannengrün und – vor allem für die Kinder: Geschenke! Manchmal kann man die Feste kaum noch auseinanderhalten. Folgerichtig: Vor mir liegt eine Einladung (des "Europäischen Zentrums für jüdische Musik") nach Hannover zu einer "Weihnukka-Feier"...

Gerhard Naber, Nordhorn

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Protestantische Kirche in den Niederlanden

Vereinigung beschlossen

Die "Nederlandse Hervormde Kerk", die "Gereformeerde Kerken in Nederland" und die "Evangelisch-Lutherse Kerk in het Koninkrijk der Nederlanden" bilden ab dem 1. Mai 2004 eine Kirche. Das beschlossen die Synoden der Kirchen am Freitag, dem 12. Dezember 2003, in Utrecht.

Die hervormde Synode tagte in der Jacobikirche, die gereformeerde Synode in der Nicolaikirche, die lutherische Synode in der lutherischen Kirche an der Hamburgerstraat. Die hervormde Synode (75 Abgeordnete) fasste den Beschluss mit 51 Ja- und 24 Nein-Stimmen, die gereformeerde Synode (75 Abgeordnete) mit 66 Ja- und 6 Nein-Stimmen, die lutherische Synode (36 Abgeordnete) mit 30 Ja- und 6 Nein-Stimmen. Im Ganzen stimmten 147 Abgeordnete für und 36 Abgeordnete gegen die Vereinigung.

In dem Vereinigungsbeschluss nahmen die Synoden die Kirchenordnung der "Protestantischen Kirche in den Niederlanden" an. Sie bestimmt, dass die vereinigte Kirche an die Stelle der "Nederlandse Hervormde Kerk" (NHK), der "Gereformeerde Kerken in Nederland" (GKN) und der "Evangelsich-Luthers Kerk in het Koningrijk der Nederlanden" (ELK) tritt. Alle Gemeinden der drei Kirchen gehören zu der vereinigten Kirche. Wer Glied einer der drei Kirchen ist, wird zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Vereinigung Glied der PKN sein.

Die "Nederlandse Hervormde Kerk" und die "Evangelisch-Lutherse Kerk" gingen aus der Reformation im 16. Jahrhundert hervor. Die "Gereformeerde Kerken in Nederland" entstanden 1892 aus der Vereinigung der Kirchen, die aus Trennungen in der "Nederlandse Hervormde Kerk" – "Afscheidung 1834 und "Doleantie" 1886 – hervorgegangen waren.

Reformierte und Altreformierte in den Niederlanden kamen nach dem 2. Weltkrieg näher zusammen. 1961 erschien eine von neun reformierten und neun altreformierten Pastoren unterzeichnete Erklärung - "De achttien" genannt – , die einen nachhaltigen Impuls für den "Samen-op-weg"-Prozess bedeutete. Seitdem haben die Synoden der beiden Kirchen Schritt für Schritt nach weiterer Annäherung gestrebt. 1986 sprachen die Synoden aus, im "Stand der Vereinigung" zu sein. Seit 1986 war auch die "Evangelisch-Lutherse Kerk" in den Vereinigungsprozess einbezogen.

Die Synode der Evangelisch-altreformierten Kirche in Niedersachsen hat 1986 einen Bericht ihres Synodeausschusses ("Was geht uns ‚Samen-op-weg’ an?") angenommen, in dem u.a. gesagt wurde: "Die in Christus gegebene Einheit muss im kirchlichen Leben bewahrt, immer wieder gesucht und konkret sichtbar gemacht werden. Mit anderen Kirchen fragen wir gemeinsam nach dem Einen, der unser Ursprung und unsere Mitte ist. Hier liegt das Motiv von "Samen-op-weg", dem wir uns nicht verschließen dürfen noch wollen." Am 8. Mai 1996 beschloss die Synode: "Die Evangelisch-altreformierte Kirche setzt die Kirchengemeinschaft, die mit den GKN bestand, mit der zukünftigen VPKN (so der damals vorgesehene Namen, JA) fort. Die Fortführung der Kirchengemeinschaft wird in einer den Entwicklungen angepassten Weise neu bestimmt und beschrieben. Dabei muss die Evangelisch-altreformierte Kirche die Möglichkeit haben, für sich und ihren Weg Entwicklungen und Perspektiven geltend zu machen, die sich aus der Zusammenarbeit mit der Evangelisch-reformierte Kirche und anderen Kirchen ergeben."

Jan Alberts, Nordhorn

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Brot für die Welt

I. Allgemeine Spenden für die 44. Aktion 2002/2003

25.04.02

Nordhorn

Sammlung der KU-Gruppen 5 und 6

34,47

02.05.02

Uelsen

Spende N.N.-Devisen

12,55

03.05.02

Laar

Sammlung anl. Trauung M. +A. Sch.

175,92

27.05.02

Veldhausen

Kollekte

1.065,85

20.06.02

Laar

Kollekte anl. Beerdigung Schwester E.

766,19

22.07.02

Emlichheim

Erlös aus alten DM

13,74

25.07.02

Veldhausen

Sammlung anl. Silberhochzeit H + G Sch.

281,04

25.07.02

Veldhausen

Kollekte

1.024,71

12.08.02

Veldhausen

Kollekte

1.394,24

09.09.02

Uelsen

Kollekte anl. Silberhochzeit: Ebel. Ben.

558,55

10.09.02

Veldhausen

Kollekte

1.180,40

15.10.02

Wilsum

Erntedankkollekte

1.510,92

23.10.02

Bentheim

2 Spenden (30 + 50 Euro)

80,00

24.10.02

Bunde

Gaben

400,00

16.10.02

Ihrhove

½ Erntedankkollekte z. G.:
Brot für die Welt im südlichen Afrika

1.623,00

19.11.02

Wilsum

Gabe

200,00

05.12.02

Bunde

Kollekte anl. Buß- und Bettag

177,26

18.12.02

Veldhausen

2 Kollekten (1.525,06 + 1.955,94)

3.481,00

27.12.02

Emlichheim

Spenden

333,33

30.12.02

Emden

Spende

50,00

30.12.02

Bunde

Spenden und Kollekten z. G.:
Brot für die Welt und Brot statt Böller (zusammen)

4.239,26

02.01.03

Ihrhove

½ Weihnachtskollekte

1.620,00

02.01.03

Wilsum

Weihnachtskollekte

2.644,25

02.01.03

Uelsen

Weihnachtskollekte

3.965,80

03.01.03

Laar

Weihnachtskollekte

4.883,62

07.01.03

Bunde

Restbetrag: Brot statt Böller

66,50

10.01.03

Nordhorn

Spenden und Kollekte

10.248,00

14.01.03

Hoogstede

Kollekte

4.009,54

16.01.03

Neermoor

Kollekte

260,35

21.01.03

Bentheim

Weihnachtsbaumsammelaktion

2.743,06

21.01.03

Bentheim

Weihnachtskollekte

17.425,77

28.01.03

Uelsen

Gabe für Weihnachtskollekte

300,00

28.01.03

Uelsen

Silvester-/Neujahrkollekte: Brot statt Böller

936,24

06.02.03

Nordhorn

Nachtrag zur Kollekte

400,00

17.02.03

Veldhausen

Kollekte

1.174,33

17.02.03

Veldhausen

Kollekte: Brot statt Böller

1.675,64

28.02.03

Bunde

Gabe

50,00

13.03.03

Emlichheim

Weihnachtskollekte

21.302,84

31.03.03

Veldhausen

Kollekte

1.274,07

 

 

Zwischensumme I :

93.582,44

II: Sondergaben und Katastrophenhilfen: 44.Aktion 2002/2003

22.05.02

Neermoor

Kollekte z. G.: Erdbebenopfer

173,75

27.05.02

Veldhausen

Kollekte z. G.: Heuschreckenplage Afghanistan

1.570,46

12.07.02

Hoogstede

Kollekte z. G.: Hungerhilfe Afrika

1.593,91

25.07.02

Veldhausen

Kollekte z. G.: "Schulkinder in den Slums von Kappstatt"

1.560,90

30.08.02

Neermoor

Kollekte z. G.: Flutkatastrophe

866,20

02.09.02

Ihrhove

Kollekte z. G.: Flutkatastrophe im Osten

3.347,00

04.09.02

Laar

Kollekte z. G.: Flutkatastrophe

3.860,65

06.09.02

Nordhorn

Kollekte z. G.: Flutkatastrophe

7.654,00

09.09.02

Ihrhove

Kollekte z. G.: Flutkatastrophe (Nachtrag)

200,00

13.09.02

Laar

Kollekte für die Flutkatastrophe

325,00

13.09.02

Bentheim

Kollekte anl. Goldene Hochzeit E. z. G.: Flutkatastrophe

585,50

16.10.02

Nordhorn

Kollektennachtrag z. G.: Flutkatastrophe

850,00

29.10.02

Bentheim

Spenden (30 und 50 Euro) z. G.: Flutkatastrophe

80,00

23.09.02

Bentheim

Kollekte: ½ in Deutschland z. G.: Flutkatastrophe
Kollekte: ½ Elbeflut in Osteuropa

2.287,50
2.287,50

14.11.02

Bentheim

Nachtrag Kollekte: z. G.: Vulkanausbruch im Kongo

30,68

06.12.02

Campen

Sammlung z. G.: Hungerhilfe in Afrika

245,90

06.12.02

Campen

Sammlung z. G.: Kindernothilfe

310,95

06.12.02

Campen

Sammlung z. G.: Hochwasserhilfe

1.284,26

27.12.02

Emlichheim

1/3 Erntedankkollekte für Not im südlichen Afrika

5.898,03

02.01.03

Ihrhove

½ Weihnachtskollekte für Projekt: IND 0011-0028

1.620,00

16.01.03

Neermoor

Kollekte z. G.: Projekt IND 0011-0028

260,30

21.01.03

Bentheim

Gabe für hungernde Kinder

100,00

21.01.03

Bentheim

Klingelbeutelgelder IV/02 für Hungergebiet Afrika

2.559,10

 

 

Zwischensumme II:

39.551,59

 

 

Gesamtsumme o. a. Spenden I und II

133.134,03

Wir danken allen Spenderinnen und Spendern für das diesjährige Gesamtergebnis. Im Vergleich zum Vorjahr (129.612,64 €) konnte erfreulicherweise wieder eine leichte Steigerung erreicht werden. "Auch angesichts eigener wirtschaftlicher Nöte ist es wichtig, nicht nachzulassen in der Suche nach weltweiter Hilfen und Gerechtigkeit". Mit diesem Appell wollen wir für die neue 45. Aktion werben, die unter dem Motto steht "Brot zum Leben – Alles was recht ist."

Bankverbindung: Sparkasse Leer-Weener; Konto-Nr.: 2-050 573; BLZ: 28500 00
Bunde, den 26. November 2003i.A. Diedrich Kolthoff

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Synode der Ev.-altref. Kirche

Beschlussprotokoll der Synode vom 26. November 2003

Die Hauptthemen dieser Synodesitzung sind das "Aktionsbündnis gegen AIDS", dem die Ev.-altref. Kirche beitreten wird, Beratungen über den Entwurf eines neuen Gemeindebuches und die Aussprache über Perspektivsätze in der Zusammenarbeit zwischen reformierter und altreformierter Kirche, die der Gemeinsame Ausschuss der Synode vorgelegt hat.

Aus dem Moderamen
Reformierter Weltbund

Der Reformierte Weltbund bittet um eine finanzielle Unterstützung für Reise- und Aufenthaltskosten von Delegierten aus der südlichen Hemisphäre zur 24. Generalversammlung des Reformierten Weltbundes in Accra, Ghana, vom 30. Juli – 13. August 2004. Das Thema dieser Generalversammlung lautet: "Auf dass alle Leben die Fülle haben". Der Reformierte Bund hat verschiedene Materialien und Texte zum Thema: "Wirtschaft im Dienst des Lebens" herausgegeben, die der Vorbereitung der Generalversammlung in Accra dienen.
Es entwickelt sich auf der Synode ein Gespräch, ob unsere Kirche sich an den Kosten dieser Versammlung beteiligen soll und wie wir uns entsprechend auf dieses Ereignis vorbereiten können. Zugleich wird darauf hingewiesen, dass im kommenden Jahr eine Delegation aus Sumba unsere Kirche und unsere Maisynode besuchen wird. Die Synode beschließt:

  • Der Missionsausschuss, der Ausschuss Kirche und Theologie und der Diakonieausschuss sollen unter Federführung des Missionsausschusses anhand der Materialien vom Reformierten Bund das Thema aufgreifen und für die kommende Maisynode vorbereiten. Das erarbeitete Material soll den Kirchenräten frühzeitig vorliegen, damit eine gründliche Vorbereitung in den Gemeinden gewährleistet werden kann.

  • Der Überschuss aus den Missionskollekten wird bis zu einem Betrag von 1000,- € für die Unterstützung von Delegierten aus der südlichen Hemisphäre verwendet. Die Synode bittet die Kirchenräte, die Missionskollekten zeitig auf das entsprechende Missionskonto zu überweisen.

Jugendpastor

Das Moderamen legt den Antrag vor, dem Jugendpastor Sitz und Stimme in der Synode zu geben. Die Synode weist darauf hin, dass hierdurch eine Verfassungsänderung nötig wird. Zudem wird vorgeschlagen, dem Jugendpastor nicht das Stimmrecht, sondern das Rederecht in allen Belangen einzuräumen. Doch auch hierzu bedarf es einer Verfassungsänderung.

  • Daher beauftragt die Synode die Verfassungskommission, bis zur nächsten Synode einen Vorschlag über eine Verfassungsänderung in diesen Punkten vorzubereiten. Sollten beide Vorschläge von der Synode abgelehnt werden, hat der Jugendpastor laut Verfassung Rederecht, wenn der Ausschuss verhandelt wird, in dem er tätig ist.

Verwaltung und Planung

Gemeinde Wuppertal

Im Zuge der geplanten Vollmitgliedschaft der Gemeinde Wuppertal in den Synodekassen müssen seitens der Gemeinde Wuppertal Unstimmigkeiten mit der niederländischen Pensionskasse geklärt werden. Hermann Breukelman, Pensionsbeauftragter der Synode, legt eine Vereinbarung vor, die zwischen der Gemeinde Wuppertal, dem dortigen Pastor, Heinrich Lüchtenborg, und der Synode geschlossen wird. Sie besagt, dass

  • die rückständigen Beiträge für AOW u. ANW mit der niederländischen Pensionskasse abgeklärt wurden und die Gemeinde Wuppertal hierüber persönlich informiert wurde. Seitens der Gemeinde werden diese Beiträge nach Eingang eines Beitragsbescheides angewiesen. Die Abwicklung der Zahlungen läuft über die Pensionskasse.

  • für die zurückliegenden Jahre von der Gemeinde Wuppertal andere Berechnungsgrundlagen zur niederländischen Pensionskasse gemeldet wurden. Im Versicherungsfall der nächsten vier Jahre könnte es hier zu Leistungsabweichungen gegenüber den diensttuenden Pastoren kommen. Darüber ist Herr Pastor Lüchtenborg informiert worden und hat keine Bedenken erhoben.

  • Mit dieser Vereinbarung sind alle Voraussetzungen für die Vollmitgliedschaft der Gemeinde Wuppertal in den Synodekassen gewährleistet

  • Die Synode dankt H. Breukelman ausdrücklich für seine umsichtige Arbeit!

Jugendpastor

  • Die Synode beschließt, dass 50% des zu zahlenden Gehaltes für den Jugendpastor durch die Synodekasse getragen werden. Die Umlage erfolgt nach dem bekannten Umlageverfahren.

  • 50% der zu zahlenden Beiträge für die Altersversorgung des Jugendpastors werden per Umlage über die Pensionskasse verteilt. Die anderen 50% werden direkt durch die Gemeinde Veldhausen getragen, die zugleich Empfänger der Zahlungen des Landes Niedersachsens für den erteilten Religionsunterricht am Gymnasium Neuenhaus ist.

  • Da für das Jahr 2003 Kosten für den Jugendpastor nicht im Haushaltsplan der Synodekasse berücksichtigt wurden, wird ein Nachtragshaushalt für die Monate Oktober bis Dezember 2003 beschlossen.

  • Für die im Rahmen seiner Arbeit entstehenden Sachkosten des Jugendpastors wird die Aufnahme einer Kollekte im Kollektenplan der Synode beschlossen. Diese Kollekte fließt in die Kasse "Kirchliches Schrifttum" ein. Ausgaben des Jugendpastors müssen vom Ausschuss gegengezeichnet werden.

Haushaltspläne der Synode-, Pensions- und Ausgleichskasse

  • Die Synode veranschlagt den Bedarf der Synodekasse für das Jahr 2004 auf 61.000 €. Darin sind insbesondere die Jugendpastorstelle und Nachzahlungen für das Landelijke Dienstencentrum in Utrecht für die Jahre 2001 und 2002 berücksichtigt.

  • Den Bedarf für die Ausgleichskasse legt die Synode auf 73.000 € fest. Die Hilfsbeträge aus dem Jahr 2003 und die tariflichen Steigerungen führen zu dieser Summe.

  • Aufgrund des derzeitigen Kenntnisstandes der erforderlichen Beiträge an die niederländischen Kassen wird der Betrag für die Pensionskasse auf 322.000 € festgesetzt.

  • Die Beträge werden nach dem bekannten Umlageverfahren auf die Gemeinden verteilt. Dabei wird die Gemeinde Wuppertal mit einbezogen.

  • Die Synode bittet den VPA, demnächst die Haushaltspläne detaillierter vorzulegen.

Missionsausschuss

Besuch aus Sumba

Im Frühsommer 2004 ist ein Delegationsbesuch der GKS (Gereja Kristen Sumba) in den Bereich unserer Kirche geplant. Für das Jahr 2006 wird ein Gegenbesuch vorbereitet.

  • Die Synode begrüßt den Austausch mit der GKS in den Jahren 2004 und 2006 und freut sich auf den Besuch der Delegation aus Sumba im Frühsommer des nächsten Jahres.

  • Die von der gastgebenden Kirche zu erwartenden Kosten, die ca. 2000 € betragen können, werden der Missionskasse entnommen. Die einzelnen Posten werden mit dem Moderamen der Synode abgesprochen.

  • Das Moderamen der Synode sorgt – unter Umständen im Rahmen der nächsten Synodetagung – für einen Empfang der Gäste und angemessene Gastgebergeschenke.

Aktionsbündnis gegen AIDS

Auf Vorschlag des Missionsausschusses berichtet Pastor Ahlerich Ostendorp, Vorsitzender im Ausschuss für Partnerschaft und Mission der Ev.-ref. Kirche, über das Aktionsbündnis gegen AIDS. Als Ansprechpartner für das Aktionsbündnis im nordwestdeutschen Raum erläutert Pastor Ostendorp die AIDS- Problematik und die Arbeitsweise des Aktionsbündnisses. Zahlreiche kirchliche und gesellschaftliche Organisationen sowie mehr als tausend Basisgruppen haben sich zu diesem deutschen Netzwerk zusammengeschlossen. Es mahnt ein stärkeres Engagement der Regierungen zur Bekämpfung von AIDS an.

  • Die Synode beschließt, die Kampagne des "Aktionsbündnisses gegen AIDS" zu unterstützen und beauftragt das Moderamen, den Beitritt der EAK in die Wege zu leiten.

  • Der finanzielle Beitrag soll über Kollekten erfolgen. Daher bittet die Synode die Kirchenräte, das Bündnis in den Jahren 2004 und 2005 jeweils mit einer Kollekte zu unterstützen. Die Kollekte soll auf das Missionskonto mit dem Hinweis "Aktionsbündnis gegen Aids" überwiesen werden.

Diakonieausschuss

Kollektenplan 2004

Der Diakonieausschuss legt einen Kollektenplan mit entsprechenden Kollektenempfehlungen vor.

  • Die Synode nimmt folgenden Kollektenplan an: Januar - Kirchliches Schrifttum, Februar – Jugendpastor, April (Ostern) - Innere Mission, Mai (Pfingsten) - Äußere Mission, Juni - Jugendbund und Freizeiten, September - Aus- und Fortbildung, Oktober - Reformierte Kirchen in Osteuropa, November - Äußere Mission, Dezember (Weihnachten) - Brot für die Welt

Kirchenbau in Klausenburg

Während einer Rumänien- Informationsfahrt sahen die Mitglieder des Diakonieausschusses, dass eine weitere Unterstützung des Kirchenneubaus in Klausenburg dringend erforderlich ist. Das Dach dieser Kirche muss winterfest gemacht werden. Nur eine kurzfristige Finanzspritze in Höhe von 10.000 € kann dies gewährleisten. Neben anderen Spendern tritt die EAK spontan mit 5000 € helfend ein.

  • Die Synode stimmt diesem Vorgang im Nachhinein zu und verweist darauf, dass dieses Geld der Kasse "Reformierte Kirchen in Osteuropa" entnommen worden ist.

Ausschuss für ökumenische Aufgaben

Assoziationsvereinbarung PKN-EAK

Der Ausschuss legt eine überarbeitete Assoziationsvereinbarung zwischen der Protestantischen Kirche in den Niederlanden (PKN) und der Evangelisch-altreformierten Kirche in Niedersachsen (EAK) vor. Die Generalsynodeabgeordneten unserer Kirche berichten, dass die Vereinbarung in den Niederlanden einstimmig angenommen worden sei.

  • Die Assoziationsvereinbarung, die bei der Vereinigung zur PKN in Kraft tritt, wird einstimmig durch unsere Synode angenommen.

Perspektivsätze

Der Gemeinsame Ausschuss der Evangelisch-reformierten Kirche und der Evangelisch-altreformierten Kirche legt der Synode Perspektivsätze vor, die Wegweisung für die weitere Zusammenarbeit und Verbindung der beiden Kirchen sein sollen. Die Aussprache zeigt, dass die gute Zusammenarbeit zwischen den beiden Kirchen gewürdigt wird. Allerdings wird kritisch Stellung zu einzelnen Formulierungen in diesem Papier genommen, die auf die Einheit beider Kirchen zielen.

  • Die Synode nimmt dieses Papier zur Kenntnis und beauftragt den Gemeinsamen Ausschuss, die positiven sowie die kritischen Stimmen bei der zukünftigen Arbeit zu berücksichtigen.

Ausschuss für kirchliches Schrifttum

Textübersetzungen

Der Ausschuss legt die Übersetzung der neu abgefassten Art. 31, 32 und 32 a der Kirchenordnung der GKN (Beschwerde- und Revisionsanträge) und der von der Generalsynode geänderten Teile der Ausführungsbestimmungen zu Artikel 26 der Kirchenordnung der GKN (verschiedene Unterzeichnungsformulare) vor.

  • Die Synode nimmt die Übersetzungen zur Kenntnis und verweist darauf, dass diese Unterzeichnungsformulare ab jetzt Gültigkeit in der EAK haben.

Kasse "Kirchliches Schrifttum"

Die Kosten der neuen Broschüre und des neuen Flyers über die EAK haben die Kasse "Kirchliches Schrifttum" so stark belastet, dass die Grenzbotenkasse die nächste Ausgabe des Grenzboten nicht mehr bezahlen kann. Dies ist u.a. darauf zurück zu führen, dass die Broschüren nicht nach Erwartung verkauft werden konnten.

  • Die Synode beschließt, eine Kollekte für "Kirchliches Schrifttum" in den synodalen Kollektenplan 2004 aufzunehmen.

  • Zugleich sollen die restlichen Broschüren über die EAK nach dem Umlageverfahren auf die Gemeinden verteilt und zu je 2,- € in Rechnung gestellt werden.

  • Der für die laufenden Kosten dieser Kasse noch fehlende Betrag in Höhe von 2000,- € wird der Evangelisationskasse entnommen.

Geltendes Recht in der EAK nach der Entstehung der PKN

Die Verfassung der EAK enthält Bestimmungen, die das Verhältnis der EAK zu den GKN berühren. Mit der Entstehung der PKN ergibt sich die Frage, ob die EAK in Angelegenheiten, in denen sie keine eigenen Regelungen hat, das bislang geltende Recht der GKN oder das kommende Recht der PKN anwendet.

  • Die Synode beauftragt ihre Verfassungskommission, in dieser Angelegenheit Dr. Stolz zu konsultieren.

Internet- Präsenz der Gemeinden

Einige altreformierte Gemeinden sind im Internet präsent, nicht alle. Pastor F. Baarlink ist bereit, einen Internet- Workshop durchzuführen.

  • Pastor F. Baarlink wird beauftragt, Kirchenräten bzw. Beauftragten oder interessierten Mitarbeiterinnen/Mitarbeitern in den Gemeinden bei der Vorbereitung eines Internet- Auftrittes behilflich zu sein. Gemeinden, die dieses Angebot in Anspruch nehmen wollen, können sich bei ihm melden.

Ausschuss für Kirchenmusik und Liturgie

Neues Gemeindebuch

Der Ausschuss legt den ersten Entwurf eines neuen Gemeindebuches vor. Die Aussprache würdigt diese Arbeit des Ausschusses. Einige Vorschläge zur Ergänzung werden gegeben.

  • Die Kirchenräte werden von der Synode gebeten, Änderungen oder Zufügungen schriftlich bis Ende Januar 2004 beim Ausschuss einzureichen.

  • Der Ausschuss soll der nächsten Synode einen Überblick über Änderungen bzw. Zufügungen vorlegen.

"Liedtag" in Emlichheim

Im kommenden Jahr wird am 13.03.2004 in Emlichheim ein ökumenischer Liedtag von der Stiftung "Leerhuis & Liturgie – Amsterdam" organisiert.

  • Die Synode schließt sich der positiven Einschätzung dieser Initiative des Ausschusses an und beschließt, nach Kenntnisnahme der genauen Kosten maximal 500,- € für die Durchführung des Liedtages zu gewähren. Der Betrag soll dem Bestand des "Musikkontos" der Synode entnommen werden.

Wahlen und Ernennungen

  • Als Abgeordneter zur Generalsynode 2004 wird Ältester Wiebe Bergsma, Emden, gewählt. Sein Stellvertreter wird Ältester Jan Borggreve, Uelsen, sein.

  • Zum Beauftragten der Synode im VPA ab dem 1. Januar 2004 wird Jan Wortelen, Nordhorn, ernannt.

  • Gesine Wortelen, Schüttorf, wird zur Kassenführerin der Kasse "Kirchliches Schrifttum / Grenzbotenkasse" ernannt.

Gerold Klompmaker, Schriftführer

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Der Grenzbote

Die nächste Ausgabe erscheint voraussichtlich am Sonntag, dem 11. Januar 2004. Die Synode hat vor zwei Jahren Dr. Gerrit Jan Beuker, Hermann Teunis und mich ins Redaktionsteam berufen. Der Auftrag besteht für sechs Jahre. Das Redaktionsteam vereinbarte, dass jedes Redaktionsmitglied für zwei Jahre die Aufgabe des "Schriftleiters" übernehme. So "rollt der Ball" nach Ihrhove. Dort und in Neermoor wird das zu spüren sein, muss doch der Pastor der Gemeinden manchmal sagen: "Ich bin mit dem ‚Grenzboten’ noch nicht ganz fertig!"

Nach Pastor Dr. Beuker, dem ich für seine zielstrebige Arbeit herzlich danke, wird Pastor Hermann Teunis die Ausgaben des "Grenzboten" zusammenstellen. Dieses und jenes - hier formuliert, als könne es nicht anders kommen – steht unter dem in Jakobus 4,15 erwähnten Vorbehalt. Oder: "Bij leven en welzijn" – wie unsere westlichen Nachbarn sagen – soll und wird es so geschehen.

Artikel, Anzeigen, Leserbriefe senden Sie bitte an: Pastor Hermann Teunis, Ihrener Straße 12, 26810 Westoverledingen-Ihrhove. Per Fax kommt alles schneller an: 04955-989108. Das Internet - h.teunis@t-online.de (oder: grenzbote@altreformiert.de) - ist noch besser, auch für die weitere Bearbeitung der Beiträge. "Ich wollte ja noch ..." ist kein gutes Motto. Es gibt ein Zu-spät, auch bei Beiträgen für die nächste Ausgabe des "Grenzboten". Redaktionsschluss ist zehn Tage vor dem Erscheinen einer Ausgabe. Dann macht der "Schriftleiter" sich ans Werk, damit alles rechtzeitig in der Firma Hellendoorn in Bad Bentheim ankomme und wir es dann gedruckt in Händen halten.

Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr

I.A. des Redaktionsteams
Jan Alberts, Nordhorn