Der Grenzbote

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Ev.-altref. Kirche
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Nr. 25 (19. Dezember 2004):

Bleibender Besuch - Lk.1,78 (Andacht von Jan F. Fischer, Emmen/NL)
Im Strom der Zeit: Wie würde es Maria und Josef an einem Kontrollpunkt ergehen?
Vier Ehrendoktorate an der Theologische Universität Kampen
Herr, ich warte auf dein Heil
Buchtipps: Emlichheim und Umgebung im 3. Reich
Diakonie: 3566 Schuhkartons für Kinder in Not
Ev.-reformierte Kirche: Steuereinnahmen sinken
Brot für die Welt: Spenden und Kollekten der 45. Aktion (2003/2004)
Radio Neue Hoffnung
Weihnachtsbotschaft 2004 (Pfr. Kobia, ÖRK)
Segensgruß


Bleibender Besuch

Durch die herzliche Barmherzigkeit Gottes wird uns besuchen das aufgehende Licht aus der Höhe.
Lukas 1,78

Der Dezember ist Besuchsmonat. Im Zusammenhang mit Weihnachtsfest und Jahreswechsel sind wir viel unterwegs. Wir besuchen uns gegenseitig. Wenn man sonst auch vielleicht nicht viel Zeit füreinander hat, an den Festtagen will man doch möglichst zusammen sein. Weihnachten ist für viele in erster Linie ein Fest der Familie.

Ein Besuch ist etwas Besonderes, ganz sicher zum Weihnachtsfest. Es wird dann meistens viel Aufwand getrieben: putzen, aufräumen, leckeres Essen vorbereiten, schöne Geschenke einkaufen usw. Man gibt sich alle Mühe, um es dem erwarteten Besuch so angenehm wie möglich zu machen. Wir wollen schließlich gute Gastgeber sein.

Es gibt auch Besuche anderer Art: sehnsüchtig erwarten wir den Hausarzt, oder den Fernsehmonteur (ein Tag ohne die Berieselungsmaschine Nr. 1 wäre ja nicht auszudenken!). Wir erwarten den Klempner, vielleicht sogar den Pastor – weniger den Gerichtsvollzieher.

Ungewöhnlicher Besuch

Im Loblied des Zacharias in Lukas 1 wird uns ein ungewöhnlicher Besuch angesagt. Es geht dabei um das Licht, das uns aus Gottes Höhe besuchen wird. Es ist ein Besuch, der uns zwar alles Gute bringt, den wir erhoffen, aber nicht organisieren können. Aus reiner Barmherzigkeit kommt er zu uns. Das stört unseren Stolz und unser Selbstwertgefühl. Wir haben diesen Besuch – ganz im Gegensatz zu den anderen Besuchen während der Festtage – meist ungenügend vorbereitet. Wir haben eigentlich gar keine Zeit für ihn, weil wir ja so viele andere Besuche machen und vorbereiten.

Dieser Besuch Gottes ist ein großes Glück. Mit einem wunderbaren Bild wird dies beschrieben: Die Sonne geht bei uns auf. In unserem Leben, in unserer Welt braucht es nicht mehr finster zu bleiben. In so manchem Land unserer Erde könnte dieses heilende Licht die Menschen bewegen, das Gegenüber ‘in einem anderen Licht’ zu sehen!

Auch wir erkennen in diesem Licht, wie viele Schatten uns die Freude am Leben nehmen. Da ist z.B. die Angst vor dem, was kommen mag, die viele von uns am Ende eines Jahres regelmäßig überfällt. Da sind die Probleme unserer eigenen Existenz: Werde ich meine Arbeit behalten? Werde ich gesund bleiben? Werde ich Liebe und Zuwendung erfahren nach den großen Enttäuschungen? Wir spüren den Schatten des Todes, der sich über jeden von uns legt, wenn wir einen lieben Menschen verloren haben und wir uns bewusst werden, dass auch unser eigenes Leben begrenzt ist.

Bleibender Besuch

Jesus will uns solche Finsternis nehmen. Mit ihm muss unser Leben kein Schattendasein führen. Es geht hier nicht um normalen Besuch. Dieser Besuch lässt uns noch etwas von der ursprünglichen Bedeutung des Wortes erkennen: Da hat uns einer gesucht und gefunden. Die Aktivität liegt bei ihm. Er hat sich entschlossen, zu uns zu kommen. Jesus will bei uns bleiben und die finsteren Schatten unseres Lebens verscheuchen.

Normalerweise ist ein Besuch etwas Vorübergehendes. Beim Besuch Jesu müssen wir umdenken. Unvorbereitet wie wir sind, hat er uns gesucht und gefunden. Gott sei Dank!

In diesem Sinne wünsche ich ein gesegnetes Weihnachtsfest - und gute Besuche.

Jan F. Fischer, Emmen / NL

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Im Strom der Zeit

Wie würde es Maria und Josef an einem Kontrollpunkt ergehen?

Mit der Weihnachtszeit verbinden wir allerlei religiöse und weltliche Bilder. Auf der ganzen Welt laufen sich Weihnachtsbaum, Nikolaus und Krippenspiele gegenseitig den Rang ab. Und Bethlehem, eine kleine Stadt im Westjordanland, wird jedes Jahr zum Brennpunkt der internationalen Aufmerksamkeit, weil sich dort zugetragen hat, wovon uns die Weihnachtsgeschichte erzählt.

Touristen, die Geld genug haben, kommen nach Bethlehem und feiern Weihnachten an dem Ort, wo vor 2000 Jahren alles begann. Doch allein die Tatsache, dass internationale Besucher nach Bethlehem reisen können, während das den meisten Palästinensern verwehrt ist, stellt eine der bittersten Ironien in dieser Jahreszeit dar. Dies wurde im vergangenen Jahr mit einer Inszenierung des Bürgerkomitees in dem kleinen palästinensischen Dorf Sawahreh demonstriert. Am Anfang dieser Unternehmung stand die einfache Frage: Wenn Maria und Josef heute unterwegs wären, würden sie zur Geburt Jesu bis nach Bethlehem kommen?

Eingeschränkte Bewegungsfreiheit

Maria und Josef waren Juden, die in der Zeit der römischen Besetzung lebten. Ihre Reise nach Bethlehem wurde aufgrund ebendieser Besetzung notwendig, denn Kaiser Augustus hatte eine Volkszählung angeordnet. Die Palästinenser heute leben unter israelischer Besetzung und ihre Bewegungsfreiheit ist eingeschränkt, manchmal sogar völlig verboten. Zwei Tage vor dem Weihnachtsfest 2003 versuchten eine Palästinenserin und ein Palästinenser, die wie Maria und Josef angezogen waren, den israelischen Militär-Kontrollpunkt auf der Straße von Sawahreh nach Bethlehem zu passieren. Maria war in Wirklichkeit eine 20-jährige Studentin aus Beit Hanina, einer Jerusalem eingemeindeten palästinensischen Kleinstadt. Obwohl sie auf einem Esel saß, war schon an ihren Jeans und modischen Stiefeln, die unter dem traditionellen Gewand hervorschauten, deutlich zu erkennen, dass wir uns nicht im Geburtsjahr Jesu befanden. Josef war ein etwa 30-jähriger Dorfbewohner aus dem Ostteil Sawahrehs.

Maschinengewehr und Fotos

Die beiden näherten sich dem Kontrollpunkt, wo die Weihnachtskarten-Idylle von einem israelischen Soldaten zerstört wurde. Er fragte "Maria und Josef" nach ihren Personalausweisen. Ein weiterer Soldat hielt ein Maschinengewehr auf die kleine Schar der Demonstranten gerichtet und ein anderer filmte die Vorgänge, wahrscheinlich aus Sicherheitsgründen. Die Soldaten, die am Checkpoint Dienst taten, blieben allerdings gelassen und fragten die beiden Protagonisten auf Arabisch: "Stellt ihr die Maria-und-Josef-Geschichte nach?" Einer wollte wissen, wo die beiden herkämen. Als jemand aus der Menge spöttisch "Nazareth" rief, gaben die beiden ihren wirklichen Wohnsitz an. Und damit erhielten sie die Antwort auf die gestellte Frage: Unsere Maria und Josef durften den Kontrollpunkt nicht passieren. Die Soldaten konnten sie lediglich einmal an dem Metallzaun entlang führen, während die Menge sang: "O Bethlehem, du kleine Stadt".

Bethlehem unerreichbar

Warum konnten Maria und Josef im 21. Jahrhundert die Grenze nicht passieren? - Unsere Maria hat einen israelischen Pass und darf damit legal nicht nach Bethlehem einreisen, weil es zum Westjordanland gehört. Israelische Staatsbürger dürfen das Westjordanland aus sogenannten "Sicherheitsgründen" nicht betreten. Unser Josef hingegen hat im Westjordanland ausgestellte Papiere und könnte somit legal von einer dortigen Stadt in die andere reisen, aber er hatte seine Papiere nicht bei sich. Deshalb konnte er den Kontrollpunkt ebenfalls nicht passieren. Tatsache ist, dass viele Menschen aus dem Westjordanland an Kontrollpunkten aufgehalten werden, wenn es ihnen nicht sogar völlig untersagt wird, von einem Landesteil in den anderen zu gehen.

Darüber hinaus hätten unsere Maria und Josef auch nicht zusammenleben und verheiratet sein können. Er hätte nicht in ihrer Stadt leben dürfen, weil sie zu Jerusalem gehört und sich die meisten Menschen aus dem Westjordanland nicht in Jerusalem aufhalten dürfen. Sie könnte zwar ihren Jerusalem-Status aufgeben und zu ihm ins Westjordanland ziehen, doch käme das einem wirtschaftlichen Selbstmord gleich. Jerusalemer, die das tun, verlieren ihren Status und dürfen Jerusalem und Israel nicht mehr betreten.

Gewaltlose Demonstration

Kontrollpunkte und Straßensperren beeinträchtigen das tagtägliche Leben aller Palästinenser. Die gewaltlose Demonstration mit "Maria und Josef" hat auf ein angenehme Weise die Aufmerksamkeit auf eine äußerst unangenehme Situation gelenkt. Wie anders Krippenspiele doch aussähen, wenn die Krippe durch den Sitz eines Jeeps und die Hirten durch bewaffnete Soldaten ersetzt würden. Und hoffentlich hätten die drei Weisen auch ihre Papiere bei sich!

Larry Fata, katholischer Lehrer und Journalist,
Chefredakteur und Medienbeauftragter des EAPPI.

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Vier Ehrendoktorate an der Theologische Universität Kampen

Wie bereits früher im Grenzboten erwähnt wurde, feiert die Theologische Universität Kampen in diesem Jahre ihr 150-jähriges Bestehen. Durch das Jahr hindurch gab es dabei verschiedenartige Schwerpunkte. Im Mai wurde eine Festschrift angeboten, in der auf die letzten Jahrzehnte zurückgeblendet und die Arbeit der verschiedenen Hochschullehrer gewürdigt wird. Im Herbst fand ein internationaler Kongress statt mit der gezielten Frage nach der Zukunft der Evangelischen Kirche in der Welt. Gestern nun erreichte das Jubiläumsjahr seinen Schluss- und zugleich Höhepunkt.

Der 6. Dezember ist seit ihres Bestehens jährlich als ihr Geburtstag gefeiert worden. Und da Geburtstag auf Lateinisch "Dies natalis" heißt, spricht man einfach über den Dies. Die normalen Ingredienzen des Dies sind der Rückblick auf das letzte akademische Jahr sowie eine wissenschaftliche Festrede. Aus Anlass des Jubiläums wurden gestern vier Ehrendoktorate verliehen, und das war ohne Zweifel das Tüpfelchen auf dem i des Jubiläums. Es waren zwei Niederländer, eine Chinesin aus Hongkong und ein Indonesier, die für ihre Verdienste akademisch geehrt wurden. Diese breite Streuung spiegelt die internationale Verflechtung von Kampen anschaulich wider. Als die Herkunftsländer der heutigen ausländischen Studenten aufgezählt wurden, konnte ich nicht so schnell mitzählen. Beeindruckend war es allemal. Unter ihnen eine beachtliche Zahl von afrikanischen und südostasiatischen Ländern.

Wer waren die Geehrten?

Frau Hanna-Louk van Stegeren-Keizer (* Den Haag 1925) für ihre Verdienste zur Verständigung zwischen Christen und Juden. Jahrzehntelang arbeitete sie mit in dem Ausschuss der Generalsynode der Gereformeerde Kerken. Selbst geborene Jüdin und dank des Schutzes durch Niederländer untergetaucht und so dem Schrecken des Holocaust entkommen, ist sie auch als Christin immer dem Judentum verbunden gewesen und war dadurch prädestiniert, eine maßgebliche Rolle zu spielen in der Neubesinnung über das Verhältnis von Juden und Christen.

Frau Prof. Dr. Kwok Pui Lan, geboren 1952 in Hongkong und nach ihrem Theologiestudium sehr bald aufgestiegen zur Professur, jetzt tätig in der renommierten Princeton-University in den USA. Frau Pui Lan hat sich dadurch besondere Verdienste erworben, dass sie die Früchte der feministischen Theologie nutzbar gemacht hat für die Situation und Rolle der Frauen in der asiatischen Gesellschaft.

Der Fachgelehrte für semitische Sprachen Alfons W. G. Jakke (* Amsterdam 1928) hat jahrzehntelang als Bibelübersetzer in der Niederländischen Bibelgesellschaft gearbeitet. Der Ehrenpromotor, der Alttestamentler Houtman, schilderte ihn, den Römisch-Katholiken, als katholischen Luther in einer evangelischen Bibelgesellschaft. Seine Beherrschung der biblischen Sprachen bis in die letzten Feinheiten der Sprache, scheint sprichwörtlich zu sein. Hinzu kommt ein außergewöhnliches Gespür für die Ausdrucksvielfalt der niederländischen Sprache. Die Bibelgesellschaft verdankt ihm einen entscheidenden Anteil am Zustandekommen sowohl einer volksnahen Übersetzung der Bibel als auch der vor ein paar Monaten erschienenen neuen Bibelübersetzung. Solche Leute verdienen es, durch ein Ehrendoktorat belohnt zu werden.

Dr. R. Prawiro aus Indonesien (* Jakarta 1928) war seit den ersten Jahrzehnten der Republik Indonesien Finanzminister des Landes und einer der wenigen christlichen Minister. Danach hat er sich auf vielfältige Weise für die christlichen Kirchen in Indonesien eingesetzt. Allem voran steht sein maßgeblicher Anteil an der Leitung von zwei bekannten christlichen Universitäten in Indonesien, nämlich die in Yogyakarta und in Salatiga. An letzterer durfte ich nach meiner Emeritierung, in den Jahren 1992 – 1995, vier Semester lehren. Die javanischen Namen dieser Universitäten sind ein Bekenntnis und wollen ihren Dienst für Kirche und Gesellschaft andeuten. Sie sind zugleich das Motto für die vielfältigen Aktivitäten von Dr. Prawiro gewesen. Die Christliche Universität in Yogyakarta heißt "Duta Wacana", auf deutsch: Botschafter des Wortes, die in Salatiga "Setia Wacana", das heißt: Treu gegenüber dem Wort.

Den vier Ehrendoktoren der Theologischen Universität gilt auch unser Glückwunsch und unsere Anerkennung für ihren vielfältigen Einsatz in christlicher Verantwortung.

Heinrich Baarlink, Nordhorn

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Herr, ich warte auf dein Heil

Herr, ich warte auf dein Heil,
auf nichts andres mehr im Leben,
Dir hab ich mich ganz ergeben,
Deine Liebe ist mein Teil.

Ja Du liebst mich unentwegt
trotz der Menge meiner Sünden,
die mir’s alle Tage künden,
Böses sich in mir nur regt.

Dieser Liebe Wundermacht
lass im Glauben mich ergreifen
und daran die Sehnsucht reifen
nach dem Heil, das du vollbracht.

Heil quillt mir vom Kreuzesstamm,
wo Du hast für mich gelitten,
mir die Seligkeit erstritten
als das wahre Gotteslamm.

Herr, ich warte auf dein Heil,
täglich, stündlich lass mich haben
der Vergebung reiche Gaben
Deiner Liebe köstlich Teil.

Von Elisabeth Kittler, Görlitz.
Johann Gülker aus Wilsum
machte auf dieses Gedicht aufmerksam.
Es findet sich im Grenzboten von 1951, S. 134

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Buchtipps

Emlichheim und Umgebung im 3. Reich

Es gibt wenige Bücher, die ich an einem Abend bis weit nach Mitternacht auslese. Das jetzt vorliegende Buch der Heimatfreunde Emlichheim "Emlichheim und Umgebung im 3. Reich" gehört dazu. Albert Arends aus Laar hat den Band mit seinen 231 Seiten bearbeitet. Das große A4 Format ermöglicht rund 140 sehr deutliche und zum Teil große Bilder, die sehenswert sind.

"Die hier vorliegende Dokumentation ist das Ergebnis einer mehrjährigen Arbeit von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Emlichheimer Geschichtswerkstatt der Volkshochschule der Grafschaft Bentheim", schreibt Albert Rötterink, Vorsitzender der Heimatfreunde Emlichheim und Umgebung im Vorwort. In der Anfangsphase hatte Hubert Titz aus Neuenhaus die Leitung, dann wurde sie von Albert Arends übernommen.

"Das Ziel der Arbeit… war es, noch lebende Zeitzeugen… zu befragen, ihre Aussagen niederzuschreiben, regionale Materialien dieser Zeit zu sammeln und aufzuarbeiten – und die Leser und Leserinnen zum Nachdenken anzuregen über das, was gewesen ist und für die Zukunft zu mahnen", betont Albert Arends.

Das ist in jeder Hinsicht gelungen und macht den überregionalen Wert dieses Buches aus.

Persönliche Berichte und Erlebnisse lassen uns intensiv teilhaben an dem Erlebten und Erlittenen. Sie helfen auch den Nachgeborenen, das Geschehene zu erfassen und zu verarbeiten. Das Buch war überfällig, umso mehr, weil viele Jugendliche heute nichts mehr wissen z.B. vom Reichsarbeitsdienst und seinen Lagern oder von den politischen Gefangenen und den Kriegsgefangenen, die ihr Leben gelassen haben. Auch der Holocaust und das Wunder des modernen Staates Israel sind ihnen vielfach fremd. Dieses Buch lässt die Gegenwart in der Geschichte verwurzeln und erden. Damit sie nie vergessen werde!

ISBN 3-922478-75-4, Preis 20 Euro, erhältlich über jede Buchhandlung.

Gerrit Jan Beuker, Hoogstede

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Diakonie

3566 Schuhkartons für Kinder in Not

Mit großem Erfolg ist die diesjährige siebte Aktion Weihnachten im Schuhkarton in der Grafschaft und in Ostfriesland zu Ende gegangen.

In Ostfriesland sammelten Marianne und Hans Johann Hilbrands von der altreformierten Kirchengemeinde Bunde und Alide Sweers von der Gemeinde Neermoor 500 Kartons. Die Ev.-freikirchliche Gemeinden packten in Ostfriesland 430 Kartons.

2636 Schuhkartons wurden an 19 Annahmestellen von Laar bis nach Bad Bentheim abgegeben. Im Vergleich zum letzten Jahr ein Plus von 20 %.

In diesem Jahr machten auch Annahmestellen in Thuine, Rheine und Steinfurt mit, um erste Erfahrungen für eine eigene Sammlung im nächsten Jahr zu machen. Sie sammelten je ca. 50 Kartons und gaben diese hier ab.

Nach Abgabeschluss am 15.11.04 wurden die Schuhkartons aus der Grafschaft zum Hof Terdenge nach Hestrup transportiert, in wechselnder Besetzung mit sechs bis sieben Personen an sechs Abenden überprüft, zugeklebt und, nach Altersgruppen sortiert, zu zehn bis zwölf Schuhkartons in 286 größere Umzugskartons gepackt. Oft staunt man mit wie viel Liebe die Kartons gepackt sind, wie viel Geld und Zeit Menschen für ihren Schuhkarton aufwenden.

Insgesamt war in diesem Jahr der größte Teil der Kartons sehr gut gepackt. Nur bei wenigen Kartons musste man sich fragen, ob man seinem eigenen Kind ein solches Geschenk machen würde.

Am Dienstag, dem 30.11.04 gingen 2636 Schuhkartons aus der Grafschaft auf die Reise nach Berlin zum Zentrallager. (Die Versandkartons füllten 1,5 Lkw.) Von dort wurden sie direkt in elf Empfängerländer, überwiegend nach Osteuropa, gebracht (Rumänien, Ungarn, Bulgarien, Litauen, Polen, Lettland).

Im Rahmen einer Weihnachtsfeier, die örtliche Empfänger vorbereiten, bekamen die Kinder das Päckchen mit einer Weihnachtsgeschichte in der jeweiligen Landessprache in den letzten beiden Wochen überreicht.

Es beteiligten sich über 1000 Sammelstellen in Deutschland und es sind über 400.000 Schuhkartons in Deutschland, Österreich und der Schweiz gepackt worden.

In diesem Jahr machten mehr Privatpersonen, Bewohner von Altenheimen und Kirchengemeinden als in den Vorjahren mit. Schulklassen und Kindergärten beteiligten sich in diesem Jahr nicht in so großer Zahl. Im Februar kann man einen Bericht mit Bildern über die Verteilung bei mir (Tel. 05926/520) oder Marianne Hilbrands (Tel. 04956/6510) anfordern oder im Grenzboten einige Verteilberichte nachlesen.

Ein herzliches Dankeschön allen Päckchenpackern, allen Annahmestellen und allen, die mitgeholfen haben.

Marianne und Hans Johann Hilbrands, Bunde,
Alide Sweers, Neermoor, Heinrich Terdenge, Nordhorn

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Evangelisch-reformierte Kirche

Steuereinnahmen sinken

Jede Gesamtsynode der Evangelisch-reformierten Kirche (ERK) wird mit einem Abendmahlsgottesdienst eröffnet. Rund sechzig Synodale waren vom 24. bis 26.11.2004 zur neunten Tagung der III. Gesamtsynode in die Johannes a Lasco Bibliothek nach Emden gekommen. Sie ist seit einigen Jahren fester Versammlungsort. Mitarbeitende Gäste jeder Gesamtsynode sind die Abgeordneten des Bundes freier reformierter Kirchen, der reformierten Gemeinde Hanau sowie Unterzeichneter und Pastor Gerhard Schrader für die Evangelisch-altreformierte Kirche.

Traditionell verhandelt die Herbstsynode die Jahresrechnungen des vorigen und die Haushaltspläne des kommenden Jahres. Zum ersten Mal seit vielen Jahren konnte der Haushalt erwartungsgemäß nur noch mit Mühe ausgeglichen werden. Fast alle Rücklagen sind aufgezehrt. Der Haushaltsplan 2005 der Evangelisch-reformierten Kirche sieht Einnahmen und Ausgaben in Höhe von rund 28 Millionen Euro vor. Darin ist der Haushalt des Diakonischen Werkes mit 1,3 Millionen einbegriffen. Letzterer wurde von 2003 auf 2005 um ein Drittel gekürzt. Fast ein Drittel der verbleibenden Diakoniegelder gehen in die Arbeit von Kindergärten und Spielkreisen.

Im Frühjahr hat die Synode neben vielen Kürzungen und Streichungen schon die Schließung des Freizeitheimes Baccumer Mühle bei Lingen beschlossen. Jetzt wurde heftig diskutiert über eine Streichung aller Zuschüsse für Jugendfreizeiten. Die ERK ist weder zahlungsunfähig noch soll in nächster Zeit ein Drittel der Pfarrstellen wegfallen, wie in der Presse vermeldet wurde. Wohl müssen die Ausgaben den sinkenden Einnahmen angepasst werden.

Folgen der Steuerreform

Verschiedene Stufen der staatlichen Steuerreform haben der ERK 2002 bis 2005 fünf Millionen Euro weniger Kirchensteuer beschert. Im Laufe des Jahres 2004 blieben die Kirchensteuereinnahmen der ERK zweieinhalb Millionen Euro unter den Erwartungen, im Jahr 2005 hofft man auf 17 Millionen Kirchensteuer, eine Million weniger als 2004. Die Kürzungen müssen also weiter gehen. Der Kirchenpräsident Jann Schmidt rief dazu auf, zuversichtlich, hoffnungsvoll und tatkräftig ans Werk zu gehen.

Die Papierflut ist schier unermesslich. Für jede Synodetagung müssen die Abgeordneten mehrere hundert Seiten studieren. Eine hervorragende Verwaltung sorgt für eine pünktliche und genaue Verbreitung und Darstellung. Größtmögliche Transparenz soll für Einsicht und Zustimmung bei den Entscheidungen sorgen.

Hier und da musste die Synode die Mitgliedschaft der ERK kündigen, nicht mehr alle Vertretungen können in Zukunft wahrgenommen werden. Der Zuschuss der ERK für das reformierte Studienhaus in Göttingen wurde gestrichen. Das wiegt umso schwerer, weil der reformierte Lehrstuhl in Göttingen seit der Emeritierung von Prof. Busch noch immer nicht wieder besetzt ist.

Wahl des Vizepräsidenten

"Einsame Entscheidungen werden scheitern. Eine breite Diskussion hilft, reformiertes Profil zu gewinnen." Das war auch eine der Kernaussagen von Dr. Johann Weusmann, dem Kandidaten für das Amt des Vizepräsidenten der ERK. Zwei Tage vor der Synode war er in Hamburg promoviert. Die Synode wählte ihn mit nur einer einzigen Gegenstimme. Er arbeitet noch in Südafrika und hofft sein neues Amt zum 01.04.2005 anzutreten.

"Werkstatt Zukunft"

Die sogenannte "Werkstatt Zukunft", eine Art Diskussionsforum der Synode, versuchte sich auf die Schwerpunkte künftiger kirchlicher Arbeit zu verständigen.

Gerrit Jan Beuker, Hoogstede

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Diakonie

Brot für die Welt

I. Allgemeine Spenden für die 45. Aktion 2003/2004

Datum

Gemeinde

Spende

Euro

13.05.03

Veldhausen

Kollekte

1.372,55

30.05.03

Emden

Kollekte

1.068,92

11.06.03

Campen

Kollekte

788,10

22.07.03

Nordhorn

Kollekte

1.159,12

28.07.03

Veldhausen

Kollekte

1.180,38

25.08.03

Veldhausen

Kollekte

999,87

10.09.03

Emlichheim

Restbetrag: Freizeit Jugendbund in Hanstedt

24,94

30.10.03

Bunde

verschiedene Spenden aus Erntedankkollekte

420,00

07.11.03

Veldhausen

Kollekte

1.197,29

07.11.03

Veldhausen

Kollekte

1.233,98

22.12.03

Uelsen

Kollekte anl. Buß- und Bettag

191,78

29.12.03

Emlichheim

Spende

300,00

30.12.03

Bunde

Weihnachtskollekte

2.948,05

02.01.04

Uelsen

Weihnachtskollekte

4.397,45

02.01.04

Laar

Weihnachtskollekte

5.887,85

07.01.04

Ihrhove

˝ Weihnachtskollekte

1.688,40

07.01.04

Ihrhove

˝ Weihnachtskollekte für Projekt in Kamerun

1.688,40

12.01.04

Emden

Kollekte

674,23

13.01.04

Nordhorn

Weihnachtskollekte

12.457,10

14.01.04

Neermoor

˝ Weihnachtskollekte

284,47

14.01.04

Neermoor

˝ Weihnachtskollekte Projekt: UGA D111-0005

284,48

15.01.04

Bunde

Rest: Weihnachtskollekte

575,00

19.01.04

Veldhausen

Kollekte: Brot statt Böller

1.561,86

19.01.04

Bentheim

Samml. Weihnachtsbaumaktion

2.904,18

19.01.04

Bentheim

Weihnachtskollekte

17.236,13

27.01.04

Wilsum

Kollekte: Brot statt Böller

446,08

28.01.04

Hoogstede

Kollekte

4.035,75

19.02.04

Veldhausen

Kollekte

1.508,66

10.03.04

Emlichheim

Weihnachtskollekte

19.800,34

 

 

Zwischensumme I

 88.315,36

II. Sondergaben und Katastrophenhilfen 45. Aktion 2003/2004

Datum

Gemeinde

Spende

Euro

15.04.03

Neermoor

Gabe für Hungernde Kinder im Irak

26,00

13.05.03

Veldhausen

Kollekte für Irak-Hilfe

1.387,66

21.05.03

Ihrhove

Kollekte für Irak-Hilfe

650,00

27.05.03

Nordhorn

Kollekte für Zivilbevölkerung im Irak

1.866,31

30.06.03

Nordhorn

Kollekten-Nachtrag z. G. Irak

200,00

28.07.03

Veldhausen

Kollekte z. G. Erdbeben in Algerien

1.286,76

05.08.03

Campen

Kollekte für Bethel

160,17

05.08.03

Campen

Kollekte z. G. Kindernothilfe im Irak

220,00

15.08.03

Hoogstede

Kollekte z. G. Hungerhilfe Afrika

1.443,40

02.10.03

Bentheim

Kollekte z. G. NES AMIN, Israel

537,78

14.10.03

Wilsum

Kollekte z. G. Aids-Hilfe in Kenia

2.181,11

22.10.03

Ihrhove

˝ Erntedankkollekte z. G. Hilfsprojekt "Gemeinsam für Afrika"

1.160,00

21.11.03

Wilsum

Nachreichung z. G. Aids-Hilfe in Kenia

10,00

19.01.04

Bentheim

Klingelbeutel IV/03 z. G. Hungerhilfe Afrika

3.476,34

27.01.04

Wilsum

Gabe: Erdbebenopfer Iran

40,00

28.01.04

Nordhorn

Kollekte: Erdbebenopfer Iran

3.453,84

06.02.04

Bentheim

Kollekte: Erdbebenopfer Iran

2.237,66

10.02.04

Nordhorn

Kollekte: Erdbebenopfer Iran

50,00

19.02.04

Veldhausen

Kollekte: Erdbebenopfer Iran

2.027,91

08.03.04

Uelsen

Kollekte: Erdbebenopfer Iran

2.372,93

 

 

Zwischensumme II:

24.787,87

 

 

Gesamtsumme o. a. Spenden I und II

113.103,23

Wir danken allen Spenderinnen und Spendern für das diesjährige Gesamtergebnis. Im Vergleich zum Vorjahr (133.134,03 Euro) ist ein Rückgang von 20.030,80 Euro zu verzeichnen. Dafür wird es viele Gründe geben. Doch auch angesichts eigener wirtschaftlicher Nöte ist es wichtig, nicht nachzulassen in der Suche nach weltweiter Hilfen und Gerechtigkeit. Mit diesem Appell bitten wir, auch die diesjährige Spendenaktion weiterhin im Interesse der Not leidenden Menschen in der Dritten Welt zu unterstützen.

Bankverbindung:
Sparkasse Leer-Weener
Konto-Nr.: 2-050573
BLZ.: 28550000

Bunde, den 27.11.2004
i.A. Diedrich Kolthoff

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Radio Neue Hoffnung

Radio Neue Hoffnung (RNH) ist eine christliche Radiostation, die am 1. Januar 2005 mit der Übertragung seines Programms beginnen wird.

Genau eine Sekunde nach Mitternacht startet das tägliche 24-Stunden-Programm und ist hörbar über die digitale Hörfrequenz (10832.25 MHz - Horizontale Polarisation, FEC Ration 5/6 und Symbolrate 22MS/S). Alle potenziellen Hörer müssen über eine Satellitenschüssel mit einem universalen LNB und digitalem Satellitenempfänger verfügen, der auf den ASTRA Satelliten auf 19.2° Ost gerichtet wird.

Das Programm wird ein breites Spektrum an Kommentaren, Botschaften und Themen direkt aus der Bibel beinhalten, dazu kommen beliebte christliche Lobpreis- und Anbetungslieder für jedes Alter sowie lebensverändernde biblische Geschichten für Kinder. Der größte Teil des RNH Radioprogramms wird auf deutsch sein. Allerdings plant RNH, im Verlauf des Jahres 2005, Programme in weiteren europäischen Sprachen aufzunehmen. Remsen Beitel, 1. Vorsitzender von Radio Neue Hoffnung e.V. erläutert hierzu: "Wir übertragen im Moment Programme in deutscher und englischer Sprache, werden aber bald französische, spanische, rumänische, türkische und Programme in Farsi hinzufügen können. Auch andere Sprachen sind möglich, sollten sich geeignete Programmpartner anbieten."

Eine Besonderheit von RNH ist, dass nicht ein einziges der übertragenen Programme selbst produziert wird. Stattdessen hat RNH Beziehungen zu christlichen Programmpartnern aufgebaut, die meistens entweder Teil einer Kirche oder einer Missionsorganisation mit fundamentalem Blick auf die Bibel sind. In jedem Fall sind sie daran interessiert, bibeltreue Radioprogramme von 15-, 30- oder 45-minütiger Länge herzustellen und gegen Entrichtung von Sendekosten über die Wellen von RNH auszustrahlen. Diese Sendekosten sind von der Länge des Programms und der Häufigkeit der Übertragung abhängig (täglich oder wöchentlich). Herr Beitel führt hierzu aus: "RNH ist ein nichtkommerzieller christlicher Sender, der über keine weiteren finanziellen Einnahmen verfügt. Die Sendeeinnahmen decken nur zum Teil unsere Satellitenkosten. Daher müssen wir uns auch auf die finanzielle Unterstützung unserer Hörer verlassen."

Er erklärt die biblische Partnerschaft zwischen den Programmpartnern und Hörern auf diese Weise: "Wir stellen uns unsere Programmpartner, unsere Hörer und unser RNH-Team als Mitglieder einer evangelistischen Gruppe vor, deren gemeinsames Ziel es ist, den "großen Missionsbefehl" zu erfüllen. Wir finden ihn in Matthäus 28, Verse 19 – 20, wo es heißt, dass wir das Evangelium von Jesus Christus allen Nationen und Völkern verkünden sollen. Allein könnten wir dieses Ziel nicht erreichen, aber durch die Satellitenübertragung hat unsere Partnerschaft die Möglichkeit, Millionen von Haushalten in den meisten europäischen Ländern zu erreichen. Wir sehen diese Partnerschaft gerne im Bild des dreifachen Seils: Als einzelner Strang sind wir schwach und oft wirkungslos, aber zusammengedreht wie ein Seil ist unser evangelistisches Team stark und kann mit Gottes Hilfe eine Menge erreichen."

Personen oder Organisationen, die daran interessiert sind, Radioprogramme für Radio Neue Hoffnung zu produzieren, wenden sich bitte an Remsen Beitel über die Telefonnummer 05309/970136 oder rhbeitel@aol.com. Wenn Sie mehr Informationen über Radio Neue Hoffnung haben möchten, besuchen Sie unsere Website www.rnh.de oder schicken Sie einen Brief an: Radio Neue Hoffnung e.V., Stettiner Strasse 12, 38165 Lehre-Wendhausen, Tel: 05309/970377, E-mail: studio@rnh.de

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Weihnachtsbotschaft 2004

"In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.
Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat’s nicht ergriffen." Johannes 1,4-5

Die frohe Botschaft von Weihnachten scheint auf die Welt wie die Sommersonne in der südlichen Hemisphäre und wie ein funkelnder Stern am nördlichen Winterhimmel. Sie strahlt als die frohe Botschaft, die uns als "große Freude" verkündigt wird, hell in eine Welt hinein, in der wir von beunruhigenden Nachrichten umgeben sind. Sie erneuert unseren Glauben an die Verheißung von Frieden auf Erden, und sie ruft uns einmal mehr zum Lobpreis Gottes auf, dessen Herrlichkeit die höchsten Himmel umfasst. Seit Jahrhunderten ist die in Weihnachten beschlossene Hoffnung auf Frieden eine zentrale Aussage des Glaubens der Kirche. Indem wir die Geburt Christi feiern, verpflichten wir uns immer wieder neu, diese Hoffnung zu leben.

Wir feiern die Hoffnung der Weihnacht als die Verheißung des Friedens. Wir gedenken der Geburt Jesu, der als ein Kind zu uns kam und von Gewalt bedroht war, der mit seiner Familie auf der Flucht vor den Plänen der Mächtigen war. Zu dieser Zeit, in dieser Welt danken wir Gott und loben ihn für die Hoffnung, die wir in Jesus Christus haben, für das Geschenk der Liebe Gottes, die in menschlicher Verwundbarkeit offenbar wurde.

Die frohe Botschaft, dass Jesus Christus in die Welt kommt und unter uns wohnt, ist in dieser Welt eine Quelle der Erleuchtung, denn durch sein Leben und seine Lehren hat er uns den Weg gezeigt, der zum Frieden führt. Jesus selbst sagt: "Meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt."

Diese Welt gibt uns Mauern, die Völker voneinander trennen, und Gesetze, die die Freiheit einschränken. Sie gibt uns Sicherheitsstrategien und Präventivschläge. Jesus ruft uns auf, nach Wegen zu suchen, verantwortlich als Menschen in Einigkeit miteinander zu leben. Jesus Christus hat uns das Liebesgebot gegeben und ruft und dazu auf, den Geist der Rache, des Hasses und der Rivalität zu überwinden. Er fordert uns auf, für unsere Feinde zu beten. Er lehrt uns, unsere eigenen Interessen nicht auf Kosten anderer durchzusetzen, nicht neidisch zu sein, wenn die Entmachteten wieder ermächtigt werden, und der Gerechtigkeit nicht im Wege zu stehen, wenn den Enteigneten zurückgegeben wird, was ihnen zusteht. Er ruft uns dazu auf, in den Vernachlässigten und Verlassenen das Angesicht Gottes zu erkennen. Er ermutigt uns Tag für Tag, durch unseren Glauben und unser Handeln ein Leben im Gehorsam zu führen…

Inmitten der Spaltungen und der Zerstörung dieser Welt erinnert uns die frohe Botschaft von Weihnachten daran, dass Gott sich uns in Liebe zuwendet und uns zum Dienst der Versöhnung aufruft. "In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat’s nicht ergriffen."

Pfarrer Dr. Samuel Kobia
Generalsekretär des ÖRK

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Segensgruß

Möge ein Engel dich begleiten,
wenn du auf dem Weg gehst,
und das Licht für dich tragen
in das Dunkel der Zeit.

Möge er noch vor dir da sein,
wenn du nach Hause kommst
und dir die Tür öffnen in ein neues Jahr.

Und wenn es ganz still um dich wird
und die Freunde wegbleiben,
möget ihr Freunde werden,
wo einer den anderen kennt.

Und wenn die Kraft nicht ausreicht
und du mit Gott nicht reden kannst,
möge er für dich sprechen
und dich auf den Händen tragen.
Himmelwärts.

Pastor Abbas Schah-Mohammedi
in "Ja. Christsein heute" Nr. 12/2004


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In eigener Sache:

Die Redaktion des Grenzboten wünscht allen Lesern und Leserinnen ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr. Die nächste Nummer des Grenzboten erscheint am 09.01.2005 und wird wieder von Pastor Teunis zusammengestellt.