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Ev.-altref. Kirche
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Die Hauptthemen dieser Synodesitzung sind das "Aktionsbündnis gegen AIDS", dem die Ev.-altref. Kirche beitreten wird, Beratungen über den Entwurf eines neuen Gemeindebuches und die Aussprache über Perspektivsätze in der Zusammenarbeit zwischen reformierter und altreformierter Kirche, die der Gemeinsame Ausschuss der Synode vorgelegt hat.
Aus dem Moderamen
Reformierter Weltbund
Der Reformierte Weltbund bittet um eine finanzielle Unterstützung für Reise- und Aufenthaltskosten von Delegierten aus der südlichen Hemisphäre zur 24. Generalversammlung des Reformierten Weltbundes in Accra, Ghana, vom 30. Juli – 13. August 2004. Das Thema dieser Generalversammlung lautet: "Auf dass alle Leben die Fülle haben". Der Reformierte Bund hat verschiedene Materialien und Texte zum Thema: "Wirtschaft im Dienst des Lebens" herausgegeben, die der Vorbereitung der Generalversammlung in Accra dienen.
Es entwickelt sich auf der Synode ein Gespräch, ob unsere Kirche sich an den Kosten dieser Versammlung beteiligen soll und wie wir uns entsprechend auf dieses Ereignis vorbereiten können. Zugleich wird darauf hingewiesen, dass im kommenden Jahr eine Delegation aus Sumba unsere Kirche und unsere Maisynode besuchen wird. Die Synode beschließt:
Der Missionsausschuss, der Ausschuss Kirche und Theologie und der Diakonieausschuss sollen unter Federführung des Missionsausschusses anhand der Materialien vom Reformierten Bund das Thema aufgreifen und für die kommende Maisynode vorbereiten. Das erarbeitete Material soll den Kirchenräten frühzeitig vorliegen, damit eine gründliche Vorbereitung in den Gemeinden gewährleistet werden kann.
Der Überschuss aus den Missionskollekten wird bis zu einem Betrag von 1000,- € für die Unterstützung von Delegierten aus der südlichen Hemisphäre verwendet. Die Synode bittet die Kirchenräte, die Missionskollekten zeitig auf das entsprechende Missionskonto zu überweisen.
Jugendpastor
Das Moderamen legt den Antrag vor, dem Jugendpastor Sitz und Stimme in der Synode zu geben. Die Synode weist darauf hin, dass hierdurch eine Verfassungsänderung nötig wird. Zudem wird vorgeschlagen, dem Jugendpastor nicht das Stimmrecht, sondern das Rederecht in allen Belangen einzuräumen. Doch auch hierzu bedarf es einer Verfassungsänderung.
Daher beauftragt die Synode die Verfassungskommission, bis zur nächsten Synode einen Vorschlag über eine Verfassungsänderung in diesen Punkten vorzubereiten. Sollten beide Vorschläge von der Synode abgelehnt werden, hat der Jugendpastor laut Verfassung Rederecht, wenn der Ausschuss verhandelt wird, in dem er tätig ist.
Verwaltung und Planung
Gemeinde Wuppertal
Im Zuge der geplanten Vollmitgliedschaft der Gemeinde Wuppertal in den Synodekassen müssen seitens der Gemeinde Wuppertal Unstimmigkeiten mit der niederländischen Pensionskasse geklärt werden. Hermann Breukelman, Pensionsbeauftragter der Synode, legt eine Vereinbarung vor, die zwischen der Gemeinde Wuppertal, dem dortigen Pastor, Heinrich Lüchtenborg, und der Synode geschlossen wird. Sie besagt, dass
die rückständigen Beiträge für AOW u. ANW mit der niederländischen Pensionskasse abgeklärt wurden und die Gemeinde Wuppertal hierüber persönlich informiert wurde. Seitens der Gemeinde werden diese Beiträge nach Eingang eines Beitragsbescheides angewiesen. Die Abwicklung der Zahlungen läuft über die Pensionskasse.
für die zurückliegenden Jahre von der Gemeinde Wuppertal andere Berechnungsgrundlagen zur niederländischen Pensionskasse gemeldet wurden. Im Versicherungsfall der nächsten vier Jahre könnte es hier zu Leistungsabweichungen gegenüber den diensttuenden Pastoren kommen. Darüber ist Herr Pastor Lüchtenborg informiert worden und hat keine Bedenken erhoben.
Mit dieser Vereinbarung sind alle Voraussetzungen für die Vollmitgliedschaft der Gemeinde Wuppertal in den Synodekassen gewährleistet
Die Synode dankt H. Breukelman ausdrücklich für seine umsichtige Arbeit!
Jugendpastor
Die Synode beschließt, dass 50% des zu zahlenden Gehaltes für den Jugendpastor durch die Synodekasse getragen werden. Die Umlage erfolgt nach dem bekannten Umlageverfahren.
50% der zu zahlenden Beiträge für die Altersversorgung des Jugendpastors werden per Umlage über die Pensionskasse verteilt. Die anderen 50% werden direkt durch die Gemeinde Veldhausen getragen, die zugleich Empfänger der Zahlungen des Landes Niedersachsens für den erteilten Religionsunterricht am Gymnasium Neuenhaus ist.
Da für das Jahr 2003 Kosten für den Jugendpastor nicht im Haushaltsplan der Synodekasse berücksichtigt wurden, wird ein Nachtragshaushalt für die Monate Oktober bis Dezember 2003 beschlossen.
Für die im Rahmen seiner Arbeit entstehenden Sachkosten des Jugendpastors wird die Aufnahme einer Kollekte im Kollektenplan der Synode beschlossen. Diese Kollekte fließt in die Kasse "Kirchliches Schrifttum" ein. Ausgaben des Jugendpastors müssen vom Ausschuss gegengezeichnet werden.
Haushaltspläne der Synode-, Pensions- und Ausgleichskasse
Die Synode veranschlagt den Bedarf der Synodekasse für das Jahr 2004 auf 61.000 €. Darin sind insbesondere die Jugendpastorstelle und Nachzahlungen für das Landelijke Dienstencentrum in Utrecht für die Jahre 2001 und 2002 berücksichtigt.
Den Bedarf für die Ausgleichskasse legt die Synode auf 73.000 € fest. Die Hilfsbeträge aus dem Jahr 2003 und die tariflichen Steigerungen führen zu dieser Summe.
Aufgrund des derzeitigen Kenntnisstandes der erforderlichen Beiträge an die niederländischen Kassen wird der Betrag für die Pensionskasse auf 322.000 € festgesetzt.
Die Beträge werden nach dem bekannten Umlageverfahren auf die Gemeinden verteilt. Dabei wird die Gemeinde Wuppertal mit einbezogen.
Die Synode bittet den VPA, demnächst die Haushaltspläne detaillierter vorzulegen.
Missionsausschuss
Besuch aus Sumba
Im Frühsommer 2004 ist ein Delegationsbesuch der GKS (Gereja Kristen Sumba) in den Bereich unserer Kirche geplant. Für das Jahr 2006 wird ein Gegenbesuch vorbereitet.
Die Synode begrüßt den Austausch mit der GKS in den Jahren 2004 und 2006 und freut sich auf den Besuch der Delegation aus Sumba im Frühsommer des nächsten Jahres.
Die von der gastgebenden Kirche zu erwartenden Kosten, die ca. 2000 € betragen können, werden der Missionskasse entnommen. Die einzelnen Posten werden mit dem Moderamen der Synode abgesprochen.
Das Moderamen der Synode sorgt – unter Umständen im Rahmen der nächsten Synodetagung – für einen Empfang der Gäste und angemessene Gastgebergeschenke.
Aktionsbündnis gegen AIDS
Auf Vorschlag des Missionsausschusses berichtet Pastor Ahlerich Ostendorp, Vorsitzender im Ausschuss für Partnerschaft und Mission der Ev.-ref. Kirche, über das Aktionsbündnis gegen AIDS. Als Ansprechpartner für das Aktionsbündnis im nordwestdeutschen Raum erläutert Pastor Ostendorp die AIDS- Problematik und die Arbeitsweise des Aktionsbündnisses. Zahlreiche kirchliche und gesellschaftliche Organisationen sowie mehr als tausend Basisgruppen haben sich zu diesem deutschen Netzwerk zusammengeschlossen. Es mahnt ein stärkeres Engagement der Regierungen zur Bekämpfung von AIDS an.
Die Synode beschließt, die Kampagne des "Aktionsbündnisses gegen AIDS" zu unterstützen und beauftragt das Moderamen, den Beitritt der EAK in die Wege zu leiten.
Der finanzielle Beitrag soll über Kollekten erfolgen. Daher bittet die Synode die Kirchenräte, das Bündnis in den Jahren 2004 und 2005 jeweils mit einer Kollekte zu unterstützen. Die Kollekte soll auf das Missionskonto mit dem Hinweis "Aktionsbündnis gegen Aids" überwiesen werden.
Diakonieausschuss
Kollektenplan 2004
Der Diakonieausschuss legt einen Kollektenplan mit entsprechenden Kollektenempfehlungen vor.
Die Synode nimmt folgenden Kollektenplan an: Januar - Kirchliches Schrifttum, Februar – Jugendpastor, April (Ostern) - Innere Mission, Mai (Pfingsten) - Äußere Mission, Juni - Jugendbund und Freizeiten, September - Aus- und Fortbildung, Oktober - Reformierte Kirchen in Osteuropa, November - Äußere Mission, Dezember (Weihnachten) - Brot für die Welt
Kirchenbau in Klausenburg
Während einer Rumänien- Informationsfahrt sahen die Mitglieder des Diakonieausschusses, dass eine weitere Unterstützung des Kirchenneubaus in Klausenburg dringend erforderlich ist. Das Dach dieser Kirche muss winterfest gemacht werden. Nur eine kurzfristige Finanzspritze in Höhe von 10.000 € kann dies gewährleisten. Neben anderen Spendern tritt die EAK spontan mit 5000 € helfend ein.
Die Synode stimmt diesem Vorgang im Nachhinein zu und verweist darauf, dass dieses Geld der Kasse "Reformierte Kirchen in Osteuropa" entnommen worden ist.
Ausschuss für ökumenische Aufgaben
Assoziationsvereinbarung PKN-EAK
Der Ausschuss legt eine überarbeitete Assoziationsvereinbarung zwischen der Protestantischen Kirche in den Niederlanden (PKN) und der Evangelisch-altreformierten Kirche in Niedersachsen (EAK) vor. Die Generalsynodeabgeordneten unserer Kirche berichten, dass die Vereinbarung in den Niederlanden einstimmig angenommen worden sei.
Die Assoziationsvereinbarung, die bei der Vereinigung zur PKN in Kraft tritt, wird einstimmig durch unsere Synode angenommen.
Perspektivsätze
Der Gemeinsame Ausschuss der Evangelisch-reformierten Kirche und der Evangelisch-altreformierten Kirche legt der Synode Perspektivsätze vor, die Wegweisung für die weitere Zusammenarbeit und Verbindung der beiden Kirchen sein sollen. Die Aussprache zeigt, dass die gute Zusammenarbeit zwischen den beiden Kirchen gewürdigt wird. Allerdings wird kritisch Stellung zu einzelnen Formulierungen in diesem Papier genommen, die auf die Einheit beider Kirchen zielen.
Die Synode nimmt dieses Papier zur Kenntnis und beauftragt den Gemeinsamen Ausschuss, die positiven sowie die kritischen Stimmen bei der zukünftigen Arbeit zu berücksichtigen.
Ausschuss für kirchliches Schrifttum
Textübersetzungen
Der Ausschuss legt die Übersetzung der neu abgefassten Art. 31, 32 und 32 a der Kirchenordnung der GKN (Beschwerde- und Revisionsanträge) und der von der Generalsynode geänderten Teile der Ausführungsbestimmungen zu Artikel 26 der Kirchenordnung der GKN (verschiedene Unterzeichnungsformulare) vor.
Die Synode nimmt die Übersetzungen zur Kenntnis und verweist darauf, dass diese Unterzeichnungsformulare ab jetzt Gültigkeit in der EAK haben.
Kasse "Kirchliches Schrifttum"
Die Kosten der neuen Broschüre und des neuen Flyers über die EAK haben die Kasse "Kirchliches Schrifttum" so stark belastet, dass die Grenzbotenkasse die nächste Ausgabe des Grenzboten nicht mehr bezahlen kann. Dies ist u.a. darauf zurück zu führen, dass die Broschüren nicht nach Erwartung verkauft werden konnten.
Die Synode beschließt, eine Kollekte für "Kirchliches Schrifttum" in den synodalen Kollektenplan 2004 aufzunehmen.
Zugleich sollen die restlichen Broschüren über die EAK nach dem Umlageverfahren auf die Gemeinden verteilt und zu je 2,- € in Rechnung gestellt werden.
Der für die laufenden Kosten dieser Kasse noch fehlende Betrag in Höhe von 2000,- € wird der Evangelisationskasse entnommen.
Geltendes Recht in der EAK nach der Entstehung der PKN
Die Verfassung der EAK enthält Bestimmungen, die das Verhältnis der EAK zu den GKN berühren. Mit der Entstehung der PKN ergibt sich die Frage, ob die EAK in Angelegenheiten, in denen sie keine eigenen Regelungen hat, das bislang geltende Recht der GKN oder das kommende Recht der PKN anwendet.
Die Synode beauftragt ihre Verfassungskommission, in dieser Angelegenheit Dr. Stolz zu konsultieren.
Internet- Präsenz der Gemeinden
Einige altreformierte Gemeinden sind im Internet präsent, nicht alle. Pastor F. Baarlink ist bereit, einen Internet- Workshop durchzuführen.
Pastor F. Baarlink wird beauftragt, Kirchenräten bzw. Beauftragten oder interessierten Mitarbeiterinnen/Mitarbeitern in den Gemeinden bei der Vorbereitung eines Internet- Auftrittes behilflich zu sein. Gemeinden, die dieses Angebot in Anspruch nehmen wollen, können sich bei ihm melden.
Ausschuss für Kirchenmusik und Liturgie
Neues Gemeindebuch
Der Ausschuss legt den ersten Entwurf eines neuen Gemeindebuches vor. Die Aussprache würdigt diese Arbeit des Ausschusses. Einige Vorschläge zur Ergänzung werden gegeben.
Die Kirchenräte werden von der Synode gebeten, Änderungen oder Zufügungen schriftlich bis Ende Januar 2004 beim Ausschuss einzureichen.
Der Ausschuss soll der nächsten Synode einen Überblick über Änderungen bzw. Zufügungen vorlegen.
"Liedtag" in Emlichheim
Im kommenden Jahr wird am 13.03.2004 in Emlichheim ein ökumenischer Liedtag von der Stiftung "Leerhuis & Liturgie – Amsterdam" organisiert.
Die Synode schließt sich der positiven Einschätzung dieser Initiative des Ausschusses an und beschließt, nach Kenntnisnahme der genauen Kosten maximal 500,- € für die Durchführung des Liedtages zu gewähren. Der Betrag soll dem Bestand des "Musikkontos" der Synode entnommen werden.
Wahlen und Ernennungen
Als Abgeordneter zur Generalsynode 2004 wird Ältester Wiebe Bergsma, Emden, gewählt. Sein Stellvertreter wird Ältester Jan Borggreve, Uelsen, sein.
Zum Beauftragten der Synode im VPA ab dem 1. Januar 2004 wird Jan Wortelen, Nordhorn, ernannt.
Gesine Wortelen, Schüttorf, wird zur Kassenführerin der Kasse "Kirchliches Schrifttum / Grenzbotenkasse" ernannt.
Gerold Klompmaker, Schriftführer