Jahrestagung der Gesellschaft für niedersächsische
Kirchengeschichte in Emden am 07.06.1998
Generalthema: Konfessionelle Vielfalt und Toleranz
Abspaltung und Toleranz
Zur Entstehung der Ev.-altref. Kirche in
Niedersachsen
Pastor Dr. Gerrit
Jan Beuker, Hoogstede
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Wir haben heute einen Rundgang durch die
Stadt gemacht und von weitem den Turm der ev.-altreformierten Kirche gesehen.
Vielen Kirchengeschichtlern ergeht es so, wie uns auf dem Rundgang. Sie haben
von weitem etwas gehört, gelesen oder gesehen von einer kleinen Freikirche im
westlichen Niedersachsen, in Ostfriesland und der Grafschaft Bentheim. Meine
Damen und Herren, so wenig die meisten von Ihnen von der Ev.-altreformierten
Kirche wissen, so wenig habe ich bislang von der Gesellschaft für
niedersächsische Kirchengeschichte gewußt. Ich danke Ihnen für die Einladung
zum Referat. Beiden Seiten kann heute geholfen werden.
Getrennte
wurden kriminalisiert
Die Evangelisch-altreformierte Kirche in
Niedersachsen ist am 1.1.1998 160 Jahre
alt geworden. Ihre älteste Gemeinde Uelsen wurde am 1.1.1838 in der Grafschaft
Bentheim nahe der niederländischen Grenze vom ehemaligen hervormden (sprich reformierten)
niederländischen Pastoren Hendrik de Cock instituiert.[1]
Nach ihm werden die Altreformierten im Volksmund bis heute vielfach die
„Kockschen“ genannt. Hendrik de Cock, der 1842 schon verstorben ist, hat
übrigens auch in Wolthusen vor den Toren Emdens gepredigt.
In Anlehnung an das Niederländische
bezeichnet man die Entstehung der Evangelisch-altreformierten Kirche bis heute
vielfach als eine „Abscheidungsbewegung“ oder einfach als „die Abscheidung“.
Der gängige offizielle deutsche Ausdruck des vorigen Jahrhunderts spricht von
einer Separation und von den Separatisten. Immer wieder wurden Altreformierte
auch als Sektierer bezeichnet. Sektiererische Züge waren ihnen in den ersten
Jahren wohl auch nicht ganz fremd.
Ich möchte darauf hinweisen, daß der Begriff
Separatisten und Separation heute nicht so sehr im kirchlichen als vielmehr im
politischen Bereich beheimatet ist. Er wurde vielfach von reformierten
Ortspastoren und Kirchenleitungen auf die neue Kirche angewandt. Es ist bei
ihnen durchaus das Gefühl anwesend, es handele sich bei dieser Trennung nicht
nur um eine kirchliche sondern auch um eine politische Ungehorsamkeit.
Reformierte Ortspastoren und Kirchenräte schalteten regelmäßig, häufig und gern
staatliche Ämter, Polizeistationen und Polizeibehörden ein, um kirchlich
Unwillige und „Abtrünnige“ zu verfolgen und zu bestrafen.
Der offizielle Begriff „Separatismus“ zeigt
also auch, wie eng staatliche und kirchliche Gehorsamkeit und Strafverfolgung
um 1840 hier miteinander verbunden waren. Wir würden heute sagen, die von der
Kirche Getrennten wurden kriminalisiert. Sie wurden von weltlichen Gerichten zu
Geld- und Gefängnisstrafen verurteilt und hatten in seltenen Fällen sogar mit
dem Kriminalgericht und der Androhung von Zuchthausstrafen zu tun. Bei jeder
neuen Verurteilung wegen Teilnahme an einer verbotenen religiösen Versammlung
verdoppelte sich die Geldstrafe. Wer häufiger von der Polizei auf solchen
Versammlungen angetroffen wurde, riskierte bald Haus und Hof durch die jedesmal
verdoppelte Geldstrafe. Ein Leiter der Altreformierten, der spätere Pastor Jan
Berend Sundag, soll 1838 bis 1842/3 insgesamt 39mal von wenigen Tagen bis zu
einem Monat gefangen gewesen sein.[2]
Bis 1866 sind niederländische Prediger, die in altreformierten Gemeinden
berufen wurden, des Landes verwiesen worden.[3]
Nur allzugern verlasen kirchliche Stellen
staatliche Vorschriften von den Kanzeln. Selbst staatliche Gerichtsurteile oder
die Höhe der Strafen wurden öffentlich von den Kanzeln nicht nur der eigenen,
sondern aller reformierter Gemeinden des betroffenen Amtsbezirks der Grafschaft
Bentheim verlesen. Von Datenschutz gab es noch nicht die geringste Spur. Die
Betroffenen, die sich von ihrer Kirche im Stich gelassen fühlten, wurden auch
an den Rand der Gesellschaft gedrängt. Wer wollte oder konnte es sich schon
leisten, mit einem so Geächteten Geschäfte zu pflegen und Umgang zu haben. Die
Verfolgungen, die ab 1845 immer weniger wurden, bremsten die Sache
Abscheidungsbewegung jedoch nicht. Sie förderten sie nur um so mehr.
Ab 1847 wanderten viele Altreformierte nicht
nur aber vor allem aus religiösen Motiven in die USA aus. Sie gründeten dort
den Ort Graafschap nahe Holland, Michigan. In Minnesota gibt es einen Ort Bunde
nach Bunde im Rheiderland.[4]
Nachteile
der Separatisten
Die Nachteile der „Separatisten“ erstreckten
sich auf alle Bereiche des Lebens. Um 1866 führten altreformierte Brautleute
Prozesse vor weltlichen Richtern, um eine staatliche Anerkennung einer
altreformierten kirchlichen Trauung. Sie hatten keinen Erfolg, obwohl das
zuständige Ministerium schon 1856 dem Grafschafter Oberkirchenrat mit der
Einführung einer bürgerlichen Trauung gedroht hatte, wenn die Geistlichen
weiterhin altreformierte Brautleute bedrängen würden, vor der Trauung ein Glaubensbekenntnis
abzulegen, daß diese sich nämlich nicht „als außerhalb der reformierten Kirche
stehend“ betrachten würden.[5]
Bis 1874, der Einführung der Standesämter,
mußten alle altreformierten Kinder in die Geburts- und Taufbücher der reformierten
Gemeinden eingetragen und dem reformierten Ortspastoren gemeldet werden. Um die
Beerdigung Altreformierter auf reformierten Friedhöfen gab es Streitigkeiten
bis um die Jahrhundertwende. Beiträge zu reformierten Kirchenlasten, zu Gemeinden,
aus denen sie längst ausgetreten waren, wurden noch Jahrzehnte von ihnen
gefordert.[6]
Es war unvorstellbar und undenkbar, das
Monopol der einen Kirche am Ort zu durchbrechen. Es gab in vielen Dörfern nur eine
Kirche! Sie stand mitten im Dorf. Alles Leben drehte sich buchstäblich um diese
eine Kirche.[7] Es hatte in
vielen Orten der Grafschaft Bentheim genau 250 Jahre lang nur eine einzige
Kirche am Ort gegeben, die reformierte. 250 Jahre nach dem Übergang der
Grafschaft Bentheim zum reformierten Glauben in 1588 entstand 1838 die erste
altreformierte Gemeinde Uelsen, die ich eingangs nannte.[8]
So haben wir 1988 im selben Jahr 400 Jahre „reformiertes Bekenntnis in der
Grafschaft Bentheim“[9]
und 150 Jahre Evangelisch-altreformierte Kirche gefeiert.
Als Körperschaft des öffentlichen Rechts
wurde die Altreformierte Kirche erst 1951 von der Niedersächsischen Landesregierung
anerkannt. In den hundert Jahren zuvor waren rund hundert diesbezüglicher
Anfragen an die entsprechenden Stellen abgewiesen worden, zumeist nach
vorgängiger Ablehnung durch reformierte Kirchenbehörden. Immer wieder wurde die
Unterwerfung unter reformiertes Recht und reformierte Ordnung gefordert. Das
bedeutete, bis um 1880 durfte kein altreformierter Kirchturm gebaut werden und
bis nach 1900 in manchen Dörfern keine altreformierten Glocken läuten.[10]
Alle diese und andere oft lieblose Versuche, die Trennung einzudämmen, sie
abzubremsen oder zu verhindern, hatten ein Klima großer Kälte und einen großen
Abstand zwischen der reformierten und der altreformierten Kirche zur Folge.
Altreformierte wurden dargestellt als
engherzig, kleinkariert, hinterweltlerisch, altmodisch und übertrieben streng.
Sie mieden - das ist wahr - die Gasthäuser. Ein Gastwirt hätte schwerlich
altreformiert sein können. Kirmesveranstaltungen, Kartenspiele, Tanz und
ähnliches waren ihnen verpönt, der Sonntag heilig. Sie knüpften darin
vielleicht unbewußt an ältere, teils sogar jüdische, Traditionen an. Nach dem
Zweiten Weltkrieg gab es darin immer größere Lockerungen. Heute sind diese
Traditionen völlig verschwunden.
Reformation
deformierter Kirche
Die ersten Altreformierten hatten nicht das
Gefühl, sie wären an einem Aufstand oder an einem politischen Aufruhr
beteiligt. Sie stellen sich in ihren vielfachen Bittschriften an Kirche,
Regierung, Minister, König und Kaiser immer wieder als staats-, königs- und kaisertreue Bürger dar. Sie
waren ihrem Gefühl und ihrer Ansicht nach an einer dringend notwendigen
Reformation einer völlig deformierten Kirche beteiligt. Sie sahen ihr und
anderer Seelenheil gefährdet. Sie wollten und forderten eine Rückkehr zu den
alten Bekenntnissen, zu Zucht und Ordnung der Väter. Sie suchten die
befindliche oder erweckliche Predigt. „Was der Herr an ihrer Seele tat“, war
ihnen wichtig. Sie hatten dem Volk nach Martin Luther „aufs Maul“ und auch ins
Herz geschaut. Sie vertraten eine „Volkstheologie“, eine volksnahe Theologie.
Sie konnten mit einem Buchtitel aus 1775 sprechen von dem, was der Herr an der
Seele getan hat.[11] Sie wußten
von den Gemütsbewegungen und -erregungen, von den Rührungen und Empfindungen
des Menschenherzens.
Sie hielten sich an sogenannten alten
Schreiber, an die Pietisten des 18. Jahrhunderts. Altreformierte Erneuerung war
erst einmal rückwärts gerichtet. Mit der neuen Predigtweise des vorigen
Jahrhunderts, mit dem „neuen Licht“, mit den neuen Liedern und anderen
Neuerungen waren sie nicht eingenommen. Das Heil der Kirche lag für sie neben
Jesus Christus in den Erkenntnissen der Väter und Mütter sowie der Großväter
und Großmütter begründet. Sie wollten eine Reformation in der Rückkehr zur
früheren Zeit. Altreformiert, niederländisch „Oudgereformeerd“, wurde schon
sehr bald ihr Name.
Sie suchten und fanden Unterstützung in den
Niederlanden, wo die Trennung von der bestehenden Kirche, die Entstehung der
heutigen Gereformeerden Kerken, einfacher und mit weniger Geburtsschmerzen vollzogen
werden konnte. In Deutschland wurden diese Trennung und die eigenständige
Kirchenbildung ja vielfach gerade nicht vollzogen. Die „unzufriedenen Frommen“
sammelte sich hier vielfach in den bis heute innerhalb der Kirchen
existierenden Landeskirchlichen Gemeinschaften. Die Evangelisch-altreformierte
Kirche könnte man auch als zur Kirche gewordene oder als Kirche organisierte
Landeskirchliche Gemeinschaft bezeichnen. Wo es altreformierte Gemeinden gibt,
gibt es keine landeskirchlichen Gemeinschaften!
Verbindungen
zu den Niederlanden und Abscheidungsgründe
Die kirchlichen reformierten Verhältnisse und
Ordnungen der Grafschaft Bentheim und Ostfrieslands sind eng mit den Niederlanden
verwoben. Länger als reformierte Gemeinden in diesem Gebiet hielten Altreformierte
an dieser Verbindung und auch an der niederländischen Predigtsprache fest.[12]
So konnte um 1880 der Wechsel einer reformierten Gemeinde zur deutschen Predigtsprache
für reformierte Gemeindeglieder ein Anlaß sein, altreformiert zu werden.
Pieter de Jong, früher
reformierter Pastor in Laar, schreibt 1988: „Der Konflikt, der zur Abscheidung
führte, ist auf Unterschiede in Lehre und Predigt zurückzuführen. Die Lehre der
Erwählung, der Genugtuung, Gericht und Gnade, Glaube und Wiedergeburt, Schrift
und Bekenntnis, hatten die Predigt der Oefenaars gekennzeichnet. Diese Punkte
waren für die Trennung entscheidend. Im Lauf des Konflikts und bei späterer
Verantwortung spielten eine Rolle (die Themen): … Staatskirche, … Kirchenzucht
und die Frage der Gesänge.“[13]
1923 hat sich die Altreformierte Kirche der
damaligen Provinz Hannover „vorläufig“ den Gereformeerden Kerken in Nederland“
angeschlossen. Sie bekam und hat dort mehr oder weniger die Rechte und
Pflichten einer sogenannten Partikular- oder Provinzialsynode. In diesem selben
Jahr 1923 gaben die Altreformierten ihre eigene Theologische Schule in Emden
auf, die von 1880 bis 1923 bestanden hat und etwa 45 Theologen hervorbrachte.[14]
Für die nächsten fünfzig Jahre, von 1925 bis
1975 studierten kommenden altreformierte Pastoren bis auf wenige Ausnahmen
praktisch nur in den Niederlanden an der Freien Universität Amsterdam oder an
der Theologischen Hochschule, heute Universität Kampen in der Nähe von Zwolle.
Heute ist offiziell ein niederländischer Abschluß erforderlich, allerdings wird
vielfach das Hauptstudium bis zum ersten kirchlichen Examen in Deutschland
absolviert. Seit Ende letzten Jahres arbeitet sogar eine reformierte Vikarin in
einer altreformierten Gemeinde an ihrer reformierten Ausbildung.[15]
Noch heute lesen übrigens ganz vereinzelt
altreformierte Familien ein niederländischsprachiges Andachtsbuch bei Tisch. Vereinzelt
werden niederländische Pastoren in die Ev.-altref. Kirche berufen und umgekehrt
Ev.-altref. Pastoren in die Niederlande.[16]
Niederländer predigen Deutsch in altreformierten Gemeinden und Deutsche
Niederländisch in niederländischen Gemeinden. „Europa
op zijn best.“
Die
Gegenwart
Von der Abspaltung, Abscheidung und Separation
über Duldung, Toleranz und Anerkennung
zu neuer Gemeinschaft und neuen Verbindungen.
Heute sind etwa fünf Prozent der rund 120.000
Einwohner der Grafschaft Bentheim evangelisch-altreformierten Bekenntnisses.
Auf acht evangelisch-altreformierte Gemeinden verteilen sich dort rund 6000
Gemeindeglieder . Sie werden von zehn hauptamtlichen Pastoren betreut. Die
kleinste Gemeinde zählt 300, die größte 1500 Gemeindeglieder.[17]
In Ostfriesland bestehen fünf kleine
altreformierte Gemeinden in Campen, Emden, Neermoor, Ihrhove und Bunde mit zusammen
rund 1000 Gemeindegliedern. Hier arbeiten vier hauptamtliche Pastoren. Die
Gemeinden in der Grafschaft Bentheim sind zumeist zwischen 1838 und 1849
entstanden, die in Ostfriesland etwas später zwischen 1854 und 1861.
Die 1847 entstandene
Niederländische-reformierte Gemeinde Wuppertal Elberfeld, die Gemeinde von
Hermann Friedrich Kohlbrügge, hat sich 1983 mit der Evangelisch-altreformierten
Kirche zusammengeschlossen.
Anfang der siebziger Jahre unseres
Jahrhunderts ist die Evangelisch-altreformierte Kirche in Niedersachsen
Mitglied im Reformierten Bund sowie in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher
Kirchen in Niedersachsen und in Deutschland geworden. Sie gehört auch zu den
Gründungsmitgliedern des Evangelisches Missionswerks in Hamburg und zum
Diakonischen Werk der EKD in Stuttgart. Die Evangelisch-altreformierte Kirche
ist selbst kein Mitglied der EKD, sie zieht keine Kirchensteuern über das
Finanzamt ein. Sie erhält keine staatliche Unterstützung. Sie lebt finanziell
von den Beiträgen ihrer Gemeindeglieder. Wer sich dabei an die empfohlenen Richtlinien
hält kommt als Besserverdienender leicht an die Zehnprozentgrenze.[18]
Wege
zueinander ebnen und fördern
Aus Anlaß des 150-jährigen Bestehens der
Ev.-altreformierten Kirche in Niedersachsen haben zuerst die Ev.-ref. Kirche und dann auch die Ev.-altref. Kirche
1988 ihre Schuld an der bestehenden Trennung ausgesprochen.[19]
Sie haben mit je sechs Personen einen „Gemeinsamen Ausschuß“ eingerichtet, der
Wege und Möglichkeiten prüfen und fördern soll, um die weitergehende und engere
Zusammenarbeit der beiden Kirchen zu ermöglichen.
Schon seit 1970 benutzen beiden Kirchen das
gleiche Gesangbuch. Nur diese beiden Kirchen haben in Deutschland dem Evangelischen
Gesangbuch die 150 bereimten Psalmen vorgebunden. Der gesungene Psalter ist ihnen
wichtig.
Zwischen 1970 und 1995 erwachsen und
entstehen in fast allen Orten mit reformierten und altreformierten Gemeinden
gemeinsame Wochengottesdienste, Bibelwochen, Passionsgottesdienste u.ä..
Jährliche gemeinsame Kirchenratsitzungen führen zum regelmäßigen Kanzeltausch.
Mitarbeitende Gäste der jeweils anderen Kirche sind an den Synoden beteiligt.
In vielen reformierten Ausschüssen wurde ein altreformiertes Gemeindeglied
berufen oder ernannt. Auf dem Gebiet der Diakonie gibt es eine enge Zusammenarbeit.
Vereinzelt feiert man nach 150jähriger Trennung jetzt das Abendmahl wieder
gelegentlich gemeinsam.[20]
In der Grafschaft Bentheim stehen Reformierte
und Altreformierte sich näher als in Ostfriesland. Die Ostfriesen sind manchmal
etwas weniger tolerant und direkter in ihren Aussagen.
Altreformierte sind in der Grafschaft
Bentheim reformierter und landeskirchlicher geblieben oder geworden als in
Ostfriesland. In Ostfriesland betont man besonders die Freikirchlichkeit und
unterhält mehr Verbindungen zu anderen Freikirchen als im Bentheimischen. Es
gibt hier auch mehr Freikirchen als in der Grafschaft Bentheim.
Keine
klassische Freikirche
Die Ev.-altreformierte Kirche in
Niedersachsen ist und war keine klassische Freikirche. Mit der SELK, der
Selbständig Evangelisch-lutherischen Kirche, gehört sie zu den sogenannten
konfessionellen Freikirchen. Beide sind wesentlich auch aus bekenntnismäßigen
Gründen entstanden. Im Gegensatz zu anderen Freikirchen handelt es sich hier
nicht um Personalgemeinden sondern um Parochialgemeinden.[21]
Ein Wachstum der Gemeinden fand und findet in der Regel nicht durch
Neubekehrungen statt sondern durch Geburtenüberschuß. Die Kindertaufe wird
betont und ziemlich ohne Ausnahme praktiziert.
Samen
- op - weg
Ich habe am Rande erwähnt, wie die Toleranz
anderen Kirchen gegenüber im Laufe dieses Jahrhunderts, besonders nach dem
Zweiten Weltkrieg, gewachsen ist. Je mehr die altreformierten Gemeinden
toleriert wurden, desto toleranter wurden sie auch. Das ist für mich ein
Schlüsselsatz. Je mehr die altreformierten Gemeinden toleriert wurden, desto
toleranter wurden sie. Sie wurden toleranter anderen Konfessionen gegenüber,
aber auch toleranter innerhalb der eigenen Reihen in ethischen oder bekenntnismäßigen
Fragen. Diskussionen um solche Fragen werden bis heute gerne und intensiv
geführt. Aber es ist auch eine Diskussion um „Auftrag, Weg und Ziel“ der
Kirche, die weit über die Grenzen der eigenen Kirche hinausgeht.[22]
Weit über die Grenzen der eigenen Kirche
hinaus geht eine Bewegung, die in den Niederlanden entstanden ist und die versucht,
dort die Einheit von drei protestantischen Kirchen zu erreichen.
Altreformierte, Reformierte und Lutheraner werden in absehbarer Zeit in den
Niederlanden eine einzige Kirche bilden. Eine gemeinsame Kirchenordnung der
drei Kirchen ist schon verabschiedet. Die Ausführungsbestimmungen werden zur
Zeit verhandelt. Die kirchlichen Organisationen, Büros, Dienstleistungen und
Angebote werden in ein gemeinsames Zentrum in Utrecht überführt und miteinander
verschmolzen. Die Ausbildung der künftigen Theologen soll in wenigen Jahren an
vermutlich vier Universitäten konzentriert und vereinheitlicht werden.[23]
Rund zweieinhalb Millionen Hervormde, 700.000 Gereformeerde und 20.000
Lutheraner sind „Samen - op - weg“ und wollen eine Kirche bilden.
Toleranz
ist sehr viel, aber zu wenig
Nur von Toleranz zu reden, wäre also
entschieden zu wenig. Aus konfessionellen Gründen kann es geboten sein, so
zeigt die Geschichte, daß Gemeinden und Kirchen getrennte Wege gehen. Aber
ebenso - und das ist Anlaß zur Hoffnung - kann es ebenfalls auch aus
konfessionellen Gründen geboten sein, die Einheit der Christen zu suchen und zu
verwirklichen, auch wenn dafür historischen Eigenheiten und liebgewordene
Traditionen geopfert werden müssen. Schon 1968 haben altreformierte Theologen
in den Niederlanden die Trennung der Kirche dort in neun oder mehr verschiedene
reformierte Konfessionen[24]
in den Niederlanden als Sünde bezeichnet. Sie haben eine reformiert -
altreformierte Vereinigung viel früher erwartet.
Dreißig Jahre nach diesem ersten Aufruf ist
das Ziel der Kirchenvereinigung allerdings greifbar nahe gerückt. Noch vor dem
nächsten Jahrtausend könnte es soweit sein.
Die Evangelisch-altreformierte Kirche in
Niedersachsen, die ja seit 1923 mit den Gereformeerden Kerken in Nederland verbunden
war, sucht in dieser Einigungsbewegung ihren eigenen Platz. Sie ist gefragt und
herausgefordert, dieser Einheit auch vor Ort in Deutschland nachzustreben. Zwar
sind die Unterschiede in den Strukturen zwischen Volks- und Freikirche,
zwischen großen und kleinen Gemeinden, zwischen durchschnittlich recht aktiven
und manchmal weniger aktiven Christen in Deutschland sehr viel größer als in
den Niederlanden. Aber im Rahmen eines sich vereinigenden Europas sollte eine
Kirche auf der Grenze, die jahrzehntelang viele Kontakte über die Grenze hatte,
eher Vorreiter denn Schlußlicht sein.
Mancher gebürtige Altreformierte ist heute
Pfarrer in der Evangelisch-reformierten Kirche. Es werden Zahlen von bis zu
fünf Prozent genannt. Zusätzlich haben heute auch manche reformierten Theologen
ein- oder zwei Semester in den Niederlanden studiert, sich in Examensarbeiten
mit der Ev.-altreformierten Kirche beschäftigt oder verwandtschaftliche
Beziehungen zur Ev.-altref. Kirche. Es könnte sich dabei noch einmal um fünf
Prozent aller reformierten Pfarrer handeln. Auch darin zeigt sich ein
entspanntes und versöhntes Verhältnis zwischen den beiden Kirchen.
Als Altreformierte haben wir
aus der Geschichte gelernt. Trennung, Abscheidung, Separation und immer neue
Trennungen und Scheidungen schaffen am Ende keine reine und vollkommene Kirche
der sichtbar Heiligen. Trennungen und Scheidungen verursachen viel Leid. Schuld
liegt auf beiden Seiten, wie 1988, ich denke das ist ziemlich einmalig in der
Kirchengeschichte, von reformierter und altreformierter Seite bekannt wurde.[25]
Es ist Gnade und ein großes Geschenk, wenn Getrennte sich versöhnen. Der Weg
der Versöhnung ist allemal spannender und gesegneter als der Weg der Trennung.
Versöhnung ist mehr als
Toleranz. Versöhnung läßt Kirchen und Gemeinden nicht nur nebeneinander her
bestehen. Versöhnung reicht die Bruder- oder Geschwisterhand. Sie sucht nach
gemeinsamen Wegen und Möglichkeiten. Die Toleranz ist die Mutter und die Geduld
der Vater der Versöhnung und der neu zu findenden Einheit. Die anderen sind
dann nicht mehr Bedrohung, sondern eine Bereicherung des je eigenen. Sie
befruchten einander und bekämpfen einander nicht mehr.
Aus dem Gegeneinander und
dem Streit entsteht ein Nebeneinander und eine Haltung der Toleranz. Daraus muß
dann aber auch ein Miteinander und ein Füreinander erwachsen. Zei Kirchen gehen
aufeinander zu. Sie achten und schätzen einander. Sie suchen das Gute für
einander. Das ist mehr als Toleranz.
Ich danke Ihnen für Ihre
Aufmerksamkeit.
Materialien
zur Ev.-altreformierten Kirche in Niedersachsen
Synode
Ev.-altref. Kirche, Gemeindebuch für den Gebrauch im Gottesdienst, im
kirchlichen Unterricht und in der Familie, Bad Bentheim 1977, 240 S.
G.J.
Beuker, Einblicke. Ein Beitrag zum Selbstverständnis der Ev.-altref. Kirche in
Niedersachsen, Uelsen 1981, 64 S.
G.J.
Beuker, Gemeinde unterwegs… Die Evangelisch-altreformierte Kirchengemeinde
Uelsen seit 1838, Bad Bentheim 1984, 192 S.
H. Voort
(Hrg.), Reformiertes Bekenntnis in der Grafschaft Bentheim 1588-1988, Bad
Bentheim 1988, 296 S., Reihe: Das Bentheimer Land - Band 114.
G.J.
Beuker, Umkehr und Erneuerung. Aus der Geschichte der
Evangelisch-altreformierten Kirche in Niedersachsen 1838 - 1988. Bad Bentheim 1988, 542 S.
Synode
Ev.-altref. Kirche, Lebenswelten. Materialien für kirchlichen Unterricht und
Gemeindearbeit in der Evangelisch-altreformierten Kirche in Niedersachsen,
Nordhorn 1993, 138 S.
Gemeinsamer
Ausschuß der Evangelisch-reformierten Kirche und der
Evangelisch-altreformierten Kirche, Gemeinsam unterwegs.
Reformiert-altreformierte Gespräche. Bad Bentheim 1994, 72 S. (ISBN
3-929013-10-X)
D.
Averes, Evangelisch-altreformierte Kirche in Niedersachsen, Nordhorn 1994, 32
S. (ISBN 3-929013-11-8)
G.J.
Beuker, Abgeschiedenes Streben nach Einheit. Leben und Wirken Henricus Beukers
1834 - 1900. Theol. Diss. Kampen 1996, 416 S. (ISBN 90-5337-018-8)
Entwurf
der Kirchenordnung der Vereinigten Protestantischen Kirche in den Niederlanden
sowie der Vorordnungen zum Entwurf der Kirchenordnung …, Deutsche Übersetzung,
Hoogstede 1997, 131 S.
G.J.
Beuker, Treue Zeugen. Geistesgeschichtliche Lebenserzählung. Ursprünglich
Louwrens Penning, Schriftsteller in Bunde, Weener und den Niederlanden 1854 - 1927,
Uit mijn leven, Leer 1998, 120 Seiten. (ISBN 3 928 612 42-5)
Veröffentlicht in: Jahrbuch der Gesellschaft
für Niedersächsische Kirchengeschichte, 96. Band 1998, 77 – 87.
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[1]) Pastor Hendrik de Cock (1801-1842), 1824 hervormder Pastor in Eppenhuizen (NL), 1827 in Noordlaren, 1829 in Ulrum, wurde dort Ende 1833 wegen seiner Broschüre über „Irrtümer und Abweichungen von der reformierten Lehre“ seines Amtes enthoben und 1834 abgesetzt. Er trennte sich am 13.10.1834 mit seiner Gemeinde von der Nederlandse Hervormde Kerk. Er führte am 1.1.1838 in Itterbeck die ersten Ältesten und Diakone der gegründeten altreformierten Gemeinde Uelsen in ihre Ämter ein. 13 bis 40 Gemeindeglieder übergaben ihrem Ortspastoren an diesem Tag eine „Urkunde der Abscheidung“. (Text in Gerrit Jan BEUKER, Umkehr und Erneuerung. Aus der Geschichte der Evangelisch-altreformierten Kirche in Niedersachsen 1838 - 1988, Bad Bentheim 1988,5). Ich durfte 1978 bis 1988 als Pastor in der Gemeinde Uelsen arbeiten und habe 1984 ihre Geschichte herausgegeben. (Beuker, Gemeinde unterwegs … Die Evangelisch-altreformierte Gemeinde Uelsen seit 1838, Bad Bentheim 1984, 192 Seiten). Eine deutschsprachige Kurzbiographie von De Cock aus meiner Feder ist erschienen in C. Haverkamp, H. Lensing, S. Remme (Redaktion), Emsländische Geschichte 6, 1997,195f.
[2]) Jan Berend Sundag, (1810-1893), gelernter Faßbinder und Holzhändler, 1840 bis 1848 Kandidat, 1848 bis 1893 Pastor der Evangelisch-altreformierten Gemeinde Bad Bentheim. Kurzbiographie aus meiner Feder in C. Haverkamp u.a. (Redaktion), Emsländische Geschichte 6, Meppen 1997,334-336. Nachweisen kann ich heute aus den noch teilweise vorhandenen Polizei- und Gerichtsakten 13 Gefängnisstrafen vor allem in den Jahren 1839 bis 1841 von einmal 2, zweimal 3, einmal 5, einmal 7, dreimal 8, zweimal 14, einmal 21, einmal 24 und einmal 28 Tagen. (Beuker 1988,288; vgl. Beuker 1998,27-32)
[3]) In Veldhausen wurde Ende 1857 Pastor Hermannus op’t Holt ausgewiesen. Innerhalb von vier Wochen mußte er das Land verlassen. (Beuker 1988,306). In Emden wurde Pastor R.G. Kamans 1857 zum ersten und 1859 zum zweiten Mal ausgewiesen. Sieben Glieder der altreformierten Gemeinde bestanden auf Kamans Berufung. Sie gehörten wenig später zu den ersten Mitgliedern der Baptistengemeinde Emden (Beuker 1988,173-178)..
[4]) Die Evangelisch-altreformierte Gemeinde Hoogstede existierte von 1845 bis 1847. Als in diesem Jahr der gesamte Kirchenrat emigrierte, hörte die Gemeinde auf zu bestehen. Die verbliebenen Glieder schlossen sich der Nachbargemeinde Emlichheim an und bildeten erst 1953! wieder eine eigene Gemeinde. Zur Auswanderungsbewegung gibt es eine Flut von Literatur und Untersuchungen. Speziell für den Bereich Grafschaft Bentheim sei genannt Swenna HARGER und Lore LEMMEN, Auswanderung aus der Grafschaft Bentheim nach Nordamerika, (Reihe: Das Bentheimer Land 137), Bentheim 1996. (Eine englische Ausgabe erschien bereits 1990 in Holland, Michigan, The county of Bentheim and her emigrants to North America).
[5]) Beuker 1988, 123-126.
[6]) Beuker, 1988, 118-133.
[7]) Der Markt wurde um die Kirche herum abgehalten. Die Verstorbenen wurden auf den Friedhöfen direkt an der Kirche beerdigt. Der gemeinsame Gottesdienst, vielfach mit gemeinsamem Mittagessen der Bauernschaften und Familien untereinander, war der Ort, wo Neuigkeiten und Informationen ausgetauscht wurden. Krankheiten in den Familien, Schweinepreise und Kriegsnachrichten wurden vor und nach dem Gottesdienst verhandelt. Man kann sich die einzelnen Dörfer kaum isoliert genug vorstellen. Es gab keinen Postverkehr und keine befestigten Straßen.
[8]) Mir erscheint es so, als ob separierte Kirchen sich jeweils innerhalb der Hälfte der Zeit wieder trennen. Es dauerte rund 1000 Jahre bis es zur ersten großen Kirchentrennung zwischen Ostrom und Westrom kam. Rund 500 Jahre später, 1517, erfolgte die Trennung der Reformation. Für die Grafschaft kam 250 Jahre nach dem Übergang zum reformierten Glauben die Abscheidung. Sie war die erste vom Volk persönlich getragene und vollzogene Glaubensentscheidung. Bis dahin hatte gegolten: Cuius regio - eius religio. Der Übergang der Grafschaft Bentheim zur Reformation, 1544 lutherisch und 1588 reformiert, war keine Sache des Volkes sondern eine des Fürsten. In den Niederlanden entstanden kaum hundert Jahre nach der Abscheidung immer neue Trennungen und Spaltungen in den abgeschiedenen Kirchen. Dort gibt es heute zehn verschiedene kleinere reformierte Konfessionen. Lutheraner sind in den Niederlanden kaum vertreten.
[9]) Heinrich VOORT, Reformiertes Bekenntnis in der Grafschaft Bentheim 1588 -1988, Bad Bentheim 1988 (Reihe: Das Bentheimer Land, Band 114). In diesem Band haben acht Autoren auf 296 Seiten viele wichtige Informationen zusammengetragen.
[10]) Beuker 1988, 118-135.
[11]) Geesjen PAMANS, Egt verhaal van geestelyke bevindingen, uit een sterken gemoeds aandrang, om te vertellen wat de Here aan de ziele gedaan heeft, met geen ander oogmerk, dan tot ere van God, en stigtinge van den evenmensch. Zwolle 1775, 765 Seiten. 1980!! ist in Rijssen die dritte Auflage dieses Werks erschienen! Geesjen Pamans lebte als einfache, ledige Frau von 1728 - 1821 in Neuenhaus. Sie wurde selbst von Theologen um Rat und Urteil gebeten.
[12]) Josef Kempen, Heinz Kloss und Hans Taubken haben 1930, 1967 und 1986 eigenständige Untersuchungen zur Stellung des Niederländischen in den Kirchen der Grafschaft Bentheim und Ostfrieslands veröffentlicht. Bei ihnen finden sich Übersichten und weitere Literaturhinweise.
[13]) Pieter .L. de JONG, De Groningse Theologie in de Graafschap
Bentheim, Scriptie Utrecht 1982,34.
De Jong beschreibt ausführlich auch in Voort, 1988, 113-162 (Reformiertes
Bekenntnis in der Grafschaft Bentheim) „Die Bentheimer Kirche im 18. und 19.
Jahrhundert.
[14]) Beuker 1988, 432-441.
[15]) Silvia Voget ist z. Zt. Vikarin in der altreformierten Gemeinde Veldhausen
[16]) 1988 kam Pastor R.J. Visser aus Uithuizen (Groningen) nach Uelsen, 1997 ging Pastor J.F. Fischer aus Laar nach Emmen.
[17]) 45% der Grafschafter gehören heute der Evangelisch-reformierten Kirche an. 30% sind römisch-kathoisch, 17% lutherisch, je 0,5% Baptisten und Herrnhuter sowie 2% Sonstige. Man spricht wohl einmal vom „Naturschutzgebiet Gottes“. Wie sehr sich die Verhältnisse verschoben haben, mögen die Angaben aus der Volkszählung von 1880 zeigen. Zu dem Zeitpunkt galten 73,9 % der Grafschafter als reformiert, 17% als römisch-katholisch, 6% als altreformiert, 2,6% als lutherisch und 0,5% als Sonstige.
[18]) Ein altreformiertes erwachsenes Gemeindeglied spendet im Jahr im Durchschnitt rund 600,- DM für kirchliche und diakonische Zwecke. Zumeist handelt es sich bis heute um Arbeiter und Angestellte. Ein gehobener Mittelstand ist wenig, eine Oberschicht praktisch gar nicht vertreten.
[19]) Gemeinsam unterwegs. Reformiert - altreformierte Gespräche 1994,9-14.
[20])Gemeinsame Abendmahlsfeiern gab es in Bad Bentheim, Veldhausen und Wilsum.
[21]) Die einzelnen Gemeinden betreuen ein festes Gebiet, meistens ein reformiertes Kirchspiel.
[22]) Die Evangelisch-reformierte Kirche (Synode ev.-ref. Kirchen in Bayern und Nordwestdeutschland) hat 1998 „ein Diskusisonspapier“ von hundert Seiten herausgegeben über „Auftrag, Weg und Ziel der Gemeinde Jesu Christi in der gegenwärtigen Zeit“. Es geht also nicht mehr nur um den Weg der eigenen Kirche. Die Gemeinde Jesu Christi wird bei Reformierten und Altreformierten sehr viel weiter gefaßt als die eigenen Kirchengrenzen.
[23]) Die niederländische Regierung fordert und fördert diese Konzentration in erheblichem Maße.
[24]) Nederlandse Hervormde Kerk, Gereformeerde Kerken in Nederland (1892), Gereformeerde Kerken (Vrijgemaakt) (1944), Nederlands Gereformeerde Kerken (1966), Christelijke Gereformeerde Kerken (1892), Gereformeerde Gemeenten in Nederland (1953), Gereformeerde Gemeenten in Nederland en Nordamerika (1838), Oudgereformeerde Gemeenten (1907), Vrije Evangelische Gemeenten (1881). (Entstehungsjahr in Klammern.)
[25]) Gemeinsam unterwegs (wie Anm. 19), 1994,9-14.