Nach Bethlehem – eine Reise zum Licht

Eine Fahrt mit dem „Sorgenexpress“

Aus dem Gottesdienst der Ev.-altreformierten Gemeinde Hoogstede
am zweiten Weihnachtstag 2001 gestaltet vom Kindergottesdienst.

Gekürzte Fassung des Anspiels

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Eine große Schar
wartet auf
die Kinder vom
1. und 2.
Schuljahr,
die gleich
in der Mitte
Platz nehmen
werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Sprecherin am Pult:

Es ist Nacht.
Die Menschen haben sich in ihren Häusern zur Ruhe gelegt.
Alles ist friedlich und still –
so scheint es.
Doch der Schein trügt.
Einer hat heute eine Menge zu tun.

 

 

 

Die Lokführerin:

So, na dann wollen wir mal wieder.
Ich bin gespannt, wie voll ich meinen Zug heute Nacht bekomme.
Die meisten meiner Fahrgäste sind schon Stammkunden.
Irgendwann steigen sie dann wieder aus
und dann haben wir Feierabend.
Also, los dann!

 

 

 

Erster Halt:
Station Kinder:


Nie hat jemand Zeit für mich zum Spielen.
Immer heißt es:
Dafür bist du noch zu klein.
Das kannst du noch nicht.
Hoffentlich vertragen sich Mama und Papa wieder. Ich bekomme Angst, wenn sie sich streiten

 

 

 

 

Zweiter Halt: Station Jugendliche:

Wäre ich doch schon achtzehn!
Ich habe das Gefühl,
die Zeit bis dahin wird nie vergehen.
Mein Freund hat mit mir Schluss gemacht.
Ich werde bestimmt nie wieder glücklich.
Manchmal habe ich soviel Power in mir,
dass es richtig kribbelt.
Dann weiß ich nicht,
wohin mit meiner Kraft und explodiere –
und meine Eltern auch.

 

 

 

Dritte Station: Erwachsene:

Im Betrieb müssen Leute entlassen werden.
Hoffentlich bin ich nicht dabei.
Sonst weiß ich nicht,
wie ich den Kredit abbezahlen soll.
Die Freunde meiner Kinder
gefallen mir gar nicht.
Ich habe Angst,
dass sie auf die schiefe Bahn
geraten und unser Kontakt abbricht.

 

 

 

 

Letzte Station:
alte Menschen:

Ich fühle mich manchmal so überflüssig.
Ich finde mich nicht mehr zurecht
in dieser modernen Welt.
Ich bin auf Hilfe angewiesen.
Mein Leben wird immer einsamer.
Meine Frau hat Gott schon zu sich geholt.
Ob er mich auch bald zu sich holt?

 

 

 

 

 

 

 

Die Lokführerin:
Heute habe ich meine Wagen besonders schwer beladen. Und so dunkel wie heute war es noch nie da hinten. Nicht das kleinste Fünkchen Hoffnung zu sehen. Nein – mit euch kann ich nicht so rumfahren.
Mit euch mache ich eine Reise zum Licht!
Wir müssen jemandem den Vortritt lassen: Hallo, ihr zwei, ihr seht schon recht müde aus. Von wo kommt ihr und wo wollt ihr hin? Vielleicht können wir euch mitnehmen?

 

 

Josef und Maria:

Wir kommen aus Nazareth und sind auf dem Weg nach Bethlehem. Wir müssen uns dort für eine Volkszählung melden. Kaiser Augustus hat es so befohlen.
Danke für euer Angebot, uns mitzunehmen. Aber da vorne sehe ich schon die ersten Häuser von Bethlehem. Außerdem ist mir euer Gefährt nicht geheuer und weil ich bald ein Kind zur Welt bringe, möchte ich kein Risiko eingehen. Das versteht ihr doch sicher?

 

 

 

 

Maria und Joseph
im Stall in Bethlehem:


Ich bin ja so froh,
dass wir hier im Stall übernachten dürfen.
Viel weiter hätte ich auch nicht gehen können.
Gott hat uns gesund hier ankommen lassen
und uns eine Unterkunft gegeben.
Dafür wollen wir ihm danken.

 

 

 

 

Zwei Hirten unterwegs:

Könnt ihr uns mitnehmen?
Wir müssen so schnell es geht nach Bethlehem zu dem herrlichen Licht, das da oben am Himmel steht.
Stellt euch vor, ein Engel hat uns auf dem Feld die Nachricht gebracht, dass unser lang ersehnter Heiland auf die Welt gekommen ist. Und zwar heute Nacht.
Dort beim Licht soll das Kind in einer Krippe liegen. Wir wollen es willkommen heißen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die drei Weisen:
Wir kommen aus dem Osten und sind schon lange unterwegs, auf dem Weg zum Licht. Dort, wo dieser besonders helle Stern am Himmel steht, muss ein Kind geboren sein, das eine wichtige Bedeutung für die Menschen auf der Erde hat. Schon seit vielen Jahren beobachten wir Nacht für Nacht mit unseren Fernrohren, was sich da oben tut.

 Und dann war er plötzlich da, dieser helle Stern. Heller als all die anderen. Uns war sofort klar, dass er ein Zeichen für die Geburt eines außergewöhnlichen Kindes war. Also haben wir uns aufgemacht, um es bei uns auf der Erde zu begrüßen, und mit unseren Geschenken zu verehren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zwei Engel:
Seid willkommen alle zusammen. Ihr einfachen Hirten und edlen Weisen, hier macht ihr eure wichtigste Entdeckung. Ihr erlebt die Liebe Gottes, der den Menschen seinen Sohn als Retter schickt. Und ihr alle, hier aus dem Sorgenexpress: Hier findet ihr den, der euch als Freund Rat und Halt geben will.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ältere und jüngere Kinder singen ihre Lieder.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Gemeinde singt kräftig

 

und hört aufmerksam zu.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zum Schluss des Gottesdienstes
erheben wir uns.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und nach der Kirche stehen wir noch draußen zum Nachgespräch

 

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