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Wort zum Sonntag GN Ausgabe vom 17.04.2004 Von Pastor Dr. Gerrit Jan Beuker, Ev.-altreformierte Gemeinde Hoogstede Lebendige Hoffnung „Hoffen und Harren, macht manchen zum Narren“sagt der Volksmund. Harren ist ein anderes Wort für „warten“. Dieser Spruch ist uralt. Zugleich drückt er ein sehr modernes Lebensgefühl aus. Wir können kaum noch warten. Wir möchten alles sofort haben. Unsere Wünsche sollen möglichst umgehend befriedigt werden.So entsteht kein Spannungsbogen. Hoffnung und Erwartung haben keinen Platz mehr. Das Leben plätschert seicht und oberflächlich dahin. Viele Menschen sind richtig voll gestopft mit technischem Gerät: Handy, Digitalkamera, Computer, Fernsehen, DVD-Spieler, CD-Player, Spielkonsole, Gameboy. Jederzeit erreichbar und jederzeit informiert – etwa mit einer SMS über eine Veränderung in der großen bundesdeutschen Peepshow Big Brother. Der Fernsehkonsum steigt und steigt. Im Informationsnetz ist der moderne Mensch fast ein Messy:
Er wird zugemüllt mit Daten und Informationen, die ihm nicht weiter helfen.
Technikfreaks bedauern es, dass Kleinkinder noch nicht mit Handy am Ohr geboren
werden. Jugendliche überschulden sich mit superteuren Geräten. „Ich will alles –
und möglichst sofort“, scheint die Losung einer materialistischen Gesellschaft
zu sein: Spaß total. Wir können nicht warten.Wir sind wiedergeboren zu einer
lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten, meint der
Apostel Petrus in Kapitel 1 Vers 3 seines ersten Briefes in der Bibel weiter
hinten im Neuen Testament. Eine lebendige Hoffnung verleiht Flügel. Sie schenkt Kraft und Mut. Die Erwartung steigt. Lebendige Hoffnung enttäuscht nicht, sie erfüllt sich. Hoffnungsträger halten öfter nicht, was sie versprechen. Religionsstifter und Gurus, moderne Wohlstands- oder Unheilspropheten – machen Wind und Lärm, oft um nichts. Christen reden seit fast 2000 Jahren vom auferstandenen Christus. Ostern liegt gerade hinter uns. Wie haben Sie dieses Fest erlebt? Sind Sie schon zufrieden mit ein paar freien Tagen und ein paar Osterblumen und Ostereiern? Oder haben Sie es mitbekommen, dass es da um mehr geht? Petrus und viele nach ihm haben eine totale Veränderung erlebt. Es ist wie ein neues Leben. Als ob man neu geboren wäre. Die Auferstehung von Jesus – vor fast 2000 Jahren – macht Mut und beflügelt die Sinne. Gott lässt die Welt nicht den Bach runter gehen. Er greift aktiv ein. Er breitet seine Herrschaft aus. Er schenkt lebendige, tragfähige, kräftige, starke Hoffnung. Eine Hoffnung, die trägt – durchs ganze Leben und selbst durch den Tod. Christen sind sich sicher: Am Ende regieren nicht Chaos und Dunkelheit, sondern Licht und Liebe – durch Jesus Christus. Das macht Mut, heute zuzupacken und die Welt zu erneuern. Eigentlich kein Wunder, dass die Botschaft vom auferstandenen Gottessohn inzwischen rund um den Globus verbreitet ist. Sollten Sie diese Hoffnung bislang verpasst haben: Jeden Sonntag feiern die Jesusanhänger ein kleines Osterfest, jeden Sonntag, in jedem Gottesdienst, in jeder Kirche. Christliche Hoffnung braucht und hat einen langen Atem. Sie macht niemanden zum Narren. Sie gibt im Gegenteil Lebensstärke und Lebenserfüllung, die kein technisches Gerät und kein Wohlstand schenken können. Tun Sie etwas dafür, dass Sie solche lebendige Hoffnung finden! Die Auferstehung von Jesus Christus macht Mut. |
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