Frühjahrssynode 2004

    12. Mai 2004

    Auf dieser Synode steht ein Vortrag des Generalsekretärs des Reformierten Bundes, Pastor D. Hermann Schaefer zum Thema: "Wirtschaftliche Gerechtigkeit als Herausforderung für die Kirchen" zentral. Der Schulchor aus Klausenburg, der in der Grafschaft Bentheim und Ostfriesland Konzerte gegeben hat, verabschiedet sich mit einigen Liedern von der Synode. Ein weiterer Schwerpunkt des Tages ist das neu zu entwerfende Gemeindebuch. Zudem wird der langjährige Beauftragte der Synode für den VPA verabschiedet.

    Aus dem Moderamen

    Der Reformierte Bund bittet wie in früheren Jahren um einen Zuschuss in Höhe von 1000,- € für die Durchführung seiner Hauptversammlung vom 10.-12. Juni 2004 in Wuppertal-Barmen. Zu dieser Versammlung mit dem Arbeitstitel "Die Botschaft von der freien Gnade Gottes ausrichten an alles Volk. Die Aktualität der Barmer Theologischen Erklärung" werden zwischen 220 und 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus allen Teilen Deutschlands sowie eine Reihe ausländischer Gäste von den Partnerkirchen erwartet. Der auf der Synode anwesende Generalsekretär des Reformierten Bundes, Pastor D. Hermann Schaefer erläutert die Notwendigkeit dieser Unterstützung.

    • Die Synode beschließt, die diesjährige Hauptversammlung des Reformierten Bundes mit 1000,- € aus der Synodekasse zu unterstützen.

    Verwaltung und Planung (VPA): Nebeneinkünfte von Pastoren in Zuschussgemeinden

    Der VPA sieht es als erforderlich an, zwischen den Begriffen "Konsulentendienste" und "sonstige Dienste" zu unterscheiden. Unter "Konsulentendienst" wird eine Vereinbarung zwischen dem jeweiligen Pastoren und der in Anspruch nehmenden Gemeinde verstanden. Die daraus fließenden Gelder stehen dem Pastoren zu. Unter "Schuldienst" versteht der VPA eine Vereinbarung zwischen der Kirchengemeinde und der Schulbehörde. Die daraus fließenden Gelder stehen der Kirchengemeinde zu.

    • Die Synode schließt sich dieser Verstehensweise an und beschließt, dass die Einnahmen aus dem Schuldienst beim Zuschussanspruch mit der Ausgleichskasse verrechnet werden.

    Bauhilfskasse

    Der VPA hatte schon zur letzten Synode überarbeitete Richtlinien für die Bauhilfskasse vorgelegt. Auf dieser Synode stehen sie zur Abstimmung. Die überarbeiteten Richtlinien sagen im Wesentlichen aus, dass eine Bauhilfe für Neu-, Um-, und Erweiterungsbauten sowie für Renovierung von Kirchen-, Gemeinde- und Jugendräumen geleistet werden kann. Diese Bauhilfe wird ausschließlich als zinsloses Darlehen gewährt. Es muss voll zurückgezahlt werden. Es wird nur gewährt, wenn die Baukosten mindestens 100,- € je Gemeindeglied und die Eigenmittel mindestens 60% der Baukosten betragen. Mit der Rückzahlung des Darlehens, das maximal 10% der Baukosten beträgt, ist spätestens mit dem dritten Jahr nach Auszahlung des Darlehens zu beginnen.

    • Die Synode nimmt diese überarbeiteten Richtlinien für die Bauhilfskasse an und dankt Br. Leemhuis für den Entwurf.

    Jugendpastorenkasse

    Ein Beschluss der vorigen Synode, die Kasse zur Bestreitung der Sachkosten des Jugendpastors in die Kasse "Kirchliches Schrifttum" einzufügen, erweist sich als nicht praktikabel. Diese Gelder, die aus einer synodalen Kollekte stammen, werden in Veldhausen verwaltet.

    • Die Synode beauftragt den VPA zu beraten, ob diese Kasse eine Synodekasse sein soll oder ähnlich wie die Rumänienkasse von Veldhausen verantwortet werden soll, und wer sie prüft. Die Kasse Sachkosten Jugendpastor wird dem Jugendausschuss zugeordnet.

    Vakanzdienste

    Die Aufstellung des VPA über "Nebenbestimmungen" enthält einen Hinweis auf den Beschluss der Synode vom 04.05.1988: Eine vakante Gemeinde, die von der Synode Pastoren zum Predigtdienst zugewiesen bekommt, muss deren Fahrtkosten erstatten. Diese Vergütung obliegt nicht den entsendenden Gemeinden. Die Praxis entspricht bislang nirgends dieser bestehenden Regelung.

    • Die Synode weist erneut darauf hin: Eine vakante Gemeinde hat dem zugewiesenen Pastor die Fahrtkosten zu vergüten. Entsprechend dem Beschluss von 1988 soll rückwirkend ab 01.01.2004 abgerechnet werden.

    Verabschiedung Jan Remmers

    Der langjährige Beauftragte der Synode für den VPA, Br. Jan Remmers aus Pewsum, ist mit dem Jahreswechsel ausgeschieden. Die vorige Synode berief Br. Jan Wortelen aus Nordhorn zu seinem Nachfolger. Die Synode dankt Br. Remmers für zwanzig Jahre Tätigkeit im VPA, davon neun Jahre als Beauftragter, sechs Jahre als Vorsitzender und fünf Jahre als Mitglied.

    Liturgie und Kirchenmusik: Gemeindebuch

    Der vom Ausschuss Liturgie und Kirchenmusik vorgelegte zweite Entwurf eines neuen Gemeindebuches wird besprochen. Es stellt sich heraus, dass nach den Eingaben aus den Gemeinden noch Klärungsbedarf besteht.

    • Die Synode beauftragt den Ausschuss, weiter an dem Gemeindebuch zu arbeiten. Den Kirchenräten wird die Möglichkeit eingeräumt, bis Ende Juni 2004 Eingaben und Wünsche an den Ausschuss zu richten. Der Ausschuss kann Hilfe von außen hinzuziehen, um der Synode einen dritten Entwurf vorzulegen.

    Chortreffen in Emlichheim

    Das Chortreffen in Emlichheim zu Liedern von Huub Oosterhuis wurde aufgrund des Beschlusses der vorigen Synode mit 500,- € vom Restbestand eines früheren Chortreffens unterstützt.

    • Die Synode nimmt diese Mitteilung des Ausschusses zur Kenntnis.

    Diakonieausschuss

    Die Kollekten für "Kirchen in Osteuropa" sollen in diesem Jahr je zur Hälfte für das Altenheim "Nikodemus" und für eine Diakoniestation (Gehalt für Diakonie-Mitarbeiterinnen) in Siebenbürgen zur Verfügung gestellt werden.

    • Die Synode begrüßt diesen Vorschlag des Diakonieausschusses und bittet ihn, den Gemeinden eine entsprechende Kollektenempfehlung zukommen zu lassen.

    Ausschuss für ökumenische Aufgaben

    Der Konvent Nord des Reformierten Bundes legt eine Arbeitshilfe von über hundert Seiten für die Gemeinden zum Thema "Bioethik" mit dem Titel: "lebenswert" vor. Die Arbeitshilfe eignet sich für viele Kreise. Die Gemeinden zeichnen insgesamt 270 Exemplare während der Synode. Pastor W. Vennegeerts nimmt weitere Bestellungen entgegen. Preis pro Exemplar 2,- Euro.

    Kirchentag 2005

    Ein Brief der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen weist auf die Chance hin, auf dem "Markt der Möglichkeiten" beim Kirchentag 2005 in Hannover einen Präsentationsstand unserer Kirche zu errichten.

    • Die Synode spricht sich für eine Beteiligung aus. Sie beauftragt den Ausschuss Kirchliches Schrifttum eine entsprechende Präsentation vorzubereiten und möglichst der nächsten Synode vorzustellen. Der Jugendbund sagt zu, dieses Projekt nach Kräften und Möglichkeiten zu unterstützen.

    Ausschuss Kirche und Theologie : Ältestenprediger

    Der synodale Beschluss, das Amt der Ältestenpredigerinnen und Ältestenprediger auch in unserer Kirche einzuführen, hat zu den ersten Gesprächen mit der reformierten Seite geführt. Aufgrund der Größenverhältnisse der beiden Kirchen wird kein gemeinsamer Ausschuss gegründet, sondern beteiligt sich unsere Kirche durch einen Vertreter/eine Vertreterin in dem entsprechenden reformierten Ausschuss. Auf dem Weg zu einer gemeinsamen Ordnung für das Ältestenpredigeramt gibt es einige Punkte, die der Ausschuss mit der Synode abstimmen möchte. Die Synode beschließt:

    • Die in der Ev.-ref. Kirche geltenden Richtlinien über Form und Inhalt der Zurüstung von Ältestenpredigerinnen und Ältestenpredigern vom 03. Febr. 1992 gelten unverändert auch für die Ev.-altref. Kirche.
    • Die Richtlinien über Form und Inhalt des Gespräches (Kolloquium) für Ältestenpredigerinnen und Ältestenprediger sollen im Wesentlichen erhalten bleiben. Sie bedürfen lediglich einer Anpassung hinsichtlich der Beteiligung der Ev.-altref. Vertreter.
    • Die Ev.-altref. Kirche entsendet einen Vertreter bzw. eine Vertreterin als Mitglied in den ref. Ausschuss für Ältestenpredigerinnen und Ältestenprediger und ernennt einen Stellvertreter bzw. eine Stellvertreterin.
    • Der Ausschuss für Kirche und Theologie wird beauftragt, einen Entwurf für einen Text vorzubereiten, der das Amt des Ältestenpredigers darstellt und die damit verbundenen Ordnungen enthält. Es bietet sich an, als Vorlage das Kirchengesetz der Ev.-reformierten Kirche über den Dienst der ehrenamtlichen Ältestenpredigerinnen und Ältestenprediger zu nutzen.

    Betreuung der Theologiestudierenden

    Der Ausschuss berichtet der Synode darüber, dass er z.Zt. acht Theologiestudenten betreut, indem er sie jährlich zu einem Treffen einlädt, sie mit notwendigen Informationen versorgt und ihnen als Ansprechpartner zur Verfügung steht.
    Gewährte Zuschüsse:
    Der Ausschuss berichtet der Synode über Zuschüsse aus der Evangelisationskasse: Eine Evangelisation in Veldhausen wurde mit 1000,- € und die Jugendband für technische Anschaffungen mit 2000,- € unterstützt.

    • Die Synode nimmt diese beiden Berichte dankend zur Kenntnis.

    Kindergottesdienst und Jugendarbeit

    Der Ausschuss legt der Synode eine Liste mit Themen für den Kirchlichen Unterricht und deren Zuordnung vor. Er bittet die Kirchenräte, diese Liste zu besprechen und mögliche Rückmeldungen an den Ausschuss bis September zu richten. Ziel ist es, einen Rahmenplan für den Kirchlichen Unterricht zu erstellen.

    • Die Synode nimmt diese Themenliste dankend entgegen und gibt den Auftrag an die Kirchenräte weiter, Rückmeldungen an den Ausschuss zu richten.

    Strukturkommission

    Die Strukturkommission weist darauf hin, dass die Niederländisch-reformierte Gemeinde Wuppertal darauf wartet, volle Körperschaftsrechte vom Land Nordrhein-Westfalen zu erhalten. Danach können diese auch für die einzelnen Synodalverbände beantragt werden. In diesem Zusammenhang denkt die Synode darüber nach, die Strukturkommission aufzulösen. Sie hat ihre Aufgaben erfüllt. Was noch aussteht, kann die Verfassungskommission übernehmen.

    • Die Synode löst die Strukturkommission auf und dankt den Mitgliedern dieser Kommission für ihre Tätigkeit.

    Verfassungskommission

    Die Verfassungskommission legt eine Beschlussvorlage über die Stellung des Jugendpastoren innerhalb der Synode vor. Sie besagt, dass der Jugendpastor entweder mit allen Rechten und Pflichten volles zusätzliches Mitglied der Synode oder "Mitarbeitender Gast", der sich jederzeit zu Wort melden und auch an geschlossenen Sitzungen teilnehmen kann, aber kein Stimmrecht besitzt, sein kann.

    • Die Synode beschließt, dass der Jugendpastor Rederecht in allen Belangen erhält und den Mitarbeitenden Gästen gleichgestellt wird.

    Wahlen und Ernennungen

    Als Abgeordneter zur Generalsynode 2004 wird Pastor A. Klompmaker, Bentheim, gewählt. Sein Stellvertreter wird Pastor D. Wiggers, Veldhausen, sein.

    Gerold Klompmaker, Laar

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