Frühjahrssynode 2006

    8. Juni 2006

    Diese Synode beschäftigt sich vornehmlich mit dem ersten Entwurf eines Kooperationsvertrages zwischen der Ev.-reformierten Kirche (ERK) und der Ev.-altreformierten Kirche (EAK), der Frage nach der Möglichkeit eines Kirchausschlussverfahrens in der Verfassung der EAK sowie der Wahl eines neuen Moderamens und eines neuen Synodesekretärs.

    Nach sechs Jahren konstituiert sich mit dieser Versammlung eine neue Synode. Neun der 34 Abgeordneten sind zum ersten Mal von ihrer Gemeinde entsandt. Eine intensive Vorstellungsrunde dient dem näheren Kennenlernen. Der turnusgemäß nach sechs Jahren scheidende Vorsitzende, Pastor Dr. Gerrit Jan Beuker, verpflichtet die neuen Abgeordneten und stellt die Arbeit der Synode vor.

    Aus dem Moderamen

    Landesposaunenwartin

    Das Moderamen informiert die Synode über das Zustandekommen einer Vereinbarung zwischen der Ev.-reformierten Kirche und der Ev.-altreformierten Kirche bezüglich der Vergütung der Landesposaunenwartin. Diese Vereinbarung geht von einer Beschäftigung zu 85% der durchschnittlichen regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit aus. Die EAK verpflichtet sich zur Mitfinanzierung dieser Stelle und wird entsprechend der Tätigkeit von Helga Hoogland im Bereich der EAK 10% des Gehaltes aufbringen.

    • Die Synode beauftragt das Moderamen, aufgrund der im Vorfeld gegebenen Zusagen der Gemeinden Bentheim, Emlichheim, Nordhorn, Uelsen und Veldhausen sowie der Zusage der Synode aus Kollekten für kirchenmusikalische Aufgaben die Finanzierung der 10% zu organisieren.

    Verfassung

    Die Ev.-altreformierte Kirche ist seit 2004 eigenständig. Deshalb müssen die Rechtsverhältnisse geklärt werden. Ein Hinweis auf die Vereinbarung mit der Protestantischen Kirche in den Niederlanden oder ein Verweis auf deren Recht hilft im Zweifelsfall nicht weiter. In aufkommenden Fragen gilt deutsches Recht.

    • Die Synode formuliert in Artikel 1-2 der Verfassung der Ev.-altreformierten Kirche an entsprechender Stelle, dass hilfsweise das Recht der Ev.-reformierten Kirche (Synode ev.-ref. Kirchen in Bayern und Nordwestdeutschland) anzuwenden ist, wenn das Recht der EAK keine eigene Regelung enthält.

    Kooperationsvertrag

    Der Synode liegt in erster Lesung ein durch den Gemeinsamen Ausschuss entworfener Kooperationsvertrag zwischen der Ev.-reformierten Kirche und der Ev.-altreformierten Kirche vor. Die Absicht dieses Vertrages ist, größtmögliche Rechtssicherheit für die EAK herzustellen. Nur auf dieser Basis ist es möglich, dass die ERK in verschiedenen Bereichen die EAK mit vertritt und für sie verhandelt. Die Synode berät diesen Vertrag und erklärt zu einigen Paragrafen kleinere Änderungswünsche.

    • In erster Lesung wird der vorliegende Kooperationsvertrag durch die Synode angenommen.

    • Die Synode beschließt ferner, die Kosten in Höhe von 2 € pro Gemeindeglied, die für die durch die ERK geleisteten Dienste von der EAK zu entrichten sind, der Synodekasse zu entnehmen.

    Artikel 11 der Verfassung

    Die Synode hat über eine Neuformulierung des Artikels 11 der Verfassung zu beraten, da ein dort aufgenommener Verweis auf die frühere Kirchenordnung der Gereformeerden Kerken in den Niederlanden keine Rechtsgrundlage für die EAK mehr darstellt. Inhaltlich handelt es sich um die Frage, ob ein Kirchausschlussverfahren in die Verfassung aufgenommen werden soll oder nicht. Weder die durch das Presbyterium der Niederländisch-reformierten Gemeinde in Wuppertal und den Kirchenrat von Wilsum eingebrachten Anträge, die in Ausnahmefällen die Möglichkeit eines Kirchausschlusses formulieren, noch ein durch den Kirchenrat der Gemeinde Emlichheim vorgelegter Antrag, der in Fällen Ärgernis erweckender Hartnäckigkeit eines Gemeindegliedes in unchristlichem Bekennen oder Lebenswandel das Ruhen der Rechte und Pflichten vorsieht, finden eine für Verfassungsänderungen notwendige Zweidrittelmehrheit.

    • Die Synode beschließt, mit dem Abdruck der Verfassung im Gemeindebuch den letzten Satz des Artikels 11 mit einer Fußnote zu versehen, die besagt, dass die dort dargestellte Verfahrensweise neu formuliert werden muss.

    • Daraus resultiert eine bleibende Aufgabe zur Neuformulierung dieses Artikels durch die Synode.

    Verwaltung und Planung

    Gemeinde Emden

    Der VPA berichtet von einem Gespräch, das er mit dem Kirchenrat Emden über die Situation der Gemeinde nach der Emeritierung von Pastor Heerspink geführt hat. In diesem Zusammenhang wird erwähnt, dass Frau Burmester einmal im Monat einen Predigtdienst übernimmt.

    • Die Synode äußert die Bitte an den Synodalverband Ostfriesland, zusammen mit der Gemeinde Emden und dem Ausschuss für Kirche und Theologie über eine Predigterlaubnis für Frau Burmester zu befinden.

    Kollektenplan

    • Die Synode legt fest, dass die Aufnahme der Kollekte für die Bauhilfskasse in den synodalen Kollektenplan seitens des VPA beantragt werden muss, sobald dieser es für notwendig erachtet.

    Abrechnung der Honorare freiwilliger Predigtdienste etc.

    Die Honorare der Gemeinden für freiwillige Predigtdienste etc. sind brutto an die Empfänger auszuzahlen und sind somit nicht versteuert. Damit dadurch keine Einbußen für die Empfänger entstehen, schlägt der VPA vor, den Stundensatz von 15,00 € auf 20,00 € anzuheben.

    • Die Synode beschließt, dass der Stundensatz zukünftig 20,00 € beträgt.

    • Diese Regelung tritt am 01. Juli 2006 in Kraft.

    • Der VPA wird von der Synode gebeten, entsprechend früherer Regelungen über eine bessere Vergütung für Theologiestudierende zu befinden.

    Missionsausschuss

    Delegationsreise zur GKS

    Der Missionsausschuss berichtet über die Vorbereitungen der Delegationsreise nach Sumba vom 5. - 28. Juli 2006. Sieben Gemeindeglieder aus Ostfriesland und der Grafschaft Bentheim werden die GKS (Geraja Kristen Sumba) besuchen.

    • Die Synode wünscht der Delegation Gottes Segen für die Reise und bittet die Gemeinden, am 2. Juli in den Fürbitten der Delegationsreise zu gedenken.

    • Es wird darauf hingewiesen, dass die Delegation nach der Reise für Informationsveranstaltungen in den Gemeinden bereit steht.

    Diakonieausschuss

    Kollektenplan

    • Die Synode schließt sich der Bitte des Ausschusses an, dass Änderungswünsche für den Kollektenplan 2007 durch die entsprechenden Ausschüsse bis Anfang September dem Diakonieausschuss vorgelegt werden sollen.

    Ausschuss für Kirche und Theologie

    Ältestenpredigerinnen/Ältestenprediger

    Der Ausschuss legt der Synode die überarbeitete Ordnung für den Dienst ehrenamtlicher Ältestenpredigerinnen/ Ältestenprediger in der EAK vor.

    • Die Synode nimmt diese Ordnung dankend entgegen und erklärt, dass sie mit dem 14. Juni 2006 in Kraft tritt.

    • Sie bittet den Ausschuss, den Kirchenräten und Gemeinden Amt und Arbeit der Ältestenpredigerinnen/Ältestenprediger nahe zu bringen.

    Wahlen

    Moderamen

    Nach sechs Jahren ist nach der Verfassung ein neues Moderamen zu wählen. Da keine Wiederwahl möglich ist, scheidet Pastor Dr. Gerrit Jan Beuker als Vorsitzender aus, ebenso Pastor Gerold Klompmaker als Schriftführer und Schwester Margret Eichwede als Beisitzerin. Für Pastor Gerhard Schrader endet die Zeit des Synodesekretärs.

    • Die Synode wählt Pastor Fritz Baarlink zu ihrem neuen Vorsitzenden, Pastor Habbo Heikens zum Schriftführer und Schwester Sophie Alsmeier zur Beisitzerin. Zum Synodesekretär, der nicht dem Moderamen angehört, wird Pastor Dr. Gerrit Jan Beuker gewählt.

    Abordnung Generalsynode der PKN

    Die Synode muss zudem für sechs Jahre eine neue Abordnung zur Generalsynode der PKN bestimmen. Pastor Arnd Klompmaker scheidet aus dieser Aufgabe aus.

    • Die Synode wählt für diese Aufgabe Pastor Gerold Klompmaker und Pastor Tammo Oldenhuis als dessen Vertreter. Bruder Wiebe Bergsma, Emden, wird erneut als Ältester abgeordnet und Schwester Gre Oosterhuis, Bunde, als seine Vertreterin.

     

    i.A. Gerold Klompmaker

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