Herbstsynode 2012

    Am 28.November 2012 traf sich die Synode zu ihrer Herbstsitzung in Veldhausen. Für die einladende Gemeinde Nordhorn eröffnete Pastor Lothar Heetderks die Versammlung mit einer Andacht zu Psalm 13. In diesem Klagepsalm hören wir, wie ein Beter seine schwierige Situation vor Gott bringt. Das kann uns ermutigen, auch mit unserer Klage zu Gott zu kommen und ihn um Hilfe zu bitten, sowohl mit persönlichen Dingen wie auch mit den Sorgen, unter denen andere Menschen leiden. Auch in unserer Zeit gibt es Grund zur Klage. Ein Beispiel dafür sind viele Kleinbauern in ärmeren Ländern, die vom Ertrag ihres Landes leben. Leider kommt es oft vor, dass Unternehmer dieses Land kaufen und sie vertreiben, um es wirtschaftlich zu nutzen. Dadurch wird den Kleinbauern ihre Lebensgrundlage genommen. Brot für die Welt setzt sich in seiner aktuellen Aktion unter dem Motto "Land zum Leben - Grund zu Hoffnung" für sie ein und hilft ihnen zu ihrem Recht. Dafür benötigt Brot für die Welt unsere Fürbitte und Unterstützung. Nach der Eröffnung übernimmt P. Gerold Klompmaker als Vorsitzender der Synode die Leitung der Versammlung.

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    Weltgemeinschaft

    Nachdem die Arbeit der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen (WGRK) auf der Frühjahrssynode kurz zur Sprache gekommen war, hat sich Dr. Weusmann bereit erklärt, näher darüber zu berichten. Die WGRK ist im Jahre 2010 aus dem Zusammenschluss des Reformierten Weltbundes und des Ökumenischen Rates der Kirchen entstanden. In ihr sind 80 Millionen Menschen verbunden. Dazu gehören Presbyterianer, Kongregationalisten, Waldenser, Unierte und Reformierte Kirchen aus vielen Teilen der Welt. Als wichtige Anliegen sind Einheit im Glauben und Gerechtigkeit zu nennen.
    Eine besondere Bedeutung hatte die Reformierte Gemeinschaft im Konflikt über die Apartheid in Südafrika in den 1980-er Jahren. Damals ist sie den farbigen Kirchen eine große Stütze gewesen. Des weiteren spielt das Thema Globalisierung in der WGRK eine wichtige Rolle. Außerdem ist die WGRK sehr bedeutsam für verfolgte Kirchen. Für diese ist es von großer Bedeutung, dass sie zu dieser Gemeinschaft gehören und nicht vergessen sind.
    Vor kurzem hat die WGRK beschlossen, ihren Sitz von Genf nach Hannover zu verlegen. Dabei haben unsere Bundes- und die Landesregierung ihre Unterstützung zugesagt. Dieser Umzug ist für den 1.1.2014 vorgesehen.
    In der Aussprache zeigte sich ein großes Interesse an der Arbeit der WGRK und der Wunsch, diesem auch anzugehören. So wurde der Beschluss gefasst:

    • Das Moderamen stellt einen Antrag auf Mitgliedschaft der Ev.-altreformierten Kirche in Niedersachsen in der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen an deren Generalsekretär Dr. Setri Nyomi in Genf. Das Moderamen leitet auch die weiteren nötigen Schritte in die Wege.

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    Grenzbote

    Die letzte Synode hatte Pastor Baarlink, Johann Vogel und Francien Janse-Balzer gebeten, als zukünftiges Redaktionsteam Überlegungen im Hinblick auf den Grenzboten anzustellen. Sie schlagen einige Änderungen im Layout des Grenzboten und in der Verbreitung vor, außerdem regen sie an, verstärkt neue Bezieher für den Grenzboten zu werben. Dazu sollen die ersten beiden Ausgaben im Januar 2013 in größerer Auflage erscheinen.

    • Die Synode beschließt, dass ab Anfang 2013 Pastor Fritz Baarlink, Veldhausen, Francien Janse-Balzer, Weener, und Johann Vogel, Laar, für die Dauer von sechs Jahren die Grenzbotenredaktion bilden. Die Schriftleitung wird Pastor Fritz Baarlink übertragen. Die Redaktion wird reihum von einer bzw. einem der in den Gemeinden aktiven Pastoren bzw. Pastorinnen unterstützt. Im Internet soll eine verkürzte Ausgabe erscheinen. Die Zusendung der Datei per Email wird nach Zahlung eines Abonnentenentgelts ermöglicht. Der Preis für ein Abonnement bleibt vorerst bei 25,- € (Selbstabholer/Onlineversion) bzw. 40,- € (Postzusendung).

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    Lektorengesetz

    Die Leitung von Gottesdiensten ist nicht nur durch Pastorinnen und Pastoren möglich, sondern auch durch Ältestenprediger und Lektoren. Diese Aufgabe können Gemeindeglieder übernehmen, denen die Gabe der öffentlichen Wortverkündigung gegeben ist. Sie werden vom Kirchenrat vorgeschlagen und folgen einer Ausbildung für diesen Dienst. Außerdem gibt es Weiterbildungsmöglichkeiten, an denen sie teilnehmen können. Ihr Dienst soll der eigenen Gemeinde dienen. In der Ordnung heißt es u.a.:
    ( 1 ) Der Dienst des Lektors oder der Lektorin umfasst das Halten eines Gottesdienstes (ohne Taufe und Abendmahl) unter Verwendung einer Lesepredigt.
    ( 2 ) Dabei darf eine vom Kirchenrat/Presbyterium zugelassene vorliegende Lesepredigt, unter dem Aspekt der Aktualisierung und des Gemeindebezugs, in eigene Worte umformuliert werden.
    ( 3 ) In Ausnahmefällen kann eine selbst formulierte Predigt gehalten werden, die im Gespräch mit dem zuständigen Pfarrstelleninhaber oder der zuständigen Pfarrstelleninhaberin erarbeitet wurde.
    ( 4 ) Die Verantwortlichkeiten des Kirchenrats/Presbyteriums bleiben unberührt.

    • Die Synode nimmt die Ordnung an und bittet die Gemeinden, für diesen Dienst zu werben.

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    Mission

    Vom 18.Mai bis 2.Juni 2013 möchte eine Delegation der Gereja Kristen Sumba (GKS) unsere Gemeinden besuchen. Zur Delegation gehören voraussichtlich:
    1. Pastor Naftali Djoru (Vorsitzender der Synode der GKS)
    2. Pastor Alfred Samani (Generalsekretär der GKS)
    3. Pastor Charles A.U.S. Detha (Sekretär Aus- und Fortbildung der GKS)
    4. Frau Khristina Maraweli (Schatzmeisterin der GKS)
    5. Pastorin Rambu Ana Maeri (Sekretärin der Frauenkommission der GKS)
    Außerdem soll Dr.Asnath Natar, die in Deutschland studiert hat, sie begleiten. Die ersten Tage wird die Delegation in Ostfriesland sein, wo sie u.a. am Gemeindetag am Pfingstmontag teilnehmen kann, danach wechseln sie in den Bereich der Grafschaft Bentheim, wo sie u.a. bei der 175-Jahr-Feier der EAK beim Kloster Frenswegen anwesend sein kann. Vorgesehen sind viele Begegnungen in den Gemeinden in der Hoffnung auf Vertiefung unserer Beziehungen.
    Die Vereinte Evangelische Mission hat den Antrag unserer Synode auf Kooperation positiv beantwortet. Im Mai soll der Kooperationsvertrag offiziell unterzeichnet werden. Der Missionsausschuss soll darüber beraten, wie die Kooperation konkret gestaltet werden kann.
    Von Kerkinactie soll im nächsten Jahr ein Dozent ausgesandt werden, der an der Theologischen Hochschule in Kupang und in Lewa (Sumba) Dienst tun soll. Es besteht die Möglichkeit, dass die Ev.-altreformierte Kirche über eine ihrer Gemeinden aussendende Kirche sein kann. In Utrecht soll unser Interesse angemeldet werden.

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    Gemeinsamer Ausschuss

    Der Gemeinsame Ausschuss hat einen Bericht vorgelegt, in dem seine Arbeit und die Entwicklungen in dem Verhältnis der beiden Kirchen von 1988 bis 2012 beschrieben wird. Er hat viele gute Impulse geben können, die Beziehungen haben sich sehr positiv entwickelt, wobei es vor Ort unterschiedliche Möglichkeiten gibt.
    Er regt Standards an für die Zusammenarbeit dieser Gemeinden vor Ort. Dazu gehören
    - gegenseitiger Predigertausch
    - gemeinsame Gottesdienste (auch an einem Sonntagvormittag), Abendmahlsfeiern,
    - Kirchenratssitzungen (mit thematischen Inhalten!), Gemeindefeste, Seminare, Glaubenskurse
    - Mitwirkung in Gremien, z.B. Diakonie, Kindergarten, Friedhof
    - Austausch von Informationen (Gemeindebriefe, Treffen der Hauptamtlichen)
    - Gegenseitige Vertretungsdienste z.B. bei Krankheit oder Urlaub
    - Im Hinblick auf die Zusammenarbeit beider Kirchen sind zusätzliche Projekte vorstellbar.
    - Die gegenseitige Berufbarkeit von Pastoren bzw. Pastorinnen ist in Einzelfällen möglich.
    Der Bericht ist als Heft gedruckt worden und wird den Gemeinden zur Verfügung gestellt.
    Der Ausschuss schlägt vor, nach 25 Jahren nunmehr seine Arbeit zu beenden. "Die Moderamina beider Kirchen werden den weiteren Weg kreativ begleiten".

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    Diakonie

    Der Diakonieausschuss berichtet über ein Projekt in Lavender Hill (Süd-Afrika), bei dem es darum geht, Jugendliche und Kinder zu betreuen und ihnen bessere Lebensmöglichkeiten zu geben. Die Synode bestimmt dieses Projekt soll zum Jahresprojekt 2013 und bittet die Gemeinden, dieses Projekt bekannt zu machen und nach Kräften zu unterstützen.
    Die nächste Diakonische Tagung, zu der alle Diakone, aber auch Interessierte eingeladen sind, ist für Samstag, 7. September 2013 zum Thema "Palliativmedizin, Organspende, Vorsorge, Patientenverfügung" geplant.

    • Die Synode beschließt folgenden Kollektenplan:
      Januar: Übergemeindliche Diakonie der EAK
      Februar: Jugendpastor
      März: Öffentlichkeitsarbeit
      April: Osterkollekte für die ‚Innere Mission'
      Mai: Pfingstkollekte für die ‚Äußere Mission'
      Juni: Jugendbund und Freizeiten
      Juli: Kirchenmusik
      August: Reformierte Kirchen in Osteuropa
      September: Partnerschaft Sumba
      Oktober: Jubiläum Heidelberger
      November: Äußere Mission
      Dezember: Weihnachtskollekte für ‚Brot für die Welt'
      Außerdem werden folgende Kollekten empfohlen:
      Aktionsbündnis gegen Aids, Rumänienhilfe, Jahresprojekt der Diakonien der EAK für das Projekt zur Betreuung von Kindern und Jugendlichen in Lavender Hill, Südafrika, (am 2. Passionssonntag) Kollekte für "Verfolgte Christen"

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    Verwaltung und Planung

    Der VPA gibt einen Bericht über die Bestände aller Synodekassen. Er schlägt vor, angesichts steigender Kosten für die Kasse "Gegenseitige Hilfe" die Eigenquote der Gemeinden, die einen Zuschuss erhalten, von 105,- auf 115,- € pro Gemeindeglied und Jahr zu erhöhen. In Zukunft soll die Eigenquote jährlich entsprechend der Steigerung der Anforderungen angepasst werden.

    • Dem stimmt die Synode zu und beschließt folgende Haushaltsansätze:
      Synodekasse: 55.000,00 €
      Kasse "Gegenseitige Hilfe": 45.000,00 €
      Pensionskasse: 310.000,00 €

    Außerdem berichtet der VPA über Veränderungen der Versorgung der Pastoren der PKN und damit auch der EAK. Der bisherige Pensionsfonds Predikanten wird zum 1.1.2013 in den Pensionsonds "Zorg en Welzijn" überführt. Damit steht die Versorgung auf einer breiteren Basis, einige Dinge müssen aber noch geregelt werden.

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    Neue Ausschüsse

    Mit dieser Synodesitzung beenden die bisherigen Ausschüsse ihre Arbeit. Für die Zeit 2012 bis 2018 werden die Ausschüsse neu gewählt:

    1. Gemeindeaufbau und Öffentlichkeitsarbeit
    Dieter Bouws, Uelsen
    Christoph Heikens, Hoogstede
    Johann Vogel, Laar
    Wilma Zwartscholten, Emlichheim
    Dieter Brünink, Ihrhove,

    2. Ökumene und Mission
    Dieter Bouws, Uelsen
    Tammo Oldenhuis, Emlichheim
    Gertrud Ziller, Wuppertal
    Renate Heikens, Wilsum
    Anne Stegemann, Emlichheim

    3. Diakonie
    Nina Oltmanns, Campen/Emden
    Hermann Teunis, Ihrhove/Neermoor
    Friedrich Baarlink, Emlichheim
    Albertus Lenderink, Bad Bentheim
    Wilhelm Hensen, Veldhausen

    4. Theologie
    Lothar Heetderks, Nordhorn
    Friedhelm Schrader, Emlichheim
    Jan Vette, Emlichheim
    Geert Haandrikmann, Wilsum
    Sven Hensen, Nordhorn

    5. Verwaltung und Planung (VPA)
    Fritz Baarlink, Veldhausen
    Herbert Klinge, Uelsen
    Bert Schoemaker, Nordhorn
    Marianna Kolthoff, Neermoor,
    Herbert Derks, Laar

    6. Gottesdienst und Kirchenmusik
    Habbo Heikens, Wilsum
    Gerhard Schrader, Bunde
    Gerrit Teunis, Emlichheim
    Gerrit Dams, Veldhausen
    Heinz-Georg Beckmann, Nordhorn

    7. Kinder und Jugend
    Dieter Wiggers, Veldhausen (kraft Amtes)
    Gerold Klompmaker, Bad Bentheim
    Frauke Meinderink, Nordhorn
    Hilde Schroven, Veldhausen
    Gunda Veldink, Emlichheim

    Ständige Beauftragungen
    Generalsynode PKN: Pastor Tammo Oldenhuis
    Gesamtsynode ERK: Pastor Fritz Baarlink, Pastor Hermann Teunis
    ACK - Bundesrepublik und Diakonische Arbeitsgemeinschaft evangelischer Kirchen: P. H. Lüchtenborg,
    ERK Ausschuss Theologie: Pastor Christoph Heikens
    ERK Ausschuss Ältestenprediger: Pastor F. Baarlink

     

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