Frühjahrssynode 2013

    29. Mai 2013

    Mission und Jugendarbeit Thema auf Synode

    Am Mittwoch, 29. Mai traf sich die Synode zu ihrer Frühjahrssitzung in Veldhausen. Für die einladende Gemeinde Uelsen hielt Pastor Bouws eine Andacht zu Hebr. 2, 11-13. Jesus hat eine große Verwandtschaft. Nach den Stammbäumen bei Matthäus und Lukas gehören auch zahlreiche Menschen mit fragwürdigem Charakter dazu: Betrüger, Mörder, Ehebrecher und andere, deren Lebensweise Anstoß erregt. Jesus schämt sich dieser Verwandtschaft nicht. So können auch wir dazugehören, auch wenn in unserem Leben vieles nicht perfekt ist. Er nimmt uns so in Dienst wie wir sind.

    Nach der Andacht übernimmt Pastor Gerold Klompmaker als Vorsitzender die weitere Leitung der Versammlung.

    Als Vertreter der Protestantischen Kirche in den Niederlanden (PKN) sind Ältester Nooitgedacht aus Erm und Ältester Flim aus Rijssen erstmals dabei. Als Vertreter der Reformierten Kirche nimmt Pastor Thomas Allin an der Versammlung teil.

    Im Bericht des Moderamens wird auf eine ganze Reihe von Punkten hingewiesen, die seit der vergangenen Sitzung geregelt wurden. Der Pensionsfonds, über die die meisten Pastoren versichert sind, wurde von der größeren niederländischen Versicherung "Zorg en Welzijn" übernommen. Im Zusammenhang mit dem Wechsel gab es zahlreiche Punkte zu regeln und auch einige Probleme zu lösen. So wurde in den ersten Monaten nur ein Teil der zustehenden Pensionszahlungen überwiesen. Dies ist sehr zu bedauern. Die Pensionsbeauftragten und das Moderamen haben sich für eine Klärung eingesetzt, die auf einem guten Weg ist.

    Nachdem auf der vorigen Synode beschlossen worden war, die Mitgliedschaft in der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen (WGRK) zu beantragen, sind die nötigen Dinge in die Wege geleitet worden. Am 14. Mai 2013 hat die WGRK in Accra in Ghana einstimmig die Aufnahme der EAK beschlossen.

    Auch im Hinblick auf die Beziehung mit der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) gibt es Positives zu melden. Die Vereinte Evangelische Mission hat in ihrer Ratsversammlung am 20. Oktober 2012 in Berastagi auf Sumatra in Indonesien beschlossen, die EAK als erstes Kooperationsmitglied in Europa anzunehmen. Die Erklärung zur Kooperation wurde am 24. Mai 2013 im Kloster Frenswegen von beiden Seiten unterzeichnet.

    Weiterhin wird im Bericht des Moderamens auf die Verabschiedung von Pastor Heinrich Lüchtenborg und die geplante Einsetzung von Kand. Jan Henry Wanink in Wuppertal hingewiesen, auch wird an die Dienste von Pastor Derk Averes erinnert, der vor kurzem verstorben ist.

    Ausschüsse

    Die Ausschüsse sind seit einem halben Jahr an der Arbeit und geben mündliche Berichte. Pastor Baarlink berichtet von den Veränderungen beim Grenzboten. Einige Abonnenten sind dazu gekommen. Damit der Grenzbote sich aber selber trägt, müssen noch weitere hinzukommen.

    Der Verwaltungs- und Planungsausschuss berichtet vom Treffen der Sicherheitsbeauftragten und erinnert daran, dass die Kirchenräte für die Sicherheit in den Gemeinden Verantwortung tragen.

    Der Ausschuss für Kirche und Theologie schlägt Gerhard Naber für die offene Stelle im Friedensausschuss des Reformierten Bundes vor. Die Synode stimmt diesem Vorschlag zu.

    Mission

    Als besondere Gäste begrüßt der Vorsitzende die Delegation unserer Partnerkirche Gereja Kristen Sumba (GKS), die zurzeit unsere Gemeinden besucht. Der Vorsitzende der Synode der GKS Naftali Djoru hält ein Grußwort, das von Dr. Asnath Natar übersetzt wird. Darin überbringt er die herzlichen Grüße der christlichen Kirche von Sumba und weist auf die langjährige Verbundenheit der beiden Kirchen hin, die durch Mitarbeiter der EAK und durch gegenseitige Delegationsbesuche immer wieder konkret geworden ist. Die Verbundenheit unserer Kirchen bedeutet der GKS sehr viel. Die Delegation unterstreicht dies durch ein Lied und ein Geschenk an die Synode.

    In der anschließenden Aussprache geht die Delegation zunächst auf die Frage nach der Jugendarbeit der GKS ein. Sie hat bei ihnen einen sehr hohen Stellenwert. "Die Jugend ist der Motor der Gemeinde." Zurzeit hat die GKS 426.000 Mitglieder in 155 Gemeinden. Das Verhältnis zwischen Christen und Moslems ist noch recht spannungsarm, da die Christen die deutliche Mehrheit auf Sumba bilden. Jedoch ist spürbar, dass das Verhältnis in den letzten Jahren schwieriger geworden ist. Der muslimische Einfluss auf Sumba wird stärker.

    Ein anderes Problem auf Sumba betrifft die Goldminen. Investoren von außerhalb haben in größeren Gebieten die Rechte erworben, Goldminen anzulegen. Dabei achten sie aber wenig auf die Verhältnisse vor Ort und belasten die Umwelt sehr stark. Die Gesprächsbereitschaft der Firmen hält sich sehr in Grenzen. Der Missionsausschuss soll überlegen, ob und wie wir die GKS in dieser Frage unterstützen können. Möglicherweise kann auch „Brot für die Welt“ Hilfestellung geben.

    Im Namen der Synode erhalten die Gäste aus Sumba für ihre Gemeinden jeweils einen Abendmahlskelch und -teller, welche die Verbundenheit im Glauben sichtbar machen. Der Vorsitzende wünscht der Delegation Gottes Segen und bittet sie, die Grüße der Synode nach Sumba mitzunehmen. 


    Der Missionsausschuss teilt außerdem mit, dass die Aussendung einer Mitarbeiterin nach Kupang konkrete Gestalt annimmt. Gegen Ende des Jahres soll Judith van den Berg ausgesandt werden, um an der Theologischen Hochschule von Kupang - und somit auch in Lewa auf Sumba - zu dozieren. Die EAK wird aussendende Kirche sein, der Aussendungsgottesdienst wird in Wilsum stattfinden.

    Jugendarbeit

    Durch den Wechsel von Pastor Wiggers nach Nordhorn wird die Jugendpastorstelle vakant, die er fast zehn Jahre ausgefüllt hat. Die Kirchenräte sind gebeten worden, zu überlegen, wie mit dieser Situation umzugehen ist. In dem Zusammenhang wird ein Schreiben der Gemeinde Bunde verlesen, in dem mitgeteilt wird, dass sie ab August eine 50-prozentige Referentenstelle für Jugendarbeit und Seelsorge anstreben.

    In der Aussprache herrscht eine große Einmütigkeit darin, dass die Jugendpastorstelle wertvolle Impulse für die Jugendarbeit in den Gemeinden gegeben hat. Es wird der deutliche Wunsch artikuliert, auch weiterhin die übergemeindliche Jugendarbeit zu fördern. Allerdings müssen auch in diesem Bereich Amt und Person zusammenpassen. Im Laufe des Gesprächs gewinnt der Gedanke einer dezentralen Arbeit an Raum. Dort wo Referenten in den Gemeinden tätig sind oder werden, könnten sie darum gebeten werden, auch übergemeindliche Aufgaben zu übernehmen.

    Schließlich beschließt die Synode einstimmig:

    • 1. Die vakante Jugendpastorstelle wird zurzeit nicht neu besetzt. Der Jugendbund wird gebeten, die im Bericht beschriebenen übergemeindlichen Aufgaben nach Kräften zu übernehmen.
    • 2. Die Synode begrüßt das Vorhaben jener Gemeinden, die mit Teilzeitkräften den Bedarf an Jugendarbeit decken möchten, und bittet diese Gemeinden, Arbeitsverträge zeitlich befristet bis zunächst zum Sommer 2015 abzuschließen.
    • 3. Gemeinden, deren Teilzeitkräfte übergemeindliche Arbeitsfelder übernehmen können, stellen beim Jugendbund einen Antrag auf Finanzierung der entsprechenden Zeitkontingente.
    • 4. Der Jugendbund legt diese Anträge, nach Rücksprache mit dem Jugendausschuss, bei positiver Entscheidung dem VPA zur Prüfung vor. Erteilt auch der VPA seine Zustimmung, kann die folgende Synode – auch rückwirkend – entsprechend beschließen. Der VPA wird gebeten, die Vergütung für übergemeindliche Dienste festzulegen.
    • 5. Die Synode wird im Herbst 2014 über das weitere Vorgehen hinsichtlich der Jugendpastorstelle beraten und beschließen.

    Als Termin für die nächste Versammlung der Synode wird festgelegt: Mittwoch, 6. Nov. 2013, 9.00 Uhr in Veldhausen. Nach dem Gebet der Beisitzerin Wilma Zwartscholten schließt der Vorsitzende die Sitzung.

    Hermann Teunis, Schriftführer