Herbstsynode 2013

    Diakonieprojekt und Jugendarbeit

    Bericht von der Sitzung
    am 6. November 2013

    Pastor Dieter Bouws eröffnet für die einladende Gemeinde Uelsen mit einer Andacht über Hesekiel 36,26 die Hebstsynode in Veldhausen.

    Bericht des Moderamens

    Pastor Gerold Klompmaker leitet als Vorsitzender die weitere Versammlung. Im Bericht des Moderamens erinnert er u.a. an die Feier zum 175-jährigen Bestehen der Evangelisch-altreformierten Kirche am 1. Juni 2013 im Kloster Frenswegen und an die Hauptversammlung vom Reformierten Bund im Juni 2013 in Heidelberg. Der Reformierte Bund bemüht sich derzeit um die Anerkennung als Körperschaft des Öffentlichen Rechts. Pastor Hermann Teunis hat in Emden für das Moderamen an der Festveranstaltung „40 Jahre Leuenberger Konkordie“ teilgenommen.

    Jugendreferenten

    Das Moderamen hat die Gemeinden in seinem Bericht gebeten, der Synode über ihre Bemühungen um Jugendreferenten oder -referentinnen und den Stand der Dinge zu berichten. In den Gemeinden Bunde und Ihrhove ist seit einigen Monaten der Pädagoge Alexander Kalbfleisch tätig, um die Jugendarbeit zu unterstützen. In Veldhausen arbeitet die Sozialpädagogin Gisa Kamphuis in der Jugendarbeit, zusätzlich kümmert sie sich übergemeindlich um die Materialien des Jugendbundes. In der Niedergrafschaft wird derzeit eine Kraft gesucht, die in Emlichheim und in umliegenden Gemeinden tätig sein soll.

    Synodebibliothek

    Die Bibliothek im Kloster Frenswegen soll neu strukturiert werden. Ein Teil der altreformierten Synodebibliothek, die seit 2001 dort integriert war, wird nicht mehr benötigt. Die Synode stimmt dem Vorschlag des Moderamens zu:

    Die Bücher, die im Kloster keine Verwendung mehr finden (vornehmlich niederländische Werke), sollen zunächst der Bibliothek in Lewa (Sumba/Indonesien) angeboten werden, danach der Johannes a Lasco Bibliothek in Emden, dann niederländischen Bibliotheken und zum Schluss altreformierten Theologen bzw. Interessenten. Was auf diesem Wege keine Abnahme gefunden hat, wird recycelt.

    Diakonie

    Das Ehepaar Melinda und István Vincze aus Nearsova (siehe Foto: flankiert von den Mitgliedern des Synodemodermanes) berichtet über ein Projekt in Rumänien, bei dem es um den Aufbau einiger Diakoniestationen im Raum Huedin geht. Sie unterstützen Hilfebedürftige in der Umgebung, leisten häusliche Krankenpflege und möchten auch Essen auf Rädern anbieten. Dieses Projekt soll als Jahresprojekt 2014 den Gemeinden empfohlen werden.

    Gemeindeaufbau und Öffentlichkeitsarbeit

    Der Grenzbote verursacht seit einiger Zeit ein deutliches Minus. Es konnten einige Abonnenten gewonnen werden, was aber die Lage nicht wesentlich verbessert hat. Die Synode stimmt dem Vorschlag des Ausschusses zu: Das Grenzboten-Abonnement wird bei Abholung in den Gemeinden ab dem 1.1.2015 von 25,-  € auf 30,- €  und für Postbezieher von 40,- € auf 45,- € erhöht. Die Synode dankt dem Redaktionsteam in Person von Fritz Baarlink und Johann Vogel und wünscht weiter gutes Gelingen.

    Der Ausschuss hat sich auch mit der Perspektive der Gemeinden befasst. Er hat 50 Exemplare der Studie „Wie geht’s der Kirchengemeinde“ bestellt und bittet darum, mit diesem Buch in einer Kirchenratssitzung zu arbeiten. Die Studie wurde vom Sozialwissenschaftlichen Institut der EKD herausgegeben. Außerdem soll im nächsten Jahr ein Amtsträgertreffen mit Dr. Peter Böhlemann zum Thema „Geistlich leiten“ organisiert werden.

    Mission

    Im Dezember soll Frau Judith van den Berg-Meelis von der Protestantischen Kirche in den Niederlanden als Dozentin für Theologie an der Theologischen Fakultät der Universität Kristen Artha Wacana (UKAW) in Kupang und als Pfarrerin für die Kirche von Sumba ausgesandt werden. Begleitet wird sie in ihrem Dienst von der Evangelisch-altreformierten Kirche und der altreformierten Gemeinde Wilsum. Am 1. Dezember wird in Wilsum ein Aussendungsgottesdienst stattfinden, zu dem Vertreter der Gemeinden eingeladen sind.

    Theologie-Ausschuss

    Das Gemeindefest zum 175-jährigen Bestehen der EAK am 1 Juni 2013 in Frenswegen ist sehr gut angekommen und hat aufgrund von Spenden neben der Kollekte einen Überschuss von 2561,07 € erbracht. Die Synode dankt ganz herzlich noch einmal allen, die das Fest ausgerichtet und mitgestaltet haben.

    Der finanzielle Überschuss des Gemeindefestes 2013 wird dem Diakonie-Jahresprojekt der Synode (New World Foundation in Lavender Hill) zugeführt.

    Die Synode verpflichtet sich, im Herbst 2016 darüber nachzudenken, ob und – wenn ja – wann und wo ein zweites gemeinsames Gemeindefest durchgeführt werden soll.

    Der Ausschuss fragt, ob zwei frei Sonntage neben dem Jahresurlaub für PastorInnen der EAK noch angemessen sind. „Zunehmend ist der Samstag durch dienstliche Pflichten belegt. Zeit und Raum für private Begegnungen sind deutlich geringer geworden und reduzieren sich zunehmend auf die Urlaubszeit.“ Im Anschluss an die Aussprache beschließt die Synode, dass den PredigerInnen ab 2014 neben dem Jahresurlaub vier predigtfreie Sonntage gewährt werden sollen.

    Jugendarbeit

    Auf der vorigen Synodeversammlung war ausführlich über die Situation der Jugendarbeit gesprochen und ein vorläufiger Beschluss gefasst worden. Nun kann definitiv beschlossen werden:

    1. Die Stelle des Jugendpastors wird für die Dauer von 2 Jahren (bis 31.08.2015) für vakant erklärt.
    2. Für die Zeit der Vakanz soll dem Jugendbund-Vorstand aus den Reihen der diensttuenden PastorInnen ein Jugendwart zur Seite gestellt werden, der auf Vorschlag des Jugendbund-Vorstandes vom Ausschuss für Kindergottesdienst- und Jugendarbeit ernannt wird. Die Sachkosten für den Jugendwart werden der Kollekte für die übergemeindliche Jugendarbeit entnommen.
    3. Die Gemeinden verpflichten sich, die in den letzten Jahren geleistete finanzielle Umlage für den Jugendpastor (Personal- und Sachkosten) für die kommenden zwei Jahre bei Bedarf weiterhin in voller Höhe zu zahlen. 
    4. Der Jugendbund wird beauftragt, die übergemeindlichen Arbeitsfelder in der Kindergottesdienst- und Jugendarbeit nach Kräften zu gestalten. Dem Jugendbund stehen dafür die bisher für die Jugendpastorstelle geleisteten Beiträge zur Verfügung.
    5. Personelle Entscheidungen des Jugendbund-Vorstandes, die zu finanziellen Verpflichtungen führen, erfordern eine Absprache mit dem VPA und der Zustimmung des Ausschusses für Kindergottesdienst- und Jugendarbeit.
    6. Gemeinden, die für ihre gemeindliche Kinder- und Jugendarbeit Neuanstellungen planen, werden gebeten, diese auf einen Zeitraum bis 31.08.2015 zu befristen und den Vorstand des Jugendbundes darüber zu informieren.
    7. Der Jugendbund wird gebeten, bei Neuanstellungen von gemeindlichen hauptamtlichen MitarbeiterInnen in der Kinder- und Jugendarbeit zu prüfen, ob und inwiefern ein übergemeindliches Engagement dieser Personen sinnvoll und machbar ist.
    8. Die übergemeindlich zur Verfügung gestellten Finanzmittel können nur für übergemeindliche Zwecke eingesetzt werden.
    9. Die Herbstsynode im Jahr 2014 wird beauftragt, das Thema der übergemeindlichen Jugendarbeit zu beraten und zu überlegen, wie es ab dem 01. September 2015 im Bereich der übergemeindlichen Kinder- und Jugendarbeit weiter gehen kann.

    Pastor Jan-Henry Wanink aus Wuppertal erklärt sich bereit, die Arbeit des Jugendwarts zu übernehmen. Die Synode dankt ihm dafür.

    Verwaltungs- und Planungsausschuss

    Der VPA hat über die Vergütung von in den Gemeinden tätigen Jugendreferenten und –referentinnen beraten und hält eine angemessene Regelung für wichtig. Die Synode beschließt:

    1. Gemeinde- und Jugendreferenten werden in der EAK nach den in der EKD angewandten Richtlinien in Anlehnung an den TVÖD (Tarifvertrag Öffentlicher Dienst) besoldet.
    2. Die Festlegung der Besoldungsstufe nach Qualifikation und Dienstalter nimmt das Landeskirchenamt der Ev.-reformierten Kirche im Rahmen des Kooperationsvertrages vor.
    3. Die Vergütung für übergemeindliche Dienste der Gemeinde- und Jugendreferenten errechnen sich jeweils aus der Höhe der Besoldung des betreffenden Gemeinde- und Jugendreferenten.

    Im Blick auf das nächste Jahr hat der VPA auch die Finanzen beraten. Aus verschiedenen Gründen (Wechsel Pensionskasse, Vakanz, Verzicht auf Zuschussbeitrag für Ihrhove) kann die Belastung der Gemeinden im nächsten Jahr geringer ausfallen.

    Folgende Haushaltsansätze werden beschlossen:

    • Synodekasse:  40.000,00 €
    • Kasse „Gegenseitige Hilfe“: 35.000,00 €
    • Pensionskasse: 275.000,00 €
    • Die Eigenquote für die Zuschussgemeinden steigt auf 120 Euro.

    Sonstiges:

    Die Synode ernennt Pastor Jan-Henry Wanink aus Wuppertal in den Theologieausschuss der Synode der Evangelisch-altreformierten Kirche in Niedersachsen.

    Die nächste Versammlung der Synode soll am 7. Mai 2014 in Veldhausen stattfinden.

    Hermann Teunis, Ihrhove
    Schriftführer