Frühjahrssynode 2014

    Jugendarbeit und Jugendschutz

    Bericht von der Versammlung der Synode in Veldhausen

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    Für die einladende Gemeinde Veldhausen eröffnet Pastor Fritz Baarlink die Synode am 7.Mai 2014 mit der Lesung aus Lukas 16,1-9. In seiner Andacht geht er darauf ein, dass wir Christen viel von anderen lernen können, auch von der „Welt". Das zeigt sich zum Beispiel im Bild von der Gemeinde als Herberge, wo Menschen einkehren und sich stärken können. Es ist wichtig, dass das Angebot stimmt. Wer lieblos behandelt wird, kommt nicht wieder. Eine gewisse Vielfalt im Leben der Gemeinde und in den Gottesdiensten ist nötig, damit für alle etwas Passendes dabei ist.

     

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    Aus dem Moderamen

    Die Leitung der Versammlung liegt wieder bei ihrem Vorsitzenden, Pastor Gerold Klompmaker. Im Bericht des Moderamens weist er zunächst auf die Bemühungen in verschiedenen Gemeinden um einen Jugendreferenten hin, die bisher jedoch noch nicht von Erfolg gekrönt worden sind. Und im Namen der Ev.-altreformierten Kirche wird Pastor Christoph Heikens an einer Informationsreise nach Äthiopien teilnehmen.

    • Die Synode beschließt (auf Vorschlag des Moderamens) bei einer Enthaltung, die Fahrtkosten für ein Vor- und ein Nachtreffen in Berlin aus der Synodekasse zu übernehmen.

    Die Gemeinde Bunde hat mitgeteilt, dass Pastor Gerhard Schrader für berufs- und arbeitsunfähig erklärt worden ist und pensioniert werden muss. Die Synode spricht ihr Mitgefühl für Pastor Schrader, seine Familie und die Gemeinde Bunde aus und wünscht Gottes Geleit und Beistand.

     

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    Café Lichtblick

    Pastorin Oltmanns hat einen Bericht über die Arbeit im Café Lichtblick in Emden vorgelegt. Das Angebot wird sehr gut angenommen, zahlreiche Gäste nutzen es für Kontakte und in seelsorgerlichen Fragen. Einige sind bereits zu Mitarbeitern geworden. Die Arbeit mit Müttern und Kindern soll ausgeweitet werden. Für Unterstützung durch Kollekten in den Gemeinden ist der Arbeitskreis sehr dankbar.

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    Sumba

    Der Ausschuss für Ökumene und Mission berichtet, dass unser Missionspartner Kerkinactie im nächsten Jahr eine Delegationsreise nach Sumba plant. Daran können auch altreformierte Gemeindeglieder teilnehmen. In der Aussprache wird betont, dass die gegenseitigen Besuche für den Kontakt mit der Partnerkirche auf Sumba sehr förderlich sind. Deshalb soll für das Jahr 2016 eine eigene Delegationsreise nach Sumba organisiert werden.

    Für den Diakonieausschuss berichtet Pastor Hermann Teunis von einem Projekt auf Sumba, bei dem von familiärer Gewalt bedrohte Frauen Hilfe und Schutz finden können. Brot für die Welt hat eine Unterstützung in Höhe von 7.500 € zugesagt, wenn die Ev.-altreformierte Kirche es mit 2.500 € unterstützen kann. Die Synode spricht sich dafür aus, diese Unterstützung zu gewähren.

    Jugendschutz

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    Der Ausschuss für Kinder- und Jugendarbeit legt die Punkte Jugendschutz, Kirchlicher Unterricht und Jugendpastor vor. Gisa Kamphuis, Jugendreferentin in Veldhausen und im übergemeindlichen Bereich, referiert über Veränderungen im Kinder- und Jugendschutz, auf die die Landkreise hinweisen. Alle Einrichtungen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, müssen darauf achten, dass diese vor Missbrauch geschützt werden. Sie sorgen dafür, dass keine in diesem Bereich auffälligen Personen für sie tätig sind. Dies wird durch die Vorlage eines erweiterten polizeilichen Führungszeugnisses gewährleistet. Die Landkreise werden dazu Vereinbarungen mit den Einrichtungen abschließen, in denen dies geregelt ist. Damit gibt man auch ein deutliches Zeichen für den Jugendschutz.

    Kirchlicher Unterricht

    Zum Thema „Kirchlicher Unterricht" gibt es zunächst eine Gruppenarbeit, in denen Anliegen und Erfahrungen ausgetauscht werden. In der Gesamtdiskussion geht es dann vor allem um die 2010 verabschiedeten Standards für den KU. Einige sind wesentlich und unverzichtbar, andere haben sich weniger bewährt. Sie werden von den Kirchenräten deshalb nicht als „Standard" sondern eher als hilfreiche „Empfehlung" angesehen.

    Jugendpastor/Jugendreferent

    Die vorige Synode hatte beschlossen, die Stelle des Jugendpastors für vakant zu erklären und bis zur Neubesetzung andere Möglichkeiten zu erproben. Die Erfahrungen haben gezeigt, dass es nicht einfach ist, für eine Teilzeitstelle eine/n geeigneten Jugendreferenten/in zu finden. Der Ausschuss für Kinder- und Jugendarbeit regt deshalb an, die übergemeindliche Stelle in Kombination mit gemeindlichen Stellen möglichst bald mit einer hauptamtlichen Kraft neu zu besetzen. In diese Richtung geht auch ein Antrag der Gemeinde Uelsen. In der Aussprache wird dieser Gedanke deutlich unterstützt, jedoch mit dem Fokus auf eine Jugendreferenten-Stelle.

    Die Synode beschließt einstimmig

    1. Die Synode hebt die Jugendpastorstelle auf.
    2. Die Synode beauftragt den Ausschuss für Kinder- und Jugendarbeit zur Herbstsynode Modelle für eine 100%ige Jugendreferentenstelle zu entwickeln. Eine Anbindung an eine Gemeinde erscheint notwendig.
    3. Die Synode bittet die Kirchenräte, geeignete Personen in den Gemeinden zu suchen und dem Ausschuss zu benennen.

    Finanzen

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    Für den Verwaltungs- und Planungsausschuss berichtet Bert Schoemaker über Unklarheiten und Unsicherheiten im Hinblick auf künftige Pensionsleistungen für Pastoren, die über die Kirchliche Versorgungskasse Berlin versichert sind. Der VPA hält es für notwendig, eine professionelle Beratung einzuholen.

    • Die Synode beschließt einstimmig, Haushaltsmittel aus der Pensionskasse für eine externe Beratung für Fragen der Altersversorgung der Pastoren in Höhe von bis 6.000,- € bereit zu stellen.

    Chortreffen

    Der Ausschuss für Gottesdienst und Kirchenmusik plant für den 11. Oktober 2014 ein Chortreffen in Emlichheim. Verschiedene Chöre haben zugesagt daran teilzunehmen. Um 19.30 Uhr steht dann ein Konzert mit offenem Singen auf dem Programm, zu dem Interessierte herzlich eingeladen sind.

     

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    Amtsträgertreffen

    Der Ausschuss für Gemeindeaufbau führte im März ein Amtsträgertreffen durch, das viel positive Resonanz erhalten hat. Entsprechende Treffen sollen auch in Zukunft geplant werden. Außerdem soll der Ausschuss Ideen zur Stärkung von Mitarbeitern in den Gemeinden sammeln und verfügbar machen sowie über einen Fragebogen den Gemeinden helfen, ihren Ist-Zustand in den Blick zu nehmen.

    Die Synode beschließt einstimmig:

    1. Die Synode beauftragt den Ausschuss für Gemeindeaufbau und Öffentlichkeitsarbeit in einem 1,5-2 jährigen Turnus Amtsträgertreffen zu organisieren. Die entstehenden Kosten werden aus der Kasse für Aus- und Fortbildung beglichen.
    2. Die Synode beauftragt den Ausschuss für Gemeindeaufbau und Öffentlichkeitsarbeit, eine Liste mit in Gemeinden bereits üblichen und darüber hinaus weiteren, neuen Ideen / Impulsen / Aktionen zur Stärkung von Mitarbeitern in Gemeinden anzufertigen und für alle Gemeinden verfügbar zu machen.
    3. Die Synode beauftragt den Ausschuss für Gemeindeaufbau und Öffentlichkeitsarbeit einen Fragebogen für die Gemeinden zu erstellen, der helfen kann den IST-Zustand der jeweiligen Gemeinde zu erfassen.

    Und außerdem

    Der Theologieausschuss regt an, Studierenden der Volltheologie ein Büchergeld zu gewähren.

    • Die Synode beschließt einstimmig, den Studierenden der Volltheologie ab 2014 jährlich eine Unterstützung in Höhe von Euro 100,-- pro Semester  zur Anschaffung von Fachliteratur aus der Kasse Aus- und Fortbildung zu gewähren.

    Der Ausschuss hat sich zudem mit einigen notwendigen Änderungen in der Verfassung und der Geschäftsordnung der Synode befasst.

    Konkret lauten die neu gefassten Paragraphen der GSO

    § 1 Einberufung, Einladung
    § 1 (2) Das Moderamen beauftragt die Gemeinden in alphabetischer Reihenfolge mit der  Einladung und Eröffnung.
    Der Kirchenrat kann beantragen, wegen einer Vakanz oder aus anderem zwingenden Grund das Einladen und Eröffnen der nächsten Gemeinde zu übertragen. Der Kirchenrat der einladenden Gemeinde …
    § 1 (3) Die vom Moderamen beschlossene vorläufige Tagesordnung und die bereits vorhandenen Anträge und Vorlagen werden mindestens vier Wochen vor Beginn der Sitzung durch den Synodesekretär oder die Synodesekretärin verschickt.

    § 8 Redeordnung
    (1) Jedes Mitglied, das zu einem Gegenstand sprechen möchte, meldet sich durch Handzeichen zu Wort.  Der oder die Vorsitzende erteilt den Redenden das Wort. Er oder sie  bestimmt die Reihenfolge der Sprechenden. Derjenige, dem das Wort erteilt wird, richtet sich an den Vorsitzenden oder die Vorsitzende. Der oder die Vorsitzende kann zu kurzen, tatsächlichen Berichtigungen und Auskünften das Wort außerhalb der Reihenfolge erteilen.

    § 9 Abstimmungen
    (4)  Nach den bisherigen drei Sätzen werden nachfolgende zwei Sätze ergänzt:

    „Bei der Abstimmung über Änderungs- und Gegenanträge sowie über Eventual- und Überweisungsanträge fragt der oder die Vorsitzende zunächst nach den Stimmen, die sich dafür aussprechen. Bei den Ausschussanträgen oder Teilen derselben fragt der oder die Vorsitzende zuerst nach den Stimmen, die sich dagegen aussprechen.“

    In § 14 wird der Gemeinsame Ausschuss gestrichen, weil er vor Ende 2012 aufgehoben wurde.

    In § 15 wird die Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen ergänzt, in der die EAK Anfang 2013 Mitglied geworden ist.

    In der Verfassung wurde die Wahlordnung in erster Lesung so angepasst, dass Wahlen im Endergebnis grundsätzlich mit einer Mehrheit der abgegebenen Stimmen entschieden werden.

    Artikel 30-4 lautet jetzt:
    „Abstimmungen und Wahlen werden grundsätzlich offen durchgeführt. Auf Verlangen eines Mitgliedes im Kirchenrat ist geheim zu wählen. Bei Wahlen ist gewählt, wer die Mehrheit der abgegebenen Stimmen auf sich vereinigt. Hat kein Bewerber oder keine Bewerberin die Stimmen der Mehrheit auf sich vereinigt, findet ein weiterer  Wahlgang statt. Hierbei stehen die Personen zur Wahl, die die meisten Stimmen erhalten und zusammen mehr als die Hälfte der Stimmen  auf sich vereinigt haben. Im Falle einer Stimmengleichheit entscheidet das Los.“

    In Artikel 23 – 5 – 2 muss der Verweis auf Artikel 16 von Abs. 6 auf Abs. 5 geändert werden.

    • Beschluss: Die Synode nimmt die genannten Veränderungen zur GSO und zur Verfassung einstimmig an.

    Sven Hensen hat sich bereiterklärt, neben Pastor Fritz Baarlink und Johann Vogel im Redaktionsteam des Grenzboten mitzuarbeiten.

    • Sven Hensen wird einstimmig in das Redaktionsteam Grenzbote ernannt.

    Die nächste Synode soll am 26. November 2014 ab 9.30 Uhr in Ihrhove stattfinden. Nach dem Schlussgebet der Beisitzerin Wilma Zwartscholten dankt der Vorsitzende allen Mitwirkenden und schließt die Versammlung.

    Fotos und das Protokoll von der Synode sind unter altreformiert.de zu finden.

    Hermann Teunis, Ihrhove, Schriftführer