Frühjahrssynode 2016

    Strukturdebatte – Sumba – Jugendreferenten

    Bericht von der Synode der EAK am 1. Juni 2016 in Veldhausen

    An den Anfang der Frühjahrsversammlung der Synode setzt Pastor Jan-Henry Wanink für die einladende Gemeinde Wuppertal die Losung des Tages aus Hesekiel 20, 11: „Ich gab ihnen meine Gebote und lehrte sie meine Gesetze, durch die der Mensch lebt, der sie hält." In der Andacht weist er darauf hin, dass Gebote und Gesetze in unserer Welt oftmals keine große Beliebtheit haben, dennoch sind sie für das Gelingen des Lebens und Zusammenlebens unverzichtbar. Auch im kirchlichen Leben brauchen wir gute Ordnungen. Dazu haben wir auf die Schrift zu hören, um uns an ihr zu orientieren. Ebenso sind die gesellschaftlichen Ordnungen daran zu messen.

    Schriftverkehr

    Als Sekretär der Synode weist Dr. Gerrit Jan Beuker auf den ein- und ausgehenden Schriftverkehr hin. Die Fragen rundum Pensionen beanspruchen nach wie vor viel Aufmerksamkeit. Im März ging es um das Thema Datenschutz. In diesem Bereich hat sich die Rechtsprechung in den letzten Jahren geändert. Für die Veröffentlichung jedweder Daten in einem Gemeinde- oder Gliederverzeichnis bedarf es in Zukunft der schriftlichen Zustimmung der betroffenen religionsmündigen Gemeindeglieder. Entsprechende Hinweise und Unterlagen sind allen Kirchenräten zugegangen.
    Die „Aktion Mensch" hat Anfang Mai 2016 der Ev.-altreformierten Kirche für die Integrative altreformierte Freizeit wieder einmal fast 2.500,- Euro genehmigt.
    Der Abgeordnete der PKN in der Synode der EAK, Ält. J. Nooitgedacht aus Erm hat mitgeteilt, dass seine Dienstzeit abgelaufen ist. Die PKN hat bislang noch keinen neuen Abgeordneten für die Synode der EAK ernannt.

    no-img

    Bericht des Moderamens

    Der Vorsitzende der Synode Pastor Gerold Klompmaker, der die Versammlung leitet, geht auf einige Punkte aus dem Bericht des Moderamens ein.
    Die Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen (WGRK) hat alle Mitgliedskirchen gebeten, einen Sonderbeitrag in Höhe eines Jahresbeitrages für die Entsendung von Abgeordneten aus ärmeren Kirchen zur Generalversammlung 2017 in Deutschland zu leisten. Die Synode beschließt entsprechend:

    • Die Ev.-altreformierte Kirche gibt einen Jahresbeitrag zusätzlich an die WGRK für die Vorbereitung und Durchführung der Generalversammlung im Jahr 2017, die in Deutschland stattfinden soll. Dieser Betrag in Höhe von 380 € wird der Synodekasse entnommen.

    Auf der nächsten altreformierten Synode werden Pastor Christopher Ferguson, Generalsekretär der WGRK, und Pastorin Sabine Dreßler, Theologische Referentin für Reformierte Ökumene, zugegen sein.
    Die Vertreter der Gemeinde Neermoor berichten von der schwierigen Lage in ihrer Gemeinde; die geringe Größe und Schwierigkeiten beim Bilden des Kirchenrates machen große Probleme. Man ist mit der Gemeinde Ihrhove und dem Synodalverband im Kontakt.
    Anlässlich der Feier zum 25-jährigen Bestehen der Rumänienhilfe ist ein Fehlbetrag von 1.631,17 € verblieben, den die Kasse für die Rumänienhilfe vorgestreckt hat. Da die Synode Ausrichter dieser Jubiläumsfeier war, sollte sie auch diese Kosten übernehmen. Sie beschließt mit einer Gegenstimme und einer Enthaltung:

    • Die verbleibenden Kosten in Höhe von 1.631,17 € anlässlich der 25. Jahrfeier der Rumänienhilfe übernimmt die Synodekasse.

    Situation der Flüchtlinge

    no-img

    In der vorigen Versammlung hatte sich die Synode die Stellungnahme der führenden Geistlichen der EKD zu Eigen gemacht und eine nähere Aussprache in der jetzigen Sitzung angeregt. Dazu hat der Diakonieausschuss einige Leitfragen aufgestellt, die in sechs Gruppen besprochen werden. In der anschließenden Aussprache zeigt sich, dass es in den Gemeinden unterschiedliche und zahlreiche Initiativen zur Unterstützung von Flüchtlingen gibt, von Patenschaften über Räumlichkeiten und Sammlungen von Hilfsgütern, vielfach in Zusammenarbeit mit anderen Kirchengemeinden bzw. öffentlichen Einrichtungen. Sorgen um eine Überforderung werden weniger geäußert, sind aber sicher auch vorhanden. Wo es persönliche Kontakte zu Flüchtlingen gibt, wird es deutlich als Bereicherung erfahren. Das Thesenpapier kann eine Hilfe sein, auch die strukturellen Ursachen für die Notwendigkeit zur Flucht zu sehen.

    no-img

    Jugendreferenten

    Der Kirchenrat Veldhausen hat beantragt, die Stundenzahl der Jugendreferentin Gisa Kamphuis für ihre synodale Arbeit zunächst befristet für zwei Jahre bis Juli 2018 von zwei auf zehn Wochenstunden zu erhöhen. Diese acht Stunden hat sie zuletzt als Vertretung für die Dauer des Mutterschaftsurlaubs von Christina Breman übernommen. Damit soll die gesamtkirchliche Jugendarbeit gestärkt werden. Mit den Anteilen von Sven Scheffels (18,5 Std) und Christian Breman (10,5 Std) käme die Tätigkeit der drei Jugendreferenten auf 39 Stunden pro Woche.
    Die Jugendreferenten zeigen der Synode verschiedene „Blitzlichter aus ihrer Arbeit" und erläutern künftige Möglichkeiten. Das Wichtigste ist ihnen, das Ehrenamt zu stärken und zu stützen. Jugendarbeit ist Beziehungsarbeit. Regionale Mitarbeitertreffen und Teamer-Schulungen für Freizeiten wirken segensreich. Es gibt einzelne „Abende zur Starthilfe". Man möchte gerne noch mehr anbieten. In der Aussprache werden einige Nachfragen geklärt. Eine deutliche Mehrheit begrüßt die Aufstockung.
    Die Synode beschließt:

    1. Die Synode nimmt die Stellungnahme der Jugendreferenten zum Stellenumfang und zu einer möglichen Erweiterung der Jugendreferentenstelle zur Kenntnis.
    2. Die Synode erhöht den Stellenumfang von Gisa Kamphuis von derzeit zwei Wochenstunden auf zehn Wochenstunden. Diese Erhöhung ist befristet bis zum Juli 2018.

    Strukturdebatte und VPA

    Die Strukturkommission, bestehend aus dem VPA, den Pensionsbeauftragten und dem Moderamen, hat die Ergebnisse der Amtsträgerkonferenz vom 5. März zusammengefasst und mit den Synodeunterlagen den Kirchenräten zukommen lassen. Diese berichten von ihren Eindrücken und Gedanken. Vorgebracht werden u.a. die Fragen zu einer möglichen Reduzierung der Pastorenstellen in der EAK, zum Umgang mit den auswärtigen Gemeindegliedern sowie einer verstärkten Zusammenarbeit der Gemeinden.
    Der VPA hat die Frage der Anstellung in seinen Unterlagen zur Synode dargestellt. Da die Pensionsbeiträge für neu anfangende Pastoren infolge der niedrigen Zinsen sehr stark gestiegen und nicht mehr bezahlbar sind, schlägt der VPA – auch aufgrund der Strukturdebatte – ein privatrechtliches Dienstverhältnis vor, bei dem Pastoren in der allgemeinen Sozialversicherung aufgenommen werden. Dadurch bleiben die Kosten in etwa auf dem bisherigen Niveau. In der Aussprache werden zahlreiche Aspekte besprochen und erläutert, bis die Synode beschließt:

    1. Die zukünftigen Pastoren und Pastorinnen werden in der Regel auf der Grundlage eines privatrechtlichen Dienstvertrages in einem sozialversicherungspflichtigen Angestelltenverhältnis beschäftigt.
    2. Der VPA wird beauftragt, der Synode einen Vorschlag für ein Vergütungssystems und einen Muster-Dienstvertrag zu unterbreiten.
    3. Bis zur Verabschiedung eines Vergütungssystems und eines Muster-Dienstvertrages durch die Synode sind befristete Anstellungsverträge der Gemeinden mit Zustimmung des VPA möglich.

    Im November 2015 hat Andreas Brünink aus beruflichen Gründen das Amt des Pensionsbeauftragten niedergelegt. Als Nachfolger wird Jan Lambers-Heerspink von der Gemeinde Emlichheim gewählt.

    Sumbabesuche

    Im Sommer 2015 hat unter Leitung von „kerk in actie" eine deutsch-niederländische Delegation die Kirche von Sumba besucht. Tabea Büter und Ruth Beuker (Bild oben links), die daran teilgenommen haben, berichten der Synode sehr lebhaft und interessant anhand von Bildern über ihre Eindrücke und Erfahrungen. Besonders weisen sie hin auf die große Freundlichkeit, die sie erlebt haben, und auf die beeindruckende Art, wie der Glaube auf Sumba auch im Alltag gelebt wird. In verschiedenen Gemeinden hat es Berichte von der Reise gegeben.
    Im Juni 2016 reist eine Delegation der EAK nach Sumba (Bild oben rechts). Zu ihr gehören Lothar Heetderks aus Nordhorn, Irma Köster aus Hoogstede, Chantal Kleefmann sowie Christoph Heikens aus Bunde. Asnath Natar und Judit van den Berg-Melis werden die Gruppe vor Ort unterstützen. Die Synode dankt beiden Delegationen für ihre Präsentationen und wünscht für die anstehende Reise Gottes Segen.

    Diakonie

    Aus der Kollekte „Übergemeindliche Diakonie" soll das Café Lichtblick in Emden mit 2000 Euro unterstützt werden. Nina Ziegler–Oltmanns berichtet über die segensreiche Arbeit des Cafés, das sehr gut angenommen wird und lädt Gemeinden und Gruppen zu einem Besuch ein. Seit kurzem hat sich die Bankverbindung geändert: Ev.-altref. Gem. Campen/Emden, IBAN DE77 2859 0075 0205 7964 00, BIC GENODEF1LER, Verwendungszweck: Café Lichtblick.
    Bei der Stiftung Diakonia in Sf.Gheorge (Rumänien) gab es kurzzeitig finanzielle Probleme. Aus diesem Grunde drohten Entlassungen, Kurzarbeit und Unterbrechungen in der Versorgung der Patienten. Der Rumänienausschuss ist zur Lösung des bestehenden Problems mit einem Betrag von 5.000 € eingesprungen. Dieser Betrag wird aus der Kasse "Reformierte Kirchen in Osteuropa" erstattet.

    Als Termin der nächsten Synodesitzung wird der 9. November 2016 festgelegt.
    Hermann Teunis, Schriftführer