Rumänienhilfe

    Der Rumänienausschuss der Synode wird im Jahr 2016 seine Aktivitäten fortsetzen und neben der Durchführung von Hilfslieferungen und einer Info-Tour auch die Werbetrommel für Kollekten und Spenden rühren. Denn auch 26 Jahre nach der „Wende" und der Öffnung der Grenzen ist die Stimmung vieler Menschen in Rumänien wenig optimistisch. Das Land hat es schwer, einen Weg aus der Armut zu finden. Darüber können auch neue Straßen und gut gefüllte Supermärkte nicht hinwegtäuschen: Vieles ist schlichtweg für die Mehrheit der Bevölkerung nicht bezahlbar. Selbst der Eintritt in die Europäische Union hat den Strukturwandel nicht im erhofften Umfang ankurbeln können. So suchen junge Menschen immer mehr ihr Glück in den großen Städten oder im Ausland, ein Aderlass für viele Kirchengemeinden und die zurückbleibende ältere Bevölkerung.

    "Silberhochzeit": 25 Jahre Rumänienhilfe

    Nachdem die Partner der ungarisch Reformierten Kirche in Rumänien eine Delegation unserer Kirche im Frühjahr zum „25-jährigen Jubiläum“ in Rumänien mit überwältigender Gastfreundschaft an den verschiedenen Orten und zum offiziellen Fest vom Bischofsamt in Klausenburg empfangen hatten, fand der Gegenbesuch einer Delegation auf Einladung unserer Synode nun hier vom 12. bis 17. November statt.

    Diese Tage waren gefüllt mit dem Besuch unserer Herbstsynode und einem intensiven Besuchsprogramm verschiedener diakonischer Einrichtungen von Senioren-Wohneinrichtungen, Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen in der Grafschaft und Ostfriesland sowie der Jugendhilfe Eylarduswerk. 

    Am Freitag, 13. November, fand ab 18 Uhr im vollbesetzten Saal des Dorfgemeinschaftshauses in Osterwald das „große Fest“ statt. Eingeladen waren aus allen altreformierten Gemeinden und aus der reformierten Gemeinde Nordhorn alle, die sich der Hilfe für Rumänien verbunden fühlten. Fast 300 Personen folgten dieser Einladung und belegten damit die breite und große Verbundenheit, von der die „Rumänienhilfe“ lebt. Viele von Ihnen hatten bereits an den Infotouren nach Rumänien teilgenommen und trafen hier auf „alte Bekannte oder gar Freunde“. Ein großes Wiedersehen!

    Andere hatten über Jahre still und unermüdlich im Hintergrund die Aktion unterstützt, Kleider gesammelt und sortiert, überschüssige Medikamente von Apotheken und Arztpraxen geholt, kontrolliert und verpackt. Wieder andere hatten auf dem Hof Vette geholfen, die gesammelten und die dort gelagerten Hilfsgüter auf die LKW zu verladen oder durch ihre Spenden die Projekte und Transporte unterstützt. Viele Hände, auch gefaltete Hände, haben zum Erfolg dieses diakonischen Dienstes beigetragen.

    Eingerahmt durch Musik des Landesbläserensembles (Leitung Helga Hoogland), des Gesangvereins der altreformierten Gemeinde Veldhausen (Leitung Wolfried Kaper) sowie untermalt von Caféhausmusik (Jos Mulder am Klavier und Wolfried Kaper am Kontrabass) wurde die Gesellschaft von dem Cateringservice der Lebenshilfe in Nordhorn mit gutem und reichlichem Essen versorgt.

    Pastor Gerold Klompmaker eröffnete als Präses der Synode mit einer Andacht das Fest. Béla Kató, Bischof der ungarisch-reformierten Kirche aus Klausenburg, dankte allen Beteiligten von Herzen und im Namen der verschiedenen Projekte für die vertrauensvolle, kontinuierliche und großzügige Unterstützung.

    In einem launigen Interview befragte Pastor Fritz Baarlink das „Urgestein“ der Rumänienhilfe, Gerrit Jan Vette, sowie den Kassenwart (und Organisator) Alfred Alsmeier über ihre Erlebnisse aus den vergangenen 25 Jahren. Sie erinnerten auch an die Initiatoren und Helfer der ersten Stunden und würdigten u.a. Harm Ellen und Heiner Engelbertz, die leider schon verstorben sind. Dabei kamen einige Anekdoten insbesondere aus den Anfangsjahren zur Sprache.

    Damit wurde auch der Wandel der Hilfen und Unterstützungen deutlich: Waren es am Anfang in erster Linie Lebensmittel und Kleidung, so wandelte sich das Engagement in den folgenden Jahren zu „Hilfen zur Selbsthilfe“ mit Geräten für die Landwirtschaft, Schulmöbel für die Schule in Aiud und finanzielle Unterstützung bei Reparaturen und Renovierungen kirchlicher Gebäude.

    Inzwischen gilt das Augenmerk dem Aufbau, der Einrichtung und Versorgung diakonischer Einrichtungen wie der häuslichen Krankenpflege besonders im ländlichen Bereich, der Förderung und Betreuung von Menschen mit Behinderungen sowie der Integration von Roma-Kindern und -Familien.

    In allen Wortbeiträgen wurde auf die große Gastfreundschaft hingewiesen und darauf, dass wir nicht nur etwas gebracht sondern gleichermaßen empfangen haben, nämlich gute und herzliche Verbundenheit und starke Glaubensgemeinschaft in Jesus Christus.

    Im Hintergrund liefen in einer Diashow zahlreiche Fotos aus mehr als 25 Jahren. Sie dokumentierten den Wandel aus anfänglich schwierigsten Bedingungen zu den heutigen gut organisierten Abläufen.

    So wurde der Abend nach einem abwechslungsreichen, interessanten Programm, bei gutem Essen und Trinken mit dem gemeinsamen Gesang des Aaronitischen Segens auf Ungarisch beschlossen.

    Wir danken allen, die diese Aufgaben über die Jahre in vielfältiger Weise unterstützt haben und dies auch weiterhin tun wollen, sei es durch Geld- oder Sachspenden oder durch den eigenen persönlichen Einsatz und - ebenso wichtig - durch betende Begleitung.

    Im Namen des Rumänien-Ausschusses,
    Albertus Lenderink, Bad Bentheim

    Kontakt

    Gerrit Jan Vette, Pappelstr. 9,
    49828 Neuenhaus-Grasdorf
    Tel: 05941-285
    Fax: 05941-920486,
    gert.vette@t-online.de

    Alfred Alsmeier, Glückaufstr. 11
    48455 Bad Bentheim
    Tel: 05922-6074
    alfred.alsmeier@ewetel.net
    rumaenienhilfe@altreformiert.de

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