|
|
Kampen. Berthold Bloemendal (Jahrgang 1982) hat am 16. Dezember 2011 das Studium der Theologie in Kampen in den Niederlanden mit dem Abschlussexamen beendet. Das Thema seiner Masterarbeit im Hauptfach Kirchengeschichte lautete: "Nederlanders of Duitsers? Uit Duitsland afkomstige studenten theologie aan de Boven Nieuwstraat/Oudestraat te Kampen tussen 1854 en 1994". Begleiter dieser Abschlussarbeit war Dr. Gert van Klinken, zweiter und dritter Beurteiler waren Prof. Dr. Hans-Martin Kirn aus Kampen und Pastor Dr. Gerrit Jan Beuker aus Laar. "Der Grenzbote" wünscht Berthold Bloemendal für den weiteren Weg Gottes reichen Segen. Laar. Ende Januar 2012 bieten die drei Laarer Kirchen erstmals Ökumenische Kinderbibeltage an. Sie führen gemeinsam die bisherige Tradition der einzelnen Gemeinden fort, die schon seit vielen Jahren solche Tage angeboten haben. Kinder und Jugendliche vom dritten bis siebten Schuljahr aus allen Ortsteilen sind dazu herzlich eingeladen. Gestartet wird am Freitag, dem 27. Januar 2012, um 15.00 Uhr in der Sporthalle, der Schlusspfiff ertönt am Samstag, dem 28. Januar 2012, um 13.00 Uhr ebenfalls in der Sporthalle. Kinder und BetreuerInnen übernachten in der Sporthalle. Zum Basteln, Essen und Spielen wird das benachbarte altreformierte Gemeindehaus genutzt. Die Tage stehen unter dem Thema von Psalm 139 "Ich danke dir, Gott, dafür, dass ich wunderbar gemacht bin".
Laar. Seit über hundert Jahren pflegt die altreformierte Gemeinde Laar eine Partnerschaft mit der reformierten Gemeinde in Görlitz. Im Herbst 2011 war der zuständige Laarer Ausschuss einige Tage in Görlitz zu Gast. Dabei wurde vereinbart, in Zukunft auch die reformierte Gemeinde Laar in diese Partnerschaft einzubeziehen, weil die beiden Laarer Gemeinden eine enge Zusammenarbeit pflegen. Zu Anfang der Sommerferien ist eine gemeinsame Freizeit in Thüringen geplant. Familien, Ehepaare und Alleinstehende sind herzlich eingeladen, sich zu beteiligen. Neben Kennenlernen, Gemeinschaft, Freizeit, Spiel und Entspannung geht es inhaltlich um das Thema Taufe. |
ältere Nachrichten, sie werden beizeiten gelöscht:
Indonesien. Im Infoservice der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) berichtet Christoph Wand: "Schon als die Vereinte Evangelische Mission im vergangenen Dezember ihre Menschenrechtsaktion für die Religionsfreiheit aller Menschen vorstellte, gab Indonesien bereits Anlass zur Sorge: In den vergangenen Jahren häuften sich Berichte von VEM-Mitgliedskirchen und anderen Partnern in Indonesien über religiöse Konflikte und Verletzungen des Rechtes auf Religionsfreiheit. Jetzt hat die Aktion noch einmal traurige Aktualität bekommen: Am letzten Septembersonntag wurden bei einem Anschlag auf eine Kirche in Zentral-Java fast 30 Personen zum Teil lebensgefährlich verletzt. Ein Selbstmordattentäter hat sich in der vollbesetzten Bethel Injil Sepuluh Church in der Stadt Solo in die Luft gesprengt. Erst eine Woche zuvor waren bei Unruhen zwischen Muslimen und Christen in der Provinz Maluku drei Menschen ums Leben gekommen und mindestens 60 weitere verletzt worden. Die Religionsfreiheit in Indonesien ist mehr denn je in Gefahr."
Indonesien. Mehr als 20 000 Christen aus dem Batak-Land, anderen Regionen Indonesiens und der ganzen Welt kamen am 2. Oktober nach Tarutung auf Sumatra, um das 150-jährige Jubiläum der größten Christlichprotestantischen Kirche in Asien zu feiern. Entstanden ist die Kirche aus der Missionsarbeit der Rheinischen Mission (jetzt: Vereinigte Evangelische Mission). 1861 begann die Rheinische Mission ihre Arbeit unter den Batak. Besondere Spuren hinterließ vor allem der Missionar Ludwig Ingwer Nommensen. Er erreichte 1862 Sumatra. Die Mission hatte damals erst wenige Menschen erreicht und die ersten Anhänger wurden oft von der Gesellschaft ausgegrenzt. Um die soziale Isolation zu umgehen, gründete Nommensen im Silindung-Tal mit 52 neu getauften Christen ein eigenes Dorf: Huta Dame (Friedensdorf).
Berlin. Der Bundestag hat ein neues Kinderschutzgesetz verabschiedet, das Kinder vor Misshandlungen und Vernachlässigung schützen soll. Ob das Gesetz wie geplant im Januar 2012 in Kraft treten kann, ist ungewiss, da Widerstand durch den Bundesrat wegen ungeklärter Finanzierungsfragen droht. Die zuständige Ministerin Kristina Schröder (CDU) lobte im Bundestag das Gesetz als "Meilenstein für einen besseren Kinderschutz ", das den Kindern zugute komme, die "auf der Schattenseite des Lebens stehen". Das Gesetz sieht unter anderem vor, dass Ärzte ihre Schweigepflicht brechen und das Jugendamt einschalten dürfen, wenn sie einen Verdacht auf Gefährdung des Kindeswohls haben.
Berlin. Eine Forschergruppe hat weltweit das Wachstum von "neuen religiösen Bewegungen" wie Pfingstgemeinden und evangelikalen Gemeinden untersucht. Diese Untersuchung widerspricht der These, dass die Religion sich in einer modernen Welt mehr und mehr zurückziehe. Bezogen auf Berlin, gelegentlich die "Hauptstadt des Atheismus" genannt, wird festgestellt: Von einem Verschwinden christlicher Gemeinden kann in dieser Großstadt keine Rede sein. Es gibt hier "wahnsinnig viele religiöse Gemeinschaften". "Es gibt hier eine Dynamik", an der allerdings die Volkskirchen insgesamt gesehen keinen Anteil haben. Vielfach macht diesen historischen Großkirchen eine "Abkehr von der Kirche" zu schaffen.
Stuttgart. Die Klimabilanz von Biokraftstoffen ist schlechter als bisher angenommen. Durch den Anbau der Energiepflanzen wird massiv in die Umwelt eingegriffen: Wälder werden gerodet und Torfböden umgepflügt, wenn riesige Soja-, Zuckerrohr- und Palmölplantagen entstehen. Das Versprechen, mit nachwachsenden Rohstoffen das Klima zu retten, ist unhaltbar. Der Ernährungsexperte Dr. Bernhard Walter, Stuttgart, sagt: "Wenn man die verheerenden Folgen von neuen riesigen Plantagen einrechnet, wird die angebliche Klimafreundlichkeit von Biokraftstoffen immer fragwürdiger." Ihre CO2- Bilanz sei fatal. Eine Studie kommt zu dem Schluss: "Nur Abfallprodukte und Erntereste, sofern sie nicht als Dünger gebraucht werden, können die ungünstige (Klima-)Bilanz verbessern. " Besonders fatal ist, dass die neuen Plantagen für Energiepflanzen vielen Menschen in armen Ländern die Lebensgrundlagen zerstören. So verlieren z.B. im argentinischen Gran Chaco immer mehr Menschen, die bislang vom Fischfang und der Jagd leben konnten, ihr Auskommen - während sich die riesigen Plantagen für die Energiepflanze Soja immer weiter ausdehnen.
Uelsen. Herbert Klinge weist im Uelser Gemeindebrief darauf hin, dass aufgrund einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes in Luxemburg Spenden an gemeinnützige Organisationen im EU-Ausland ab sofort im Heimatland des Spenders steuerlich abzugsfähig sind. Für eine endgültige Anerkennung der Zahlungen sei es allerdings für die Kirchengemeinden notwendig, in dem entsprechenden EU-Land als gemeinnützig registriert zu sein. Im Blick auf die Niederlande ist beim dortigen "Belastingdienst" ein Antrag zu stellen. Wird dem Antrag entsprochen, haben Niederländer die Möglichkeit, ihre Spenden zuguns - ten der beim "Belastingsdienst" registrierten deutschen Kirchengemeinden steuerlich abzusetzen. Das (altreformierte) Beitragsverwaltungsprogramm "amadeus" wird in Zukunft entsprechend programmiert sein.
Veldhausen. Der Chor der ev.-altref. Gemeinde Veldhausen plant unter der Leitung von Wolfried Kaper ein aufwändiges Projekt gemeinsam mit einem niederländischen Chor, der ebenfalls von W. Kaper geleitet wird. Bis April 2012 soll das Sing-Oratorium "Diedrich Bonhoeffer" einstudiert und sodann am 14. April, dem Befreiungstag, in Zwolle und danach auch in Veldhausen aufgeführt werden. Komponiert wurde die Musik zu Texten des großen Theologen und Widerstandskämpfers Dietrich Bonhoeffer von dem Komponisten Matthias Nagel, der gemeinsam mit Dieter Stork (Textzusammenstellung) das Oratorium im Jahre 2006 anlässlich des 100. Geburtstages Bonhoeffers verfasste.
Bad Bentheim. 34 Jahre war Rudof Alsmeier im Beirat des Diakonischen Dienstes in Bad Bentheim. Mit seinen Fachkenntnissen als Steuerberater hat er erheblich zum Aufbau und Erfolg des Diakonischen Dienstes beigetragen. Für seine Verdienste wurde ihm das Kronenkreuz der Diakonie in Gold verleihen. Ebenfalls wurden Ludwig Weinberg (Bad Bentheim) und Gerd Pieper (Gildehaus) mit der Verleihung des goldenen Kronenkreuzes geehrt. Wir gratulieren!
Düsseldorf. Im Vorfeld des Papstbesuches wurde Nikolaus Schneider, Präses der EKD, mit dem Hinweis konfrontiert: "Zur Autorität des Papstes gibt es im Katholizismus die Lehre von der apostolischen Sukzession, wonach Bischöfe durch die Zeiten hindurch jenen Segen erteilen, den Petrus von Jesus erhalten habe. An sich wirkt diese Lehre doch anziehend." Die Antwort von Präses Schneider: "Weil sie (diese Lehre) Sicherheit vermittelt - von der wir aber nicht überzeugt sind, zum einen, weil es ja historisch höchst zweifelhaft ist, ob es da tatsächlich eine ununterbrochene Kette des Segen-Weiterreichens gegeben hat. Wir halten jene Sicherheit aber zum anderen auch für theologisch unangemessen, weil da das Wirken Gottes und seines Segens unmittelbar an menschliches Handeln geknüpft wird. Wir glauben, dass die Freiheit Gottes und seiner Gnade immer gewahrt bleiben müssen. In unserer Vorstellung sprechen wir daher nicht von der apostolischen Sukzession, sondern von biblischer Sukzession. Gottes Wort ergreift in seiner Freiheit die Menschen durch die Zeiten hindurch immer wieder neu und hält sich dabei nicht an Ämter und historische Kontinuität."
Nepal. Der Direktor des Internationalen Institutes für Religionsfreiheit, Thomas Schirrmacher, wurde von der größten Universität in Nepal zu einer Gastvorlesung eingeladen. Thema: "Fundamentalismus als militanter Wahrheitsanspruch: Wie Religionsfreiheit Fundamentalismus auf dem Weg in eine friedliche Gesellschaft überwindet." Vor Hunderten, meist hinduistischen Studenten, sagte Schirrmacher, dass der Begriff Fundamentalismus im Westen oft eingesetzt werde, um Menschen aller Religionen im Globalen Süden pauschal zu verunglimpfen. Zwar sei es richtig, dass religiöser Fundamentalismus eine echte Bedrohung auch im Globalen Süden darstelle, so etwa der hinduistische Fundamentalismus in Nepal, der für eine Serie von blutigen Bombenanschlägen verantwortlich sei, man dürfe jedoch nicht einfach Fundamentalismus mit jedem Wahrheitsanspruch gleichsetzen, sonst gäbe es in der Welt mehr Fundamentalisten als Andere. "Ich vertrete", so Schirrmacher wörtlich, "dass eine Religions- und Weltanschauungsgemeinschaft, die die Religionsfreiheit vertritt, propagiert und in der Praxis respektiert, nicht fundamentalistisch sein kann und nicht so genannt werden sollte!" Umgekehrt, so Schirrmacher weiter, sollte die Ablehnung der Religionsfreiheit als ein klarer Indikator Richtung Fundamentalismus benannt werden, wenn auch nicht als der einzige.
Hamburg. Nach scharfer Kritik aus Kirchenkreisen haben der Mineralölkonzern Shell und die Edeka-Tochter Spar ein Werbemotiv zurückgezogen und sich entschuldigt. "Kauf ein, wenn Mutti in die Kirche geht", hieß der Slogan auf einem Plakat, das eine alte Frau mit Buckel auf dem Weg zur Kirche zeigt. "SHELL? Das SPAR ich mir!" Mit diesem Slogan reagierte eine Facebook-Gruppe und rief damit zum Boykott der den SHELL-Tankstellen angebundenen SPAR-Filialen auf. Gegen das Werbeplakat ist auch eine Beschwerde beim deutschen Werberat eingegangen, der das Unternehmen daraufhin zu einer Stellungnahme aufforderte.
Brüssel. Ein breites Bündnis aus Kirchen, Gewerkschaften, Verbänden und Politikern gründete in Brüssel eine "Europäische Sonntags-Allianz". Diese Allianz, die europaweit von mehr als 50 Organisationen unterstützt wird, will sich für den Schutz des arbeitsfreien Sonntags in der Europäischen Union einsetzen und verlangt, den Sonntagsschutz u.a. in der EU-Arbeitszeitrichtlinie zu verankern. Die Überarbeitung dieser Richtlinie steht in den kommenden Monaten auf der politischen Agenda. Die Allianz will auch ausloten, inwieweit sich der Sonntagsschutz mit Hilfe eines europäischen Bürgerbegehrens stärken lässt. Dabei ist den Initiatoren klar, dass es aus nachvollziehbaren Gründen auch Ausnahmen von der Sonntagsruhe geben muss.