Am 1.März 2008 trafen sich Vertreterinnen der Ev.-altreformierten Frauenkreise aus der Grafschaft Bentheim und Ostfriesland zur Arbeitsversammlung in Uelsen. Dem Frauenbund gehören 18 Vereine aus 13 Gemeinden an. Die Vertreterinnen der Frauenkreise wurden von der 1. Vorsitzenden Ina Wortelen begrüßt. Henni Wortel, 2. Vorsitzende, hielt eine
Sie weist darauf hin, dass es für viele moderne Menschen nicht so einfach ist, Hilfe anzunehmen. Kinder werden so erzogen, dass sie später auf eigenen Füßen stehen können und sich selbst zu helfen wissen, und das ist auch gut so. Es ist wünschenswert, wenn jeder seine eigenen Probleme lösen kann. Aber was ist, wenn wir plötzlich wegen Krankheit, Behinderung oder auch im Alter auf die Hilfe anderer angewiesen sind? Oder wenn wir mit dem Tod eines geliebten Menschen und mit dem Alleinsein nicht fertig werden? Oder wenn Probleme in unserer Ehe oder mit unseren Kindern auftauchen? Tun wir uns nicht manchmal schwer damit, Hilfe anderer anzunehmen?
Wer über die Leidensgeschichte von Jesus nachdenkt, merkt, wie wichtig es den Menschen dort ist, ihre eigene Haut zu retten, sprich, sich selbst zu helfen. Aber dieses kann ein großes Hindernis für echte Hilfe sein. Petrus z.B. ist ein Mann großer Worte. Er ist bereit, für Jesus zu sterben, als es aber brenzlig wird, verleugnet er Jesus. Auch Judas weiß sich zu helfen. Er ist ein guter Rechner. Er hat sich ausgerechnet, wie viel ein Menschenleben wert ist. Für 30 Silberlinge verrät er Jesus. Und schließlich Pilatus. Er weiß, dass Jesus unschuldig ist, lässt ihn aber trotzdem verurteilen. Wegen der Angst vor einem Volksaufstand nimmt er es mit dem Recht nicht so genau.
Und wir? Irgendwo wohnen diese Personen und ihre Gedanken auch in uns. Die Taktik des Petrus, die eigene Haut zu retten, das Berechnende des Judas, mit dem wir vor allem für uns selbst sorgen, die Angst des Pilatus, die unser Gewissen auszuschalten droht. Mit all diesen Überlegungen, wie ich mich selbst rechtfertigen kann, stehe auch ich unter dem Kreuz und rufe mit den anderen: "Hilf dir selbst!"
Einer in der Leidensgeschichte ist nicht imstande, bei dieser Selbstrechtfertigung mitzumachen, sprich, sich selbst zu helfen. Es ist der zweite Verurteilte am Kreuz: Er weiß, ich kann mir selber nicht bis ins Letzte vertrauen. Jemand anders wird mir helfen müssen. Jemand, dem ich zutiefst vertrauen kann. Über Jesus sagt er: "…dieser hat nichts Unrechtes getan." Er vertraut Jesus. Diese Einsicht, dass er sich selbst nicht helfen kann, und dass er einen anderen nötig hat, der ihm hilft, macht es für diesen Verurteilten möglich, sich Jesus als seinem Heiland und Helfer anzuvertrauen. "Jesus, gedenke an mich, wenn du in dein Reich kommst!" Und Jesus antwortet: "Heute wirst du mit mir im Paradies sein."
Judas endete in der Verzweiflung und machte seinem Leben ein Ende. Petrus wurde geplagt von quälenden Selbstvorwürfen. Auch er musste erst durch das tiefe Tal der Verzweiflung. Der Verurteilte am Kreuz erfährt in seiner tiefsten Hilflosigkeit die Nähe Christi.
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Anschließend gab der Geschäftsführer des NETZ, Ingo Ritz, einen Überblick über die Arbeit und die Ziele der Arbeit dieser Einrichtung. Die Entwicklungshilfeorganisation arbeitet in Bangladesch. Es werden Projekte unterstützt zur Selbsthilfe und Armutsbekämpfung, der Verwirklichung der Frauen- und Menschenrechte und der Katastrophenhilfe. Gefördert wird NETZ vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und dem Evangelischen Entwicklungsdienst. Der größte Teil der Einnahmen besteht aus staatlichen Zuschüssen, der andere Teil aus Spenden kirchlicher und privater Institutionen.
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Ingo Ritz konkretisiert die Arbeit von NETZ anhand einiger konkreter Projekte und Beispiele:
Schließlich wird darauf hingewiesen, dass Zivildienstleistende bzw. Interessierte an einem Sozialen Jahr in Projekten der NETZ mitarbeiten können. Nähere Informationen sind erhältlich bei: NETZ, Moritz-Hensold-Str. 20, 35576 Wetzlar, www.netz-bangladesch.de. |
Anschließend berichtete Ina Wortelen über die Aktivitäten des Frauenbundes. Seminar und Herbstversammlung fanden ein positives Echo; es ist schade, dass die jüngeren Frauen nur noch selten an dem Treffen teilnehmen. Die Frauenfreizeit in Patmos (Siegen) wurde von allen Teilnehmerinnen so gut bewertet, dass viele sich bereits für die nächste Freizeit in Lemförde angemeldet haben.
Eine Homepage und ein Logo des Frauenbundes sind in Arbeit. Geplant ist auch ein Schulungsangebot für die Vorstände der örtlichen Vereine.
Anneliese Kolthoff legte einen schriftlichen Bericht über die Frauenbundkasse vor. Gesine Wortelen berichtete über die Missionskasse des Frauenbundes. Auch 2007 wurden dem Frauenbund Mittel für missionarische und diakonische Einrichtungen anvertraut. Ein ganz herzliches Dankeschön für die jahrelange Spendenbereitschaft. "Gott segne Geber und Gaben."
Wir beendeten unser Treffen mit dem Lied 406: "Bei dir Jesus will ich bleiben, stets in deinem Dienste stehn…"
Dina Heerspink, Schriftführerin