Auf den Arbeitsversammlungen
... wird über die Arbeit des Frauenbund-Vorstandes und über den aktuellen Stand der Frauenbundkasse sowie der Missionskasse berichtet. Die geplanten Veranstaltungen für das kommende Jahr werden vorgestellt und anschließend wird die Verteilung der Spendengelder diskutiert und beschlossen. Über einzelne missionarische und diakonische Projekte bzw. Organisationen wird von einem/r eingeladenen Referenten/in oder vom Vorstand näher informiert. Falls Vorstandsmitglieder aus ihrem Amt ausscheiden, finden bei der Arbeitsversammlung auch Wahlen für neue Vorstandsmitglieder statt. Dafür wurden dann im Vorfeld Vorschläge in den einzelnen Gemeinden gesammelt. Abschließend werden sonstige Punkte bzw. Fragen geklärt. Im Rahmen dieser Veranstaltung werden auch die letzten Themenpläne der jeweiligen Frauenkreise eingesammelt, damit sie zusammengestellt bei der Herbstversammlung wieder an alle Frauenvereine ausgeteilt werden können. Dies ist als zusätzliche Anregung für die gemeindliche Frauenarbeit gedacht. Nicht zuletzt sind die Arbeitsversammlungen ein Ort der Begegnung für die verschiedenen Frauen der altreformierten Gemeinden in Ostfriesland und der Grafschaft Bentheim, eine Gelegenheit sich bei Kaffee und Kuchen wieder zu sehen, sich auszutauschen und Gemeinschaft zu erfahren.
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Nach der Begrüßung durch die erste Vorsitzende Gesine Wesselink (Emlichheim) hielt die zweite Vorsitzende Henni Wortel (Emlichheim) eine Andacht zu Johannes 21, 1-14. In diesem Text wird davon berichtet, dass die Jünger fischen gehen. Aber ihre Arbeit bleibt ergebnislos, ohne Frucht, wie so oft im Leben. Aber der Umschwung ist schon da - Jesus! Er kennt die Bedürfnisse dieser Welt. Die Erkenntnis des Herrn folgt dem Tun nach. Glaube will gelebt werden. Und dann machen die Jünger, machen wir die Erfahrung: Jesus hat schon den Tisch für uns bereitet! |
Die Treffen des letzten Jahres: Arbeitsversammlung in Laar, Seminar in Nordhorn, Herbstversammlung in Emlichheim und die Freizeit in Rehe (Westerwald) wurden gut angenommen. Dankbar erfahren wir immer wieder die segnende und bewahrende Hand Gottes.
Für das Jahr 2010 sind folgende Termine geplant:
29.05.2010, 14.30 Uhr: Seminar in der altreformierten Kirche in Wilsum mit Pastor D. Bouws (Uelsen) zum Thema: Evangelisation? "Wir sind doch nicht in Brasilien!" Sind wir auskunftsfähig im Glauben?
14.08.2010, 14.30 Uhr: Mitarbeiterschulung im altreformierten Gemeindehaus in Hoogstede mit Pastor F. Behmenburg (Brandlecht) zum Thema: Ein Buch voller Leben - Anregungen aus der Bibel
04.09.2010, 14.30 Uhr: Herbstversammlung in der altreformierten Kirche in Nordhorn mit Frau Heidi Krause-Frische (Hartum) zum Thema: Vergebung - eine doppelte Wohltat. "Das verzeih ich dir (nie)!"
27.09. - 02.10.2010: Herbstfreizeit im Haus PATMOS in Siegen. Die Anmeldeliste ist bereits voll. Es existiert eine Warteliste.
Versuchsweise beginnen die Veranstaltungen dieses Jahr um 14.30 Uhr, um den Frauen mit längerem Anfahrtsweg entgegen zu kommen. Die Herbstversammlung findet dieses Jahr nicht wie üblich in Emlichheim sondern in Nordhorn statt, da das Emlichheimer Gemeindehaus wegen Umbauarbeiten nicht zugänglich ist. Ein herzlicher Dank an die Nordhorner Gemeinde für ihre Bereitschaft, die Herbstversammlung des Frauenbundes zu unterstützen!
Kassenbericht
Anneliese Kolthoff (Bunde) legte den schriftlichen Kassenbericht der Frauenbundkasse vor und erläuterte ihn. Gesine Wortelen (Schüttorf) berichtete über den Kassenbestand der Missionskasse des Frauenbundes und über verschiedene Dankesbriefe. Der Missionskasse wurde durch Kollekten und Sammlungen in den jeweiligen Gemeinden ein großer Betrag zur Verfügung gestellt. Allen Spendern und Spenderinnen ein herzliches Dankeschön für ihre Bereitschaft, missionarische und diakonische Einrichtungen und Projekte im In- und Ausland zu unterstützen! Mit Zustimmung der Versammlung werden die Spenden wie folgt verteilt:
Netz (Bangladesh) | 500,00 € |
Schwarzes Kreuz | 400,00 € |
Neukirchner Mission | 500,00 € |
Christoffel-Blindenmission | 500,00 € |
Liebenzellermission | 300,00 € |
Mission für Süd-Ost-Europa | 400,00 € |
Missionskasse der EAK: Evangelistenschule Lewa | 500,00 € |
Hilfe f. schwangere Mädchen in Bangladesh | 500,00 € |
Gänseblümchen, Noh | 400,00 € |
Weisses Kreuz/Arbeitskreis Leben, Grafsch. Bentheim | 300,00 € |
Arbeitskreis Leben, Emden | 600,00 € |
Gideon Bund | 300,00 € |
Konferenz Evangelikaler Publizisten (KEP) | 500,00 € |
Licht im Osten | 500,00 € |
Operation Mobilisation OM | 500,00 € |
Arbeitskreis Rumänien | 600,00 € |
Arbeitskreis Rumänien: Behinderten-Werkstatt Sf. Gheorge | 300,00 € |
Kindernothilfe Duisburg | 500,00 € |
Ärztliche Mission Tübingen (DIFÄM) | 500,00 € |
Weißes Kreuz | 200,00 € |
Evangeliums-Rundfunk Wetzlar | 500,00 € |
Wycliff-Bibelübersetzer | 600,00 € |
Wycliff-Bibelübersetzer: für Rumänien | 500,00 € |
Bethel | 400,00 € |
Vereinigte Evangelische Mission (VEM) | 500,00 € |
Summe: | 11 300,00 € |
Während der Besprechung wurde nachgefragt, welche Organisation die "Hilfe für schwangere Mädchen in Bangladesh" betreibt. Dies ist ein Projekt der Kindernothilfe. Außerdem wurde angeregt, weniger aber speziellere und konkretere Projekte über einen längeren Zeitraum hinweg zu unterstützen, damit in den Gemeinden besser dafür geworben und begründet werden könne, wofür gesammelt werde. Dagegen spricht, dass eine breitere Verteilung der Gelder auch mehr Leute anspricht, da ihre jeweilige Motivation ebenfalls breit gefächert ist. Aufgrund des allgemeinen Rückgangs des Spendenaufkommens sind die verschiedenen Organisationen und Einrichtungen inzwischen auch auf diese "regelmäßigen" Zuwendungen sehr angewiesen. Richtig ist aber, dass bei den Sammlungen bzw. Kollekten auch darüber informiert werden sollte, was mit den Spenden geschieht und wofür sie im Speziellen gegeben werden. Dies gilt als dahingehenden Aufruf an die Gemeinden. In dem Zusammenhang wird den vielen ehrenamtlichen Spendensammlern und -sammlerinnen für ihren liebevollen Einsatz herzlich gedankt!
Gesine Wortelen (Schüttorf) berichtete anschließend über die Arbeit der Liebenzeller Mission und zeigte einen Film über deren Missionspiloten.
Die Liebenzeller Mission ist ein freies Werk innerhalb der evangelischen Kirche. Als gemeinnützige Organisation ist sie unabhängig von Staat und Kirche. Sie arbeitet weltweit überkonfessionell. Ihre rund 230 Missionarinnen und Missionare geben in 24 Ländern der Erde Gottes Liebe weiter. Sie gründen Gemeinden, bilden aus, helfen in akuten Notlagen und befähigen zur Selbsthilfe. Ihr Leitsatz lautet:
"Gott will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen." (1. Timotheus 2,4)
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Die Liebenzeller Mission wurde auf Wunsch von James Hudson Taylor, dem Gründer der englischen China-Inland-Mission, ins Leben gerufen. Er bat den evangelischen Pfarrer Heinrich Coerper, einen deutschen Zweig des englischen Missionswerkes aufzubauen. Coerper begann damit am 13. November 1899 in Hamburg. Bereits sieben Wochen später reiste Heinrich Witt als erster Missionar nach China aus. 1902 verlor das Werk sein Hamburger Domizil. Lina Stahl, eine Diakonisse in Bad Liebenzell, hörte davon. Sie hatte jahrelang Gott darum gebeten, aus dem Schlossberghügel der kleinen Stadt einen "feuerspeienden Berg" zu machen. Auf ihre Einladung hin siedelte Heinrich Coerper um in den Schwarzwald. 1906 nahm die junge Mission offiziell den Namen ihrer neuen Heimat an: Aus dem deutschen Zweig der China-Inland-Mission wurde die "Liebenzeller Mission". |
Die China-Inland-Mission hatte der jungen Mission die chinesische Provinz Hunan zugeteilt. Im Laufe der Jahre kümmerte sich die Mission dort um Blinde, gründete Krankenhäuser, Schulen und Waisenheime. Mit der Machtübernahme der Kommunisten in China mussten alle Missionare das Land verlassen. Doch hatten sich der Liebenzeller Mission inzwischen weitere Arbeitsgebiete erschlossen. So führten Hilferufe aus der Südsee dazu, dass sich die Mission ab 1906 auf den 2.000 Inseln von Mikronesien engagierte. Im Laufe der Jahrzehnte konnten Liebenzeller Missionarinnen und Missionare die biblische Botschaft in den fernsten Regionen der Erde verkündigen, Hunderte christlicher Gemeinden gründen, medizinische und technische Hilfe leisten.
Heute arbeitet die Liebenzeller Mission mit rund 230 Missionaren in 25 Ländern. Zu ihren Aufgabenbereichen zählen die Pioniermission, Evangelisation, Gemeindeaufbau und -pflege, Arbeit unter Kindern, Jugendlichen und Frauen, diakonische und sozialmissionarische Aufgaben, Schuldienst, Krankenpflege, Schriften- und Radiomission, Übersetzungsarbeit und vieles mehr. Für die gesamte Arbeit wird ein Betrag von 1.000.000 € monatlich benötigt.
Struktur der Liebenzeller Mission:
Die Mitgliederversammlung hat dem Missionswerk folgende Struktur gegeben: Die Mitgliederversammlung ist das ranghöchste Gremium. Sie hat ca. 70 Mitglieder, die aus dem Freundes- und Spenderkreis und aus den nahe stehenden Verbänden kommen.
Liebenzeller Gemeinschaftsverband
Süddeutscher Gemeinschaftsverband
Starkenburger Gemeinschaftsverband
Südwestdeutsche Jugendverband Entschieden für Christus
Die Mitgliederversammlung fällt Grundsatzentscheidungen für die Arbeit. Sie wählt die Mitglieder des Komitees und den Direktor. Das Komitee besteht aus 18 stimmberechtigten Personen, die ebenfalls aus dem Freundes- und Spenderkreis und aus den nahe stehenden Verbänden kommen. Die Komiteemitglieder bringen ihre Erfahrungen und ihren Sachverstand ein. Bei den regelmäßigen Treffen beraten sie über geistliche Fragen, entscheiden über Ordinationen, Versetzungen und den Haushaltsplan. Die Missionsleitung trifft sich in der Regel wöchentlich und verantwortet letztlich alle laufenden Aktivitäten. Sie besteht aus dem Direktor und den Bereichsleitern für Mission, Theologisches Seminar, Schwesternschaft und Verwaltung. Kontakte in andere Länder führten dazu, dass auch dort Freundeskreise und schließlich eigenständige Zweige entstanden. Diese schlossen sich zur Liebenzeller Mission International zusammen.
Die Liebenzeller Mission ist Gründungsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Evangelikaler Missionen (AEM). Sie ist außerdem Mitglied im Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche in Württemberg und beim Ring Missionarischer Jugendbewegungen (RMJ). Das Theologische Seminar gehört dem Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverband an und ist Mitglied der Konferenz Bibeltreuer Ausbildungsstätten. Die Schwesternschaft gehört zum Bund Deutscher Gemeinschafts-Diakonissen-Mutterhäuser.
Nähere Informationen sind auch unter http://www.liebenzell.org/ zu finden.
Antje-Gertraude Schrader (Emlichheim) scheidet als 1. Schriftführerin aus dem Vorstand aus. Zu ihrer Nachfolgerin wurde Johanne Gerritzen (Uelsen) gewählt. Sie wird, da sie aus terminlichen Gründen verhindert ist, nicht wie üblich bei der Herbstversammlung eingesetzt, sondern bereits beim Seminar in Wilsum.
Mit einem herzlichen Dank an die Frauen der altreformierten Gemeinde Veldhausen für ihre liebevolle Bewirtung und guten Wünschen für die Heimfahrt aller Anwesenden schloss Gesine Wesselink (Emlichheim) die Versammlung.
Antje-Gertraude Schrader
(Schriftführerin)