Das Fazit vorweg: Der Vorstand des Frauenbundes hatte bei der Vorbereitung und Durchführung der Freizeit "ganze" Arbeit geleistet. Das lässt sich kaum noch toppen!
Fünf Tage im Haus "Altvandsburg" am Dümmer gaben 37 Frauen Gelegenheit, tief durchzuatmen.
Die Rahmenbedingungen waren aber auch optimal: herrliches Wetter, schöne Zimmer, eine exzellente Küche (Mälzer, Lafer und Lichter würden erblassen), Erikas morgendliche rhythmische Sport gymnastik stählte unsere Körper, Strandkörbe luden zum Sonnenbaden und relaxen ein, Fahrräder standen parat und trugen uns wie von selbst in ein schönes großes Modehaus. Die Boccia-Bahn wurde nicht genutzt, da uns das Regelwerk zu kompliziert erschien, bot aber Anlass, um über die Politik Adenauers zu diskutieren.
Dass während der Fahrt über den Dümmer keiner über Bord ging, war auch das Verdienst von Ina Wortelen. Sie übernahm zeitweise das Ruder und hatte Schiff und Mannschaft fest im Griff.
Ob bei all diesen Angeboten die geistliche Zurüstung nicht zu kurz kam? Keineswegs.
Wir beschäftigten uns intensiv mit den Frauen der Bibel: Mirjam, Esther, Lydia, Maria, Martha und Rebekka, der Schwester Labans. Aber auch die Frauen, die nicht zu Pergament gebracht wurden, die wie die meisten von uns im Stillen ihre Arbeit im Reich Gottes taten und tun, standen im Blickfeld.
Gab es denn nichts Negatives oder Störendes? Gab es auch. Die Spargelsuppe am Samstag hätte einen Schuss Sahne mehr vertragen können, am Montag ist ein Fahrrad umgefallen und Mittwoch kam ein Koffer auf Abwegen, wurde aber in Sicherheit gebracht. Wer seinen Alltag gern einmal gegen diese Sorgen eintauschen möchte, dem kann ich die nächste Freizeit im Oktober 2009 wärmstens empfehlen.
Natürlich nahmen wir nach unserer Gewohnheit am Sonntag am Gottesdienst in der Kapelle des Mutterhauses teil. Eine Diakonisse führte durch die Liturgie und begrüßte viele Frauen und wenige Männer. Vielleicht sangen wir auch aus diesem Grund Psalm 84 Vers 3 nicht. Die Predigt hielt ein Pastor aus der Landeskirchlichen Gemeinschaft.
Während seiner Auslegung erzählte er folgende Begebenheit: Ein Christ kommt zum Missionar und schüttet ihm sein Herz aus. Immer, so erzählt er, findet in meinem Kopf ein Kampf statt. Ein Kampf zwischen guten und bösen Gedanken. Wie wenn zwei Hunde miteinander kämpfen, ein weißer Hund mit einem schwarzen Hund. Auf die Frage des Missionars, welcher "Hund" denn als Sieger aus diesem Kampf hervorgehe, antwortet der Christ: "Der, den ich gefüttert habe!"
Fenna Wanink, Itterbeck-Ratzel