Seminar 2011

    "Leben und Wirken des Melanchton - der Mann aus der zweiten Reihe"

    Mehr als 70 Frauen waren am 7. Mai 2011 der Einladung des Frauenbundes in das ev.altref. Gemeindehaus in Uelsen gefolgt. Um 14.30 Uhr eröffnete die Vorsitzende Gesine Wesselink die Versammlung. Sie begrüßte uns herzlich, besonders Pastor Prinz aus Neuenhaus, unseren Redner. Sie las aus der Bibel Math. 28, Frauen suchen den begrabenen Jesus, aber er ist nicht mehr da. Er ist erstanden, Halleluja. In der kurzen Andacht ging es um Jesus als Treffpunkt zwischen Gott und Menschen. Nach dem Gebet sangen wir Lied 116 1,4+5. Pastor Prinz stellte sich kurz vor und begann dann mit seinem Vortrag.

    "Melanchton - der Mann aus der zweiten Reihe"

    Philipp Melanchton wurde am 16. Februar 1497 als Philipp Schwartzerdt in Bretten in der Pfalz geboren. Am 19.April 1560 starb er in Wittenberg. Voriges Jahr war sein 450. Todestag und wir haben davon nichts gemerkt. Wie war die Zeit in der er lebte? Seine ersten Zähne bekam er im Mittelalter (500 -1500) in der neuen Zeit fielen sie ihm aus.

    Kaiser Maximilian versuchte das Reich zusammen zu halten, in den Städten war Wohlstand auf dem Lande Armut.

    Sein Großvater sorgte für eine gründliche Erziehung, vor allem durch Unterweisung in der lateinischen Sprache. In jungen Jahren geriet er unter Einfluss des Humanismus. Er lernte alte Sprachen, um die Bibel in der "Originalsprache" lesen zu können. Bücher wurden erschwinglich, 1450 hat Gutenberg die Buchdruckkunst erfunden. Er studierte in Heidelberg und Tübingen und gab ein Lehrbuch für Griechisch aus, welches 200 Jahre benutzbar blieb.

    Nachdem Luther 1517 seine 95 Thesen veröffentlichte fand am 26. April 1518 eine Heidelberger Disputation statt, die auf Melanchton entscheidende Eindrücke gemacht hat. Melanchton ging nach Wittenberg um sich die Ansichten Luthers näher erläutern zu lassen.

    1518 wurde Melanchton Professor der Griechischen Sprache in Wittenberg. Luther lernte Griechisch bei Melanchton; Melanchton lernte Kirchengeschichte bei Luther.

    Melanchton schrieb ein Lehrbuch für die Evangelische Theologie, Luther konnte so etwas nicht. Melanchton dachte Luthers Werk zu Ende. Melanchton sprach davon, wie wir aus Gnaden selig werden; die Jugend sollte sich in der Bibel zu Hause fühlen.

    Glaube - Vertrauen auf Gottes Barmherzigkeit

    Frage I des Heidelberger war ihm sehr wichtig. Luther suchte eine Frau für Melanchton. Am 27. November 1520 heiratete Melanchton Katharina Krap, sie bekamen vier Kinder.

    Die Reformation machte Fortschritte. Klöster wurden verkauft, die Armen bekamen etwas von den Vermögenswerten, aber es kam auch viel in die fürstliche Kasse. Melanchton schrieb Lehrpläne für Schulen und auch ein Buch für Visitation. Er erreichte hohes Ansehen und bekam Angebote von Universitäten aus Deutschland und ganz Europa.

    Melanchton blieb Luther treu. Auf dem Reichstag 1530 in Augsburg, wo die Konflikte zwischen Katholiken und Reformatoren gelöst werden sollten, verließen sie unter Protest die Versammlung und wurden fortan Protestanten genannt. Nach Luthers Tod fiel Melanchton die Führunhsrolle im lutherischen Protestantismus zu.

    Melanchton und Calvin haben sich oft gesehen, aber Melanchton teilte Luthers Ansichten betreffend Abendmahl.

    1560 starb Melanchton und wurde begraben an der Seite seines Mitstreiters Martin Luther in der Schlosskirche in Wittenberg.

    Wir sangen Lied 246 4-7.

    Vor der Kaffeepause wählten wir noch unsere neue zweite Vorsitzende. Einzige Kandidatin: Antine Borggreve aus Uelsen. Nachdem sie sich kurz vorgestellt hatte wurde die Wahl durchgeführt. Einstimmig wurde sie gewählt und herzlich willkommen geheißen im Vorstand. Die Einführung wird bei der Herbstversammlung statt finden.

    Nach der Kaffeepause sangen wir Psalm 146 1 + 4.

    Unsere Vorsitzende bedankte sich bei Pastor Prinz herzlich für seinen Vortrag. Anschließend fand die Verabschiedung von unserer zweiten Vorsitzenden Henni Wortel statt. Frau Wortel wurde für ihren Einsatz in den letzten acht Jahren herzlich gedankt. Sie bekam einen Blumenstrauß und ein Buch. Den Frauen der Gemeinde Uelsen wurde für die gute Bewirtung gedankt.

    Abschließend beteten wir zusammen das Vater Unser und wir sangen noch Lied 575 1-3.  Unsere Vorsitzende wünschte uns einen guten Heimweg und einen gesegneten Sonntag.

    Gré Oosterhuis, Jemgum Schriftführerin