Seminar 2013

    Gottes Schöpfung  – unsere Aufgabe

    Seminar des Frauenbundes in Veldhausen

    Pastor Arend Klompmaker war am 27. April beim Frauenbundseminar in Veldhausen zu Gast. Er referierte über das Thema „Gottes Schöpfung – unsere Aufgabe“ und zog einen Bogen von altren Zeiten bis heute. Waren früher die Familien Selbstversorger vom Ertrag ihrer Böden, abhängig von Gottes Segen über Aussaat und Ernte, so ist für viele heutzutage der Glaube an einen persönlichen Gott fremd geworden, der sich uns zuwendet und sich um uns sorgt. Dies wirkt sich aus auf den Umgang mit der Schöpfung. Dazu zählt auch der verschwenderische Umgang mit Gottes Gaben: allein in Deutschland landen mindestens 6,7 Millionen Tonnen Lebensmittel jedes Jahr in den Abfall, 800.000 Tonnen Kleider in den Container und eine Million Elektroschrott auf den Schrotthaufen. Arend Klompmaker ging deshalb näher auf Johannes Calvin ein. Laut Calvin hat Gott Adam die Aufsicht über den Garten anvertraut, der die Dinge besitzen darf - aber maßvoll davon Gebrauch machen soll. Calvin verwirft alle überflüssige Produktion und klagt (schon im 16. Jahhundert!), dass die Maßlosigkeit ständig zunimmt. Somit stellt sich die Frage, wie der Mensch den Garten, seine Lebenswelt "bebauen und bewahren" soll.

    Welchen Garten will ich als Christ anlegen, so dass das Leben heute und morgen noch möglich ist? Auch aktuelle Stichworte wurden aufgegriffen wie z.B. Gentechnik oder Atomkraft mit dem ungelösten Problem des Atommülls. Hier wird die Losung des evangelischen Kirchentages sehr aktuell: „So viel du brauchst!“ Es ist eine Aufforderung zur Entscheidung: Was brauche ich wirklich? Woher weiß ich, wann es genug ist? Es gibt schon viele Beispiele, die Mut machen. Wir Menschen versuchen das Leben nachhaltig, zukunftsfähig aber vor allem „enkelfähig“ zu gestalten. Viele Menschen machen die Erfahrung, dass das Glück beim Kauf von Konsummitteln nicht zu befriedigen ist. Das, was wir wirklich brauchen, ist nicht käuflich.

    Zum Schluss seiner anregenden Ausführungen verweist Arend Klompmaker auf ein Bild von Sieger Köder, der in einem seiner Bilder die Geborgenheit zum Ausdruck bringt, dass Gottes geöffnete Hände bereit sind, die Erde zu tragen - und wenn es sein muss: auch aufzufangen.

    Den Veldhauser Frauen sei an dieser Stelle für ihre Gastfreundschaft gedankt.

    Johanne Gerritzen, Uelsen