Abendmusik der grafschafter Posaunenchöre

    Beeindruckende Abendmusik der Grafschafter Posaunenchöre

    900 Besucher werden zum großen Chor und erleben vielseitige Kirchenmusik

    (Text: Heiner Hensen, Nordhorn / Fotos: Berthold Büter, Nordhorn)

    Bereits zum vierten Mal seit 2003 musizierten die Grafschafter Posaunenchöre, das Landesbläserensemble der Evangelisch-reformierten Kirche, der Jugendposaunenchor sowie 50 Jungbläser, die sich an diesem Abend inmitten des Publikums platziert hatten, zusammen in der altreformierten Kirche in Emlichheim. Die Leitung des Abends lag in den bewährten Händen der Landesposaunenwartin Helga Hoogland. Die Kollekte (2696,88 €) kommt je zur Hälfte der Einrichtung „Herzenswünsche e.V.“ sowie der „Hospizhilfe Grafschaft Bentheim“ zugute.

    Bereits in ihrer Begrüßung wies Helga Hoogland darauf hin, dass dem Publikum eine wichtige Rolle zuteil werden würde. Die Wortbeiträge übernahm der neue Kirchenpräsident der Evangelisch-reformierten Kirche, Dr. Martin Heimbucher aus Leer. Er nahm dabei in einer poetischen und einfühlsamen Weise direkt Bezug zum jeweils vorher gesungenen Wort. Die Interpretation der biblischen Texte sowie Psalmen- und Liedverse verliehen dem Abend vom Anfang bis zum Ende einen starken Spannungsbogen zwischen gesprochenem und musiziertem Wort. Das Miteinander gelang vortrefflich. 

    Vier Uraufführungen erlebten die Besucher im Laufe der eineinhalbstündigen Abendmusik. Dabei wurden vier so genannte „Hugenotten-Psalter“ mit ihren starken Melodien und Texten im musikalischen Gewand des 21.Jahrhunderts vorgestellt. Im absolut sauber intonierten  Unisono ließen die tiefen Stimmen der 250 Blechbläser die Psalmenmelodien der Reformationszeit erklingen. Sie allein hatten eine ungeheure Aussagekraft. Dann spannte jeweils ein Intro die musikalische Brücke zum 21.Jahrhundert bis schließlich die 900 Besucher bei den Strophen auf das Zeichen der Landesposaunenwartin hin einstimmten. Dabei verstand die große Bläserschar es vorzüglich, sich nicht zu sehr in den Vordergrund zu drängen, so dass sich ein kraftvoller Gesang der Besucher als singendes Gebet entfalten konnte - ganz im Sinne der reformierten kirchenmusikalischen Tradition. Das Publikum wurde aber ebenso auch zum Singen von neuen geistlichen Liedern eingeladen und tat das ganz vortrefflich bei dem Lied „Du bist der Weg, die Wahrheit und das Leben“.

    Aber auch Instrumentalvorträge wie Mendelssohns achtstimmiger Choral „Denn er hat seinen Engeln befohlen“ berührten in ihrer Aussagekraft ebenso wie „Unter Gottes Schutz“, das der Jugendposaunenchor mit dem Landesbläserensemble und drei versierten Schlagzeugern im Latin-Stil einer Big Band gleich mit Elan und sehr stilsicher musizierte.

    Die Jüngsten des Abends saßen inmitten des Publikums und wurden bei den Tutti-Passagen von den Co-Dirigentinnen Friedel Oelerink und Helga Wesselink synchron dirigiert. Oder sie rissen das Publikum ohne „die Großen“ mit, wie bei „Weißt du, wo der Himmel ist?“ und „Wir sind die Kleinen in den Gemeinden“ und wurden dabei ideenreich von den Schlagzeugern begleitet.

    Zum Ende gab es „Das große Finale“, in dem die große Blechbläserschar samt Jungbläsern nach und nach im Tutti zusammenkam. Tief beeindruckt von den Klängen der Bläserschar und dem Gemeindegesang dankte Dr. Heimbucher Helga Hoogland als treibende Kraft und für ihre Gabe, viele Menschen derartig für die Sache begeistern zu können. Es folgte der Schlussgesang „Abend wird es wieder“. Mit dem Segen Gottes für Besucher und Mitwirkende endete diese in vieler Hinsicht beeindruckende Abendmusik.  

    Heiner Hensen, Nordhorn

    Alle Nachrichten

    08.11.2018
    Herbstsynode 2018

    01.10.2016
    Herbstsynode 2016

    04.03.2016
    Konfi-Tag 2016